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Bundesliga | Hertha BSC - Bayern - Routine soll Hertha im Abstiegskampf retten

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Im Abstiegskampf setzt Berlin vor dem Spiel gegen die Bayern auf die Alten. Und spricht aber auch wieder schon von der europäischen Fußballbühne.

Hertha BSC Berlin
Absteigskampf steht bei der Hertha auf dem Programmplan - doch gleichzeitig träumt der Hauptstadtklub von einer glorreichen Zukunft.

Zurück in die Zukunft - das ist die Losung bei Hertha BSC im Winter 2020. Untermauert hat sie der Klub mit einer Fotomontage vom neuen Trainergespann Pal Dardai und Andreas "Zecke" Neuendorf auf das Plakat des gleichnamigen Filmklassikers. Die beiden Protagonisten symbolisieren eine erfolgreiche Herthaner Vergangenheit, sie sind erfahren und kennen den Verein bestens.

Diese Komponenten benötigt auch die Mannschaft im Abstiegskampf. Während Hertha in den vergangenen Transferperioden talentierte Spieler aus ganz Europa kaufte, wurden etablierte Akteure wie Vedad Ibisevic, Thomas Kraft oder Per Skjelbred abgegeben. Alle drei gehörten zwar nicht mehr zu den unumstrittenen Leistungsträgern, sorgten aber für die Ordnung und Balance in der Mannschaft.

Dem Team fehlten Führungsspieler

Im vergangenen Frühjahr sollen Kraft und Co. beispielsweise während der Halbzeitpause in Düsseldorf das Wort ergriffen und die Mannschaft so zum Comeback in der zweiten Halbzeit geführt haben. Die aktuelle Mannschaft ließ diese Resilienz vermissen. Der neue Trainer Pal Dardai bemängelte gleich nach seiner Amtsübernahme die fehlende Erfahrung - eine unterschwellige Kritik am entlassenen Manager Michael Preetz.

Mit rund 374 Millionen Euro ist Lars Windhorst bei Hertha BSC engagiert. Ein Verein im Spannungsverhältnis zwischen Kommerz, Fans, Tradition und Individualinteressen.

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Sowohl Trainer als auch Klub reagierten auf die Unwucht im Team: Vor dem Spiel in Frankfurt wechselte Dardai den Torwart. Der 36 Jahre alte Rune Jarstein rückte von der Bank wieder zwischen die Pfosten. Nach der 1:3-Niederlage in Hessen holte Hertha dann mit Sami Khedira einen potenziellen Führungsspieler.

Dardai setzt auf den enttäuschenden Piatek

Der Transfer des Weltmeisters dürfte ganz nach dem Geschmack des Investors Lars Windhorst sein, der Hertha als "Big City Club" mehr Glanz verleihen will. Besonders stolz ist Windhorst noch immer auf die Wintertransferperiode 2020, in der Hertha von allen Klubs weltweit am meisten Geld investierte. Das lag zum einen an der neuen Kaufkraft der "alten Dame", zum anderen auch daran, dass die meisten anderen Vereine vor Transfers im schwierigen Wintertransferfenster zurückschrecken.

Herthas Einkäufe konnten bis heute dann nicht überzeugen. Stürmer Krzysztof Piatek und Mittelfeldspieler Lucas Tousart - für zusammen 49 Millionen Euro geholt - wurden den Erwartungen bisher nicht gerecht. Dardai protegiert nun Piatek und wurde mit einem Treffer des Polen gegen Frankfurt belohnt.

Kann der "Big City Club" Abstiegskampf?

Matheus Cunha, ein weiterer Zugang des letzten Winters, scheiterte zuletzt an Emotionen und Egoismen. Mit dem Ex-Trainer Bruno Labbadia hatte sich Cunha nach der schwachen Leistung in Freiburg entzweit. Genau in diesen Spielen wurde deutlich, dass der teuren Mannschaft die Mentalität für den Abstiegskampf abging.

So klafft bei Hertha ein großer Unterschied zwischen Ausgaben und Erträgen - aber auch zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Hertha steht vor dem Spiel gegen die Bayern nur aufgrund der besseren Tordifferenz nicht auf einem Abstiegsrang. Dennoch hat Geschäftsführer Carsten Schmidt nun die Richtung des Investors übernommen. Das langfristige Ziel bleibe der Europapokal und Hertha sei ein "Attacken-Klub", äußerte Schmidt. Genau diese offensive Sprachregelung hatte der geschasste Manager Preetz vermieden.

Kommentar: Thomas Skulski zu Hertha BSC Trenneung Trainer Labbadia & Manager Preetz

Kommentar zur Bundesliga -
Rauswürfe bei Hertha: Logisch und überfällig
 

Hertha BSC hat sich von Trainer Bruno Labbadia und Manager Michael Preetz getrennt. Für ZDF-Reporter Thomas Skulski ein logischer und überfälliger Schritt.

von Thomas Skulski

Die Vermutung liegt nahe, dass Hertha für diese großen Ziele eine weitere Personalkorrektur vornehmen würde - zulasten der Arrivierten. Laut eines Berichts des "kicker" verlängert sich Dardais Vertrag nur, wenn er bis zum Saisonende einen Punkteschnitt von 1,5 pro Spiel aufweisen kann. Ein ambitioniertes Unterfangen - in seiner ersten Amtszeit kam der Ungar auf 1,38 Punkte. Für die neue Führung wäre diese Ausbeute definitiv zu wenig.

Punkteschnitt pro Spiel der letzten fünf Hertha-Trainer

Pal Dardai (erste Amtszeit) 1,38
Ante Covic 1,21
Jürgen Klinsmann 1,20
Alexander Nouri 1,25
Bruno Labbadia 1,07

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