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Erster Schritt zurück zur Stadionatmosphäre

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Fußball-Bundesliga mit Fans - Erster Schritt zurück zur Stadionatmosphäre

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Der erste Schritt ist gelungen - so das Fazit der Bundesliga-Klubs nach der Teilrückkehr der Zuschauer. Das vollständige Stadionerlebnis konnte sich noch nicht einstellen.

Zum Start der neuen Bundesligasaison dürfen auch die Fans teilweise wieder zurück ins Stadion. Die Resonanz ist größtenteils positiv. Die Umsetzung verlief größtenteils reibungslos.

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Eine La-Ola-Welle kann auch Lücken überspringen: Dies bewiesen knapp zehntausend Dortmunder Fans im zu einem Achtel besetzten BVB-Stadion.  

"Es war ein schönes Erlebnis", sagte auch Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt, dessen Team vor 8.400 Zuschauer gegen Hertha BSC antrat:

Während des Spieles war die Atmosphäre natürlich nicht mit der vergleichbar, die wir sonst kennen, aber es war ein erster Schritt.
Florian Kohlfeldt, Trainer von Werder Bremen

Frankfurt: Zuschauer schaffen Vertrauen

Eintracht Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann zeigte sich mit dem Verhalten der 6.500 zugelassenen Zuschauer in der Frankfurter Arena zufrieden. "Es gab keinerlei nennenswerte Verstöße gegen die zum Teil ungewohnten Regeln", sagte er:

Alle haben mitgemacht und sich vorbildlich verhalten, insbesondere auf den Rängen. Das schafft Vertrauen nicht nur beim Gesundheitsamt.
Axel Hellmann, Vorstandsmitglied von Eintracht Frankfurt

Auch in Stuttgart (8.000 Zuschauer), Stuttgart (8.000), Leipzig (8.500), Wolfsburg (500) und bei Union Berlin (4.6000) nutzte man den Beschluss der Ministerpräsidenten, bis zu zwanzig Prozent der Zuschauerkapazität unter strengen Hygieneauflagen wieder auslasten zu können.

Regeln in Corona-Zeiten: Maskenpflicht und Losverfahren

So galt überall auf dem Weg zu den Sitzplätzen Maskenpflicht, teilweise wie in Frankfurt auch auf den Plätzen. In einzelnen Stadien galten Sonderegeln wie die, nur Zuschauer aus einem bestimmten Meldebereich zuzulassen. Die Karten waren unter den interessierten Dauerkarteninhabern verlost worden.  

In München und Köln wurde die geplante Öffnung wieder abgesagt, weil die Zahl der Neu-Infektionen den Grenzwert überschritt (München) oder nah an ihn heranreichte (Köln). Kein Interesse an einem Stadionbesuch unter Corona-Bedingungen hat die aktive Fanszene. Sie blieb ihrem Motto "Alle oder keiner" treu.

Noch keine gewohnte Stadionatmosphäre

Da, wo die Ultras sonst verlässlich ihre Unterstützung organisieren, versuchten im Bremer Weser-Stadion die Zuschauer in den provisorisch errichteten Sitzreihen der Ostkurve besonders tapfer, die gewohnte Stadionatmosphäre zu simulieren. Die Abstände zwischen den Paaren oder Kleingruppen waren aber zu groß, um die Funken wirklich überspringen zu lassen.

Jennifer Kettemann, Geschäftsführerin der Rhein-Neckar Löwen, und Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, sprechen über das Thema Fan-Rückkehr in Stadien und Hallen.

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Eberl: "Geld nicht im Vordergrund"

Wurden die Profi-Klubs nach dem Re-Start der Bundesliga mit Geisterspielen noch von größeren Teilen der Gesellschaft kritisiert, gibt es für den jetzigen Schritt offenbar stärkeren  Rückhalt. Ähnlich wie FC-St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich vor einer Woche im aktuellen sportstudio steht auch für Borussia Mönchengladbachs Sportchef Max Eberl dabei nicht der finanzielle Aspekt im Vordergrund.

"Die Zuschauer bedeuten, dass wir das Pandemie-Geschehen langsam in den Griff bekommen", sagte er am Sonntag bei "Sport1". Eberl plädiert dafür, die gesundheitliche Verantwortung weiter in den Vordergrund zu stellen:

Wenn das Pandemie-Geschehen wieder groß wird, haben wir andere Probleme als den Fußball.
Max Eberl, Sportchef von Borussia Mönchengladbach

Irritationen über Funktionäre in München

Tribühne FC Bayern
Der Stein des Anstoßes: Bayern-Funktionäre ohne Abstand und Masken.
Quelle: Imago

Ärger gab es nur in München, wo gar keine Zuschauer zugelassen waren, aber die Funktionäre beider Klubs ohne Masken nebeneinandersaßen. Es wäre "klüger gewesen, wenn sie nicht so eng aufeinandergesessen wären", rügte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) Rummenigge, Kahn und Co.

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