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Jugendstil bei Borussia Dortmund

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Bellingham, Reyna und Co.: Borussia Dortmund kehrt mit Macht zum Jugendstil früherer Jahre zurück. Und die nächsten verheißungsvollen Talente stehen schon parat.

Jude Bellingham, BVB
Dortmunds Jude Bellingham im Spiel gegen den MSV Duisburg.
Quelle: epa

Nach der tollen Generalprobe für die Bundesliga geriet sogar Emre Can ins Schwärmen. „Es ist geil, was wir für Kicker haben“, sagte Dortmunds Routinier zur BVB-Gala im DFB-Pokal beim Drittligisten MSV Duisburg. Can ist eher für mahnende Worte bekannt, doch die Frischzellenkur der Westfalen weckt zurzeit viel Hoffnung, dass der Saisonstart auch insgesamt gelingt.

Bellingham mit BVB-Rekord

Insbesondere Jude Bellingham dürfte es Can angetan haben, obwohl dieser gerade auf bestem Wege ist, ihn von seiner Stammposition im zentralen Mittelfeld zu verdrängen. Der 17 Jahre alte Engländer feierte ein tolles Pflichtspieldebüt in Dortmund - nicht nur, weil er sich mit einem Treffer gegen den MSV als jüngster BVB-Pokaltorschütze in die Geschichtsbücher eintrug. Bellingham, parallel auch als U21-Nationalspieler Englands auf Rekordjagd, war auffälligster Akteur, trieb das Spiel der Dortmunder an und kassierte dafür ein Extralob von Trainer Lucien Favre.

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"Von Null auf Stammplatz", titelten die "Ruhr Nachrichten" und dürften damit richtig liegen, falls Favre bis zum Bundesliga-Auftakt gegen die Borussia aus Mönchengladbach nicht doch der Mut verlässt. Ein Risiko wäre Bellinghams Liga-Einsatz kaum. Er ist taktisch und technisch klasse ausgebildet und als Championship-Spieler für Birmingham City ausreichend abgehärtet.

25 Millionen Euro für einen Teenager

Lucien Favre am 26.05.2020 in Dortmunf
BVB-Trainer Lucien Favre kann aus dem Vollen schöpfen.
Quelle: Reuters

Wer als so junger Kerl in der zweiten englischen Liga besteht, den schreckt kaum noch etwas."Ich bin schwer von ihm beeindruckt, und zwar noch mehr von seiner Mentalität und Persönlichkeit", schwärmte Bellinghams langjähriger Jugendtrainer Mike Dodds jüngst via "Ruhr Nachrichten". Die krasse Ablöse von 25 Mio. Euro für einen Teenager wirkt plötzlich gar nicht mehr so horrend.

Die gut zehntausend Fans jedenfalls, die nach dem vorläufigen Ende der kurzen Geisterspiel-Ära wieder ins frühere Westfalenstadion dürfen, werden gespannt sein. Auch auf Giovanni Reyna, den zweiten 17-Jährigen mit Stammelf-Potenzial. Schon in der vergangenen Rückrunde hatte der Sohn des früheren Wolfsburg-Profis Claudio Reyna sein Können angedeutet, etwa beim Traumtor gegen Bremen. Diesen Sommer hat der US-Boy weitere Fortschritte gemacht. Mit Speed und Finesse kann Reyna hinter den Spitzen spielen oder als Sancho-Pendant auf dem Flügel.

Sancho und Haaland - längst Stars

Jadon Sancho und Erling Haaland müssen eigentlich nicht mehr groß erwähnt werden. Längst haben sich beide zu Stars gemausert. Um Sanchos Vorbereiter-Qualitäten wird der BVB in ganz Europa beneidet, um Haalands Urgewalt und Treffsicherheit ebenso. Da wird schnell vergessen, dass die zwei Offensiv-Überflieger erst 20 Jahre alt sind. Auch der nur ein Jahr ältere Dan-Axel Zagadou - zurzeit allerdings noch verletzt - geht fast schon als Routinier durch.

Außerdem ergänzt Real Madrids Leihgabe Reinier die Dortmunder Rasselbande 2.0, die in ihrer Struktur ein wenig an die erfolgreichen Klopp-Jahre erinnert. Der 18-jährige Brasilianer Reinier gilt in seiner Heimat als riesiges Spielmacher-Talent, 30 Mio. Euro blätterten die Königlichen für den "Zehner" hin. Bei den Westfalen, so die Hoffnung, möge er sich ähnlich spektakulär entwickeln wie zuletzt Achraf Hakimi. Reinier könnte Marco Reus nötige Spielpausen verschaffen.

Warten auf Moukoko

Youssoufa Moukoko läuft über den Platz
Youssoufa Moukoko am 17.06.2018 in München
Quelle: Imago

Keiner dieser Spieler ist vor Rückschlägen gefeit. Aber alle haben das Zeug, regelmäßig Eindruck zu schinden. Angesichts des komprimierten Spielplans in Corona-Zeiten sowie der Option auf fünf Wechsel im Spiel sollte niemand verwundert sein, wenn im Laufe der Saison plötzlich mal sechs U21-Spieler gleichzeitig für Schwarz-Gelb auf dem Platz stehen.

Zumal der Jugendstil ab Ende November wohl weiter auf die Spitze getrieben wird. Dann nämlich wird das Sturmtalent Youssoufa Moukoko 16 Jahre alt und darf bei den Profis eingesetzt werden. Lange werden die BVB-Fans nicht auf das Debüt des nächsten Hochbegabten warten müssen.

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