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Wegen irritierender WhatsApp : Lehmann fliegt bei Hertha raus

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Hertha-Investor Lars Windhorst hat den Beratervertrag mit Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann beendet. Damit endet auch Lehmanns Mandat im Hertha-Aufsichtsrat.

Grund für die Trennung sei eine irritierenden WhatsApp-Nachricht von Jens Lehmann gewesen.

"Jens Lehmann ist nicht mehr Berater“, sagte Windhorst-Sprecher Andreas Fritzenkötter. Damit ende auch Lehmanns Mandat im Hertha-Aufsichtsrat. Die Tennor-Gruppe von Windhorst hatte Lehmann vor einem Jahr als Nachfolger von Jürgen Klinsmann in den Aufsichtsrat der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA gebracht.

Lehmann entschuldigt sich

Lehmann hatte sich zuvor für eine WhatsApp-Nachricht beim ehemaligen Profi Dennis Aogo entschuldigt. Das änderte an der Entscheidung des Hertha-Investors aber nichts.

"In einer privaten Nachricht von meinem Handy an Dennis Aogo ist ein Eindruck entstanden für den ich mich im Gespräch mit Dennis entschuldigt habe", schrieb Lehmann bei Twitter.

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Turbulenzen in Sozialen Medien

Zuvor hatte Aogo einen Screenshot eines WhatsApp-Verlaufs bei Instagram Story gepostet. Er hatte alle Nachrichten, die dem Screenshot zufolge vom Handy von Jens Lehmann stammten, bis auf eine geschwärzt. Rot umrandet hatte der 34 Jahre alte Aogo die Frage: "Ist Dennis eigentlich euer quotenschwarzer?" Versehen war der Satz mit einem Lach-Smiley vor dem Fragezeichen.

Aogo, der als Experte für den Sender Sky arbeitet, schrieb dazu: "WOW dein Ernst? @jenslehmannofficial Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht!!!"

Screenshot WhatsApp von Jens Lehmann
Besagte Whatsapp-Nachricht

Aogo nimmt Lehmanns Entschuldigung an

Aogo hat mittlerweile eine Entschuldigung von Jens Lehmann angenommen und ruft alle Seiten zur Mäßigung auf. "Ich habe mit ihm zweimal telefoniert. Ich habe ihm abgenommen, dass es ihm leid tut. Ich fand nicht gut, was er geschrieben hat, auch die Formulierung nicht, und finde das ein Stück weit respektlos", sagte er in einer Instagram-Story.

Allerdings wolle er auch betonen:

Jeder Mensch macht Fehler, jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient.
Dennis Aogo

"Ich finde es auch nicht richtig, wie sich alle jetzt auf ihn stürzen. Für mich ist das Thema erledigt." Aogo kündigte ein baldiges Treffen mit Lehmann an, um das Thema "aus dem Weg zu räumen".

Auch Aogo mit verbalem Fehltritt

Einen Tag nach dem Wirbel die rassistische Nachricht hat dann auch Aogo wegen eines eigenen verbalen Fehltritts Konsequenzen gezogen. Der Ex-Profi wird vorerst nicht mehr als Experte bei Sky auftreten. "Dennis Aogo hat sich entschieden, seine Expertentätigkeit bei Sky vorerst ruhen zu lassen. Dies halten wir für richtig", hieß es in einer Mitteilung des TV-Senders.

Der 34-jährige hatte schon zuvor bedauert, dass er am Dienstagabend als Sky-Experte im Rahmen der Übertragung vom Champions-League-Halbfinalspiel Manchester City gegen Paris Saint-Germain den Ausdruck "Trainieren bis zum Vergasen" gebraucht hatte.

Trainer Dardai begrüßt schnelles Handeln

Hertha-Präsident Werner Gegenbauer begrüßte das Ende der Amtszeit von Jens Lehmann im Aufsichtsrat des Berliner Bundesliga-Klubs: "Solche Einlassungen entsprechen in keiner Weise den Werten, für die Hertha BSC steht und sich aktiv einsetzt."

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Auch Trainer Pal Dardai hat das schnelle Handeln der Verantwortlichen bei Hertha BSC nach dem Eklat um Jens Lehmann als "sehr gut" bezeichnet. "Die neue Führung von Hertha ist sehr konsequent, und das ist sehr positiv", sagte der Ungar am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zum Nachholspiel in der Bundesliga an diesem Donnerstag (18.30 Uhr) im Berliner Olympiastadion gegen den SC Freiburg.

Dardai wollte gar nicht "so viel darüber reden. Wir müssen uns konzentrieren aufs Fußballspielen", betonte er. Es sei jetzt nicht der Moment für eine derartige Ablenkung, sagte Dardai, der mit seinem Team gegen den Abstieg kämpft. Er habe aber auch nicht gespürt, dass Lehmann eng bei der Mannschaft gewesen sei, sagte Dardai.

Lehmanns Eskapaden

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