Fußball-Bundesliga: Schalke trennt sich von Trainer Kramer

    Nach Pokal-Aus in der 2. Runde:Schalke entlässt Trainer Kramer

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    Das Pokal-Aus war dann doch zu viel: Der FC Schalke 04 hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und Trainer Frank Kramer entlassen.

    Schalke-Trainer Frank Kramer
    Schalkes Trainer Frank Kramer am Dienstag in Hoffenheim. Die TSG warf S04 mit einem 5:1 (3:0) in hohem Bogen aus dem DFB-Pokal.
    Quelle: IMAGO 1016755173

    Nach nur vier Monaten hat sich der FC Schalke 04 von Trainer Frank Kramer getrennt. Kramer werde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden, gab der Fußball-Bundesligist nach dem 1:5 (0:3) am Dienstagabend in der zweiten DFB-Pokalrunde gegen die TSG 1899 Hoffenheim bekannt.
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    "Nach dem Aufstieg haben wir uns gemeinsam einem Ziel verschrieben: dem Klassenerhalt in der Bundesliga. Bis zuletzt waren wir der Überzeugung, dass wir die Trendwende in der bestehenden Konstellation schaffen können", sagte Sportdirektor Rouven Schröder in einer Vereinsmitteilung.

    Aus unserer Sicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem wir personelle Veränderungen vornehmen müssen. 

    Rouven Schröder, Sportdirektor

    Schalke: Mutlos und überfordert

    Das Aus im Pokal war am Ende dann doch zu viel, vor allem weil die völlig überforderten Königsblauen einen sang- und klanglosen Auftritt ablieferten. Vier Tage nach dem 0:3 in der Liga gegen die Kraichgauer wirkten die Schalke-Profis im Pokal über weite Strecken mut- und ideenlos.
    Die fünfte Pflichtspielniederlage in Serie für den Tabellenvorletzten und Kramer, der zuletzt von der sportlichen Leitung um Schröder noch eine weitere Frist erhalten hatte, änderte das Denken. Denn zu groß war der Druck im gewohnt aufgeregten Umfeld auf Schalke geworden.
    Die TSG Hoffenheim gewinnt auch das zweite Kräftemessen mit dem FC Schalke binnen weniger Tage deutlich. Für die Knappen endet die Partie im Debakel.19.10.2022 | 5:44 min
    Neben den Niederlagen und dem frühen Abstiegskampf beunruhigte die Verantwortlichen vor allem die fehlende spielerische Perspektive des Aufsteigers.  Seit Wochen war der gebotene Fußball der Königsblauen kaum als bundesligatauglich einzustufen. Viele individuelle Fehler des qualitativ überschaubaren Kaders, dazu eine nicht erkennbare Spielidee ließen die Verantwortlichen am Ende von Kramer abrücken. Den Rückhalt bei Teilen der Fans hatte der 50-Jährige spätestens seit dem schlimmen 0:4 bei Bayer Leverkusen am 8. Oktober verloren. 

    Reis als Nachfolger gehandelt

    Wer am Sonntag im Spiel bei Hertha BSC auf der Bank sitzt, ist offen. Das Training am Mittwoch wird von den Assistenztrainern geleitet. Eine Möglichkeit wäre, Co-Trainer und Vereins-Ikone Mike Büskens erneut zum Interimscoach zu befördern. Dies soll offenbar derzeit aber keine Option sein.
    Heißester Nachfolgekandidat ist Thomas Reis. Der frühere Trainer des ungeliebten Nachbarn VfL Bochum war im Sommer schon Kandidat auf Schalke. Nach seinem Aus in Bochum wäre Reis nun verfügbar.
    Quelle: dpa

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