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Can positiv - Angst vor Bundesliga-Lockdown

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Fußball | Bundesliga - Can positiv - Angst vor Bundesliga-Lockdown

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In den Bundesliga-Klubs erschweren immer neue Corona-Fälle die Lage. Vor dem 5. Spieltag geht die Angst vor einem erneuten Lockdown in der Bundesliga um.

Emre Can
Der Dortmunder Nationalspieler Emre Can ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Quelle: epa

Erst Nationalspieler Serge Gnabry, nun DFB-Kollege Emre Can - und auch beim 1. FC Heidenheim herrscht nach fünf positiven Tests Alarmstimmung: Im deutschen Profifußball sorgen immer neue Corona-Fälle für Aufsehen.

Emre Can - der jüngste Corona-Fall

Die Klub-Verantwortlichen reagieren betroffen, warnen aber auch mit eindringlichen Worten vor einem zweiten Lockdown. "Wenn so etwas kommt, dann weinen nicht die großen Vereine, sondern generell die Bundesliga und der Sport", sagte Sportchef Rouven Schröder vom FSV Mainz 05.

"Wir leben in Zeiten, in denen es plötzlich vorstellbar erscheint, dass es nicht nur sportliche, sondern auch wirtschaftliche Absteiger aus der Bundesliga geben könnte"
Sven Mislintat, Sportdirektor Stuttgart

Der prominenteste jüngste Corona-Fall betrifft Can. Der Dortmunder wurde als dritter deutscher Nationalspieler positiv auf Corona getestet. Der 26-Jährige sei aktuell symptomfrei und befinde sich in häuslicher Isolation. Einer Austragung des Revierderbys gegen Schalke 04 am Samstag (18.30 Uhr) "steht nichts im Wege", hieß es in der BVB-Mitteilung.

Alle weiteren Testergebnisse von Spielern und Staff ergaben am Freitag ein negatives Resultat.

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Chaos in Heidenheim, Entwarnung in Bremen

Bei den Bayern scheint derweil die Corona-Ansteckungsgefahr nach der Infektion von Gnabry und eines weiteren Mitarbeiters zunächst gebannt. Verwirrung gibt es dagegen beim 1. FC Heidenheim. Eine erneute Testreihe hat ausschließlich negative Ergebnisse gebracht. Am Freitagmittag hatte der Zweitligist noch fünf Coronafälle gemeldet, dabei aber bereits Fehltestungen nicht ausgeschlossen.

Die jüngsten Ergebnisse brachten die PCR-Testungen, die das Klinikum Heidenheim im Vorfeld des FCH-Heimspiels gegen den VfL Osnabrück am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) ausgewertet hatte, hervor. Für den FCH lässt diese Entwicklung "nach aktueller Faktenlage auf falsche Labor-Testergebnisse schließen".

Auch der am Mittwoch als "leicht positiv" und am Donnerstag als negativ getestete Maximilian Thiel sei nun erneut negativ getestet worden, teilte der Zweitligist mit. Der Klub wird nun am Samstagvormittag eine erneute PCR-Testung durch das Klinikum Heidenheim durchführen lassen. Bringt diese ebenfalls negative Ergebnisse hervor, soll die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt dann den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen können.

Bei Werder Bremen hielten sich die Folgen in Grenzen. Nach einem positiven Test bei U21-Nationalspieler Felix Agu hatten sich Mannschaft und Trainer-Team am Donnerstag freiwillig in häusliche Quarantäne begeben, ehe es am Freitagnachmittag Entwarnung gab. Die Testreihen, die beim Team sowie Trainer- und Funktionsstab durchgeführt wurden, fielen alle negativ aus. Werder kehrte in den Trainingsbetrieb zurück.

Situation ist nicht kontrollierbar

In den Klubs sieht man die grundsätzliche Entwicklung allgemein mit großer Sorge. Auch finanziell reißt die Krise weiter große Löcher. Ein zweiter Lockdown, also ein Aussetzen kompletter Spieltage wie im März, stelle keine Lösung dar, so Schröder vom FSV Mainz 05.

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Doch sollten die Infektionszahlen bundesweit weiter so schnell steigen und auch in der Bundesliga stark zunehmen, ist eine erneute Unterbrechung des Spielbetriebs nicht mehr auszuschließen. Wenn ganze Mannschaften auseinander gerissen werden oder nicht mehr antreten können, weil sie sich in Quarantäne befinden, stellt sich für die Fortsetzung des Spielbetriebs die Sinnfrage.

Warnung vor finanziellen Einbußen

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte nach dem Corona-Befund bei Gnabry noch einmal eindringlich vor einer Unterbrechung der Saison gewarnt. "Wir müssen jetzt alle nochmal die Sinne schärfen, damit wir ohne großen Schaden rauskommen. Ein nochmaliger Lockdown wäre für den Fußball ein Drama", sagte Rummenigge bei Sky.

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Ähnlich hatte sich zuvor auch Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke geäußert. "Sollte es nochmal eine große Unterbrechung geben, dann könnten bei manch einem die Lichter ausgehen", sagte Watzke. Die Westfalen kalkulieren für die laufende Saison wegen Corona mit einem Verlust zwischen 70 und 75 Millionen Euro.

Der DFB reagierte am Freitag seinerseits und sagte alle Länderspiele und Lehrgänge seiner U-Nationalmannschaften aufgrund der steigenden Infektionszahlen bis zum Jahresende ab. Die U21-Nationalmannschaft von Trainer Stefan Kuntz ist von der Regelung ausgenommen.

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