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Fortuna: Matchball mit Einschränkungen

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Fußball-Bundesliga - Fortuna: Matchball mit Einschränkungen

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Fortuna Düsseldorf hat im Fernduell mit Werder Bremen im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga alle Trümpfe in der eigenen Hand.

Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler
Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler
Quelle: epa

Die Ausgangslage ist klar: Mit einem Sieg am letzten Spieltag bei Union Berlin würde Fortuna die Saison auf jeden Fall auf Platz 16 beenden und die Relegationsspiele erreichen. Ein Remis genügt, wenn Werder nicht mit mindestens vier Toren Unterschied gegen den 1. FC Köln gewinnt. Die Fortunen wollen aber nicht nach Bremen schielen, sondern sich auf sich selbst konzentrieren. Diese vier Aspekte sind von Bedeutung:

Der Trainer: Viel Erfahrung, null Abstiege

Seine 15 Trainerjahre hatte Uwe Rösler vor dem Einstieg in Düsseldorf vor fünf Monaten auf acht Stationen in Norwegen, England und Schweden verteilt. Nach seiner Amtsübernahme von Friedhelm Funkel verpasste er der Fortuna einen mutigeren Spielstil, gewann von 14 Partien allerdings nur zwei (bei neun Remis).

Im Vergleich zu seinem Vorgänger profitierte der frühere Stürmer (fünf Länderspiele für die DDR) davon, mit Winterausleihe Valon Berisha und dem wiedergenesenen Kevin Stöger auf zwei kreative Kräfte im Mittelfeld bauen zu können. "Als Trainer bin ich noch nie abgestiegen", betont Rösler und sagt: "Meine Erfahrung hilft mir in dieser Situation."

Die Mannschaft: Starke Moral, schwache Nerven

Nicht ganz so stabil wie das Selbstbewusstsein des Übungsleiters ist das der Mannschaft. Gerade in der Rückrunde kassierte die Fortuna nach ihren überwiegend guten Auftritten oft späte Gegentore und verspielte so die reelle Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt.

Irritierend: Beim jüngsten 1:1 gegen Augsburg, einem der schwächsten Spiele unter Rösler, zeigten selbst Leistungsträger wie Berisha, Stöger oder Abwehrchef Kaan Ayhan Nerven. Auf der anderen Seite bewies das Team zuletzt Moral und machte wie- schon drei Tage zuvor - bei Champions-League-Viertelfinalist Leipzig (2:2 nach 0:2) gegen den starken FCA einen Rückstand wett.

Das Umfeld: Vom Globetrotter zum Stallgeruch

Die größte Aufregung herrschte Anfang des Jahres, rund um den Trainerwechsel von Funkel zu Rösler. Vorstandschef Thomas Röttgermann, zuvor bereits wegen der so genannten "App-Affäre" in der Kritik, und Sportvorstand Lutz Pfannenstiel blies wegen der Entlassung des populären Funkel ein scharfer Wind entgegen.

Fußball-Globetrotter Pfannenstiel, dem damals vor allem Beleidigungen gegen seine Familie auf den Magen schlugen, bat im Februar um die Auflösung seines Vertrags zum 31.Mai. Sein Nachfolger Uwe Klein bringt fast zwei Jahrzehnte Fortuna-Stallgeruch mit in den Job – und laut Aufsichtsratschef Björn Borgerding die Hoffnung auf "harmonische Abläufe".

Die Prognose: Nervenspiel vermeiden

Vom Trauma des Frühjahrs 2013 wollen sie bei Fortuna nichts mehr wissen. Damals standen die Rheinländer vor dem letzten Spieltag auf Rang 15, zwei Punkte und elf Tore vor Hoffenheim auf Abstiegsplatz 17 – und mussten am Ende doch den direkten Gang in die Zweite Liga antreten.

Diesmal sind es zwei Punkte und vier Tore Vorsprung auf Bremen, die die Rot-Weißen mit in das Duell um den Relegationsplatz nehmen. Kämpferisch wird die Fortuna beim eigenen Showdown bei Union Berlin kein Problem haben. Legt Werder aber mit ein, zwei frühen Toren vor, könnte es für das zuletzt wacklige Rösler-Ensemble ein Nervenspiel mit ungewissem Ausgang werden.

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