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Bundesliga-Klassenerhalt - Knifflige Aufgaben nach Kölns Zittersaison

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Mit dem 5:1 in Kiel feiert Köln den Klassenerhalt. Damit der Geißbock-Klub nun in ruhigeres Fahrwasser kommt, will Rettungs-Coach Friedhelm Funkel seine Erkenntnisse einbringen.

Spieler des 1. FC Köln feiern den Sieg des Vereins über Holstein Kiel im Relegationsspiel am 29. Mai 2021.
Spieler des 1. FC Köln feiern den Sieg des Vereins über Holstein Kiel im Relegationsspiel am 29. Mai 2021.
Quelle: epa

Die Jubelszenen unter dem postkartenblauen Kieler Himmel verfolgte Steffen Baumgart dort, wo er auch die letzten vier Jahre seines Lebens verbracht hat: in Paderborn. Mit Freunden saß der gebürtige Rostocker in Ostwestfalen vor dem Fernseher und schaute sich das entscheidende Relegationsspiel seines künftigen Teams an.

Mit dem Rücken zur Wand immer besonders gut

Mit dem überzeugenden 5:1 beim Zweitliga-Dritten Holstein Kiel hat der 1. FC Köln, ab der nächsten Saison von Baumgart trainiert, die Klasse gehalten. Und dabei machten die Rheinländer noch mal einige dicke Striche unter den Titel ihrer zu Ende gegangenen Spielzeit.

"Immer wenn wir mit dem Rücken zur Wand standen", rekapitulierte Kapitän Jonas Hector die letzten neun Monate, "haben wir solche Spiele abgeliefert wie heute." Und Keeper Timo Horn, ein gebürtiger Kölner, betonte: "Der FC gehört einfach in die Bundesliga. Da haben wir heute alles daran gesetzt, damit das weiterhin so ist."

Kölns Trainer Friedhelm Funkel über das eindrucksvolle 5:1 bei Holstein Kiel, die Gründe für die erfolgreiche Rettungsmission und die Aussicht auf das ein oder andere Bierchen.

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Fehlende Zuschauer als Handicap

An der Kieler Förde sind sie dem Sog hinab in die Zweite Liga noch mal entgangen. Doch es wird sich einiges ändern müssen beim Vorzeigeklub aus der Domstadt, damit auf der Zielgeraden der nächsten Saison nicht wieder das große Nägelkauen einsetzt.

Die wegen der Corona-Pandemie fehlenden Zuschauer seien für den Effzeh ein größeres Handicap gewesen als für andere Vereine, lieferte Horn eine Erklärung für die glücklich zu Ende gebrachte Zittersaison. Ein naheliegendes Argument - doch die Gründe, warum der emotionsbeladene Verein den siebten Bundesliga-Abstieg erst in der Relegation abwenden konnte, sind vielschichtiger.

Mit dem Finale der Champions League, Eishockey-WM und einem Bericht aus dem Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft.

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Sportchef Horst Heldt in der Kritik

Natürlich wogen auch die langen Ausfallzeiten wichtiger Akteure wie Hector, Florian Kainz oder des von Union Berlin geholten Mittelstürmers Sebastian Andersson schwer. Zugleich sind solche Verletzungsphasen aber kein Kölner Alleinstellungsmerkmal. Entsprechend stark steht seit geraumer Zeit Horst Heldt in der Kritik.

Unabhängig vom finalen Halali gegen die nach elf Spielen in 37 Tagen völlig ausgelaugten Kieler wird Kölns Sport-Geschäftsführer vor allem angelastet, nach dem ablösefreien Wechsel von Simon Terodde nach Hamburg und dem Verkauf von Jhon Cordoba an Hertha BSC im Angriff keine leistungsstarken Ergänzungen zu dem verletzungsanfälligen Schweden Andersson an Land gezogen zu haben.

Umsatzverlust von über 60 Millionen Euro durch Corona

"Wir haben einige knifflige Aufgaben zu lösen, aber das ist ja auch der Reiz", erklärt der von der zweiten in die erste Liga aufgestiegene Steffen Baumgart da erst mal tatendurstig. Bei der künftigen Sturmbesetzung etwa dürfte der künftige Übungsleiter fest mit dem einstigen Kölner Torhelden Anthony Modeste planen, der zuletzt nach Saint-Étienne entliehen war, die Saison wegen einer Adduktoren-OP aber vorzeitig beenden musste.

Schwierig bleibt, trotz des Klassenerhalts, auch die finanzielle Lage des FC. Die Corona-Krise hat dem Klub einen Umsatzverlust von über 60 Millionen Euro beschert. Leistungsträger wie Ellyes Skhiri oder Sebastiaan Bornauw dürften den Verein bei lukrativen Angeboten verlassen.

Hungrig auf den Europameistertitel

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Friedhelm Funkel bietet seine Hilfe an

Nach der in Kiel erfolgreich erledigten Rettungsmission direkt in den Ruhestand zurückgekehrt ist Trainer Friedhelm Funkel. "Ich bin vollkommen platt, aber glücklich", erwähnte der 67-Jährige vor dem Rückflug ins Rheinland.

Ratschläge an die Verantwortlichen im Kölner Grüngürtel verkniff sich Funkel in dem Moment, sagte aber schon: "Es kann gut sein, dass ich mit den Leuten dort in Kontakt bleibe. Ich glaube, dass ich in den letzten sieben Wochen mit meiner Erfahrung doch einiges gesehen, erlebt und gespürt habe, was möglicherweise anders gemacht werden muss."

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