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Fußball | Bundesliga - Bald wieder Fans im Stadion?

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Die Bundesliga-Vereine hoffen, dass nach der Sommerpause wieder Fans ins Stadion dürfen. In Dortmund wird dafür am Samstag eine neue Technik getestet.

Bundesliga-Geisterspiel in Dortmund.
Bundesliga-Geisterspiel in Dortmund.
Quelle: epa

G2K Group GmbH ist der Name eines Hoffnungsträgers, der zwar im Fußball noch gänzlich unbekannt ist, dem aber eine Schlüsselrolle für die nahe Zukunft des Spiels zukommen könnte. Borussia Dortmund hat nämlich den in Berlin ansässigen Software-Anbieter ausgeguckt, um am Samstag im letzten Saisonspiel gegen 1899 Hoffenheim ein Pilotprojekt zu starten.

Test im Dortmunder Stadion

Die Firma stellt eine Technologie zur Verfügung, die eine kontaktlose Fiebererkennung an den Stadioneingängen ermöglicht. Außerdem kann das System über eine spezielle Videoüberwachung erkennen, wenn sich Zuschauer auf den Tribünen zu nahe kommen. Dann wird ein Alarm ausgelöst.

"Da am Samstag noch keine Zuschauer zugelassen sind, sondern nur etwa 300 Personen im Stadion sein werden, testen wir unser System im Grunde unter Laborbedingungen", erklärt David Haniel, Sprecher der G2K Group GmbH, gegenüber ZDFsport und führt aus:

Die Fiebermessung und Maskenerkennung an den Stadioneingängen ist unkompliziert, das läuft nicht viel anders ab als die elektronische Ticketkontrolle.
David Haniel, G2K Group GmbH

Außerdem hätten etwa 40 Personen am 15. Juni einen Testlauf im Dortmunder Stadion absolviert, "um die Abstandswarnung auf den Rängen zu erproben".

Schritt hin zur Normalität

Nach den Plänen der Deutschen Fußball Liga sollen aber zur nächsten Saison eben nicht nur ein paar Menschen im Stadion sein, sondern wieder mehrere Tausend Fans. "Unsere Berechnungen gehen von einer Auslastung von 25 bis 30 Prozent aus, wenn die Zuschauer über das gesamte Stadion verteilt werden, ohne dass sich die Menschen dann anstecken", meint David Heinel und erklärt:

In Dortmund wären das zum Beispiel über 20.000 Fans.

Es wäre ein wichtiger Schritt halbwegs zur Normalität im Profifußball. Ob sich das für die Vereine lohnt und was dann ein Ticket kosten soll, steht auf einem anderen Blatt. "Wir stellen dazu derzeit keine konkreten wirtschaftlichen Kalkulationen an", teilt BVB-Mediendirektor Sascha Fligge mit. "Im Gegenteil, es geht darum, Erfahrungen zu sammeln für verschiedene mögliche Szenarien, die im kommenden Spieljahr auf uns zukommen könnten."

Jubeln mit Abstand?

Zudem stellt sich die Frage, ob sich die Fans wirklich an Abstandsregeln halten, wenn ihr Verein ein Tor schießt oder ein Spiel gewinnt. "Wir haben in unserem System berücksichtigt, dass Fußball eine emotionale Angelegenheit ist und sich die Zuschauer auch mal näher kommen werden", erklärt David Heinel. Es sei schließlich keinem damit gedient, wenn es im Spiel dauernd Unterbrechungen gebe, weil auf der Tribüne ein Alarm angehe.

Im September soll der Ball in den deutschen Stadien wieder rollen, dann möglichst wieder vor Zuschauern mit all ihrer Leidenschaft. Wie das mit dem Infektionsschutz einhergeht, muss bis dahin noch erprobt werden.

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