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Corona-Fälle in Köln - Effzeh bleibt nach Tests entspannt

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Drei positive Corona-Tests beim 1. FC Köln sorgen für Aufsehen in der Bundesliga. Das Training geht weiter, nur die Betroffenen gehen in Quarantäne.

1. FC Köln - Training
1. FC Köln - Training
Quelle: imago

Die erste Runde der flächendeckenden Coronatests in der Bundesliga hat drei positive Fälle beim 1. FC Köln zu Tage gefördert.

Die positiven Corona-Fälle im Verein wurden jedoch als Zeichen, als "positives Signal" für die Tragfähigkeit des Hygienekonzepts der Deutschen Fußball Liga (DFL) gewertet. Und nicht als herber Rückschlag für den FC. Die Stimmung rund ums Geißbockheim war erstaunlich entspannt.

Was die positiven Tests für den Bundeliga-Neustart zu bedeuten haben:

Mit Tests und Geisterspielen will die Bundesliga wieder loslegen. Beim 1.FC Köln sind nun Spieler positiv getestet. Was das für den Neustart bedeutet, erklärt Andreas Kürten.

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Fragen zur Corona-Ansteckung offen

Geschäftsführer Alexander Wehrle, der auch dem DFL-Präsidium angehört, bestätigte, dass es sich bei den Infizierten um zwei Spieler und einen Mitarbeiter handle. Das Ergebnis zeige aber, "dass wir sehr zuversichtlich sein können, dass wir auf Basis dieses Konzepts in den Spielbetrieb gehen können", sagte Wehrle bei Sky.

Das Gesundheitsamt habe das Konzept als "tragfähig" bewertet. Es blieb zunächst völlig offen, bei wem sich die drei bis dahin laut Verein symptomfreien Angestellten angesteckt haben.

Drei Personen in Quarantäne

Wehrle verwies darauf, dass das Gesundheitsamt die Fälle genau bewertet habe. Mannschaftsarzt Paul Klein betonte, die Behörde habe "kein erhöhtes Ansteckungsrisiko durch den Trainingsbetrieb" erkannt.

Und deshalb ist auch keine kollektive Quarantäne angezeigt.

Diese "so genannte häusliche Absonderung ist nur für Personen der Kategorie 1 vorgesehen. Nicht wir, sondern das Gesundheitsamt bewertet, auf wen dies zutrifft", erläuterte Klein.

Und nach diesen eindeutigen Kriterien gehen wir davon aus, dass durch die Maßnahmen im Trainingsbetrieb in Gruppen kein Spieler eine Kontaktperson der Kategorie 1 zu einem anderen Spieler ist.

Deshalb sind auch nur die drei betroffenen Personen in die 14-tägige Quarantäne gegangen. Nach dem trainingsfreien Wochenende werden die negativ Getesteten am Montag noch einmal getestet.

Zu Spielen und zum Training ist laut Konzept nur zugelassen, wer zweimal nacheinander negativ getestet wurde.

Danach wird es laut Wehrle noch einmal eine enge Abstimmung mit dem Gesundheitsamt geben. Dabei gehe es auch um den geplanten Übergang vom Gruppen- zum Mannschaftstraining.

Warten auf Signal aus der Politik

Darauf hofft der FC wie viele Rivalen am Mittwoch nach dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten. Wie die meisten anderen Vereine trainieren die Kölner derzeit in sorgfältig voneinander getrennten Gruppen von zuletzt zwölf Spielern.

Der FC würde als Tabellenzehnter wieder in den Spielbetrieb einsteigen. Auf welche beiden Profis Trainer Markus Gisdol dabei möglicherweise verzichten muss, ist unbekannt. "Der 1. FC Köln wird aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Betroffenen keine Namen bestätigen", hieß es vom Verein.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte den 1. FC Köln in einem Tweet scharf und wies dabei auf die gesundheitlichen Risiken für die Spieler beim Trainieren mit Covid-19 hin: "Wer mit Covid-19 trainiert, riskiert Schäden an Lunge, Herz und Nieren. Ich wundere mich, dass Spieler das mit sich machen lassen. Fußball soll Vorbild sein, nicht „Brot und Spiele“. Die Kritik verhallte am Geißbockheim.

Verstraete zunächst kritisch

Köln-Profi Birger Verstraete meldete sich am Samstag im belgischen TV-Sender "VTM" zu Wort und nannte die Maßnahmen beim FC leichtsinnig. "Wir sollten vorerst nicht unter Quarantäne gestellt werden, und das ist ein bisschen bizarr", sagte der Belgier. "

Unterdessen hat der Köln-Profi seine Kritik relativiert und sich für sein Vorgehen entschuldigt. Nach den Tests habe er in einem Interview über seine persönlichen Sorgen vor einer Ansteckung seiner zur Risikogruppe gehörenden Freundin berichtet. «Dabei habe ich mich an einigen Stellen falsch ausgedrückt, so dass in der Übersetzung ein missverständlicher Eindruck entstanden ist, der mir leid tut. Statt aus der Emotion heraus ein Interview zu geben, hätte ich den Kontakt zu unserem Arzt suchen und mir meine Fragen erklären lassen müssen», sagte der 26-Jährige am Sonntag in einer Mitteilung des Bundesligisten. Konsequenzen hat sein Verhalten offenbar nicht, der FC teilte mit, Verstraete werde «weiter beim 1. FC Köln trainieren und spielen».

Kommentar: Béla Réthy zur Bundesliga

Bundesliga-Geisterspiele -
Emotionale Diskussion ohne reine Wahrheit
 

Kaum ein Thema beschäftigt zurzeit die Gemüter so stark wie der mögliche Neustart der Bundesliga. Die Bandbreite der Meinungen ist enorm. Ein Für und Wider der Argumente.

von Béla Réthy
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