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Bundesliga | Topspiel - Bayern macht Riesenschritt Richtung Titel

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Dank gnadenloser Effizienz und etwas Glück gewinnt Bayern München das Topspiel in Leipzig mit 1:0. Das Rennen um die Meisterschaft könnte damit schon entschieden sein.

die Bayern Spieler gratulieren sich
Auf dem Weg zur neunten Meisterschaft in Serie: Der FC Bayern bejubelt ein 1:0 im Topspiel in Leipzig.
Quelle: Imago

Der FC Bayern hat das Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga bei Verfolger RB Leipzig für sich entschieden und auf dem Weg zur neunten Meisterschaft in Serie einen gewaltigen Schritt gemacht. Dank eines Treffers von Nationalspieler Leon Goretzka (38.) gewannen die Münchner mit 1:0 (1:0) und haben sieben Spieltage vor Saisonende sieben Zähler Vorsprung auf die Sachsen.

Goretzka nutzte die erste nennenswerte Torchance der ohne den verletzten Robert Lewandowski spielenden Bayern zum Siegtreffer. Rasenballsport wurde im zweiten Durchgang gefährlicher, konnte mehrere gute Möglichkeiten zum Ausgleich aber nicht verwerten. Am Ende stand für Leipzig die fünfte Niederlage im zehnten Duell gegen den Branchenprimus zu Buche.

Jetzt wollen wir uns das nicht mehr nehmen lassen.
Bayern-Torwart Manuel Neuer

Nagelsmann: "Leider jedes Mal vorbei geschossen"

"Wir haben trotzdem ein sehr gutes Spiel gemacht und die Bayern in der zweiten Halbzeit gut hinten reingedrückt", sagte Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann. "Wir haben nur leider jedes Mal vorbei geschossen." Der RB-Vorstandvorsitzende Oliver Mintzlaff ergänzte: "Wir haben in der zweiten Halbzeit viel Alarm gemacht, alles versucht, deshalb ist es umso enttäuschender. Für mich hätte es sich eher nach einem Unentschieden angefühlt."

Leon Goretzka im Interview mit Boris Büchler über das 1:0 der Bayern im Topspiel in Leipzig, den Ausfall von Robert Lewandowski und seinen 2022 auslaufenden Vertrag in München.

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"Es ist ein Spitzenspiel gewesen und Leipzig hat gezeigt, dass sie zurecht da vorne stehen", lobte Bayern-Coach Hansi Flick den Gegner. "In der zweiten Halbzeit hat uns Leipzig einige Probleme bereitet, aber die Moral meiner Mannschaft war überragend. Wir wollten mit dem Sieg ein Zeichen setzen."

Loch im Netz verzögert Anpfiff

Das mit Spannung erwartetet Gipfeltreffen begann mit etwas Verspätung, weil im Tor von Bayern-Keeper Manuel Neuer das Netz gerissen war. Der Nationaltorwart zeigte dabei ungeahnte Heimwerker-Qualitäten und flickte das Netz mit seinem Handtuch. Schiedsrichter Daniel Siebert überzeugte das aber nicht. Erst als ein Stadionmitarbeiter das Problem etwas rustikaler mit zwei Kabelbindern behob, wurde mit fast vierminütiger Verspätung angepfiffen.

Münchens Torwart Manuel Neuer und Schiedsrichter Daniel Siebert (r.) versuchen vor dem Spiel ein Loch im Tornetz mit einem Handtuch zu reparieren
Münchens Torwart Manuel Neuer und Schiedsrichter Daniel Siebert versuchen vor dem Spiel ein Loch im Tornetz mit einem Handtuch zu reparieren.
Quelle: Reuters

Das kaputte Netz sollte für lange Zeit das Highlight bleiben. Beide Mannschaften neutralisierten sich gegenseitig, Torabschlüsse blieben aus. Erst in der 23. Minute tastete sich Eric Maxim Choupo-Moting, der für Lewandowski in die Startelf gerückt war, mit einem Schuss aus der Drehung an das Leipziger Tor heran.

Kimmich und Müller legen auf - Goretzka trifft

Schließlich hatte Joshua Kimmich einen Geistesblitz. Der Mittelfeldchef der Bayern schickte Müller mit einem klugen Vertikalball in den Strafraum, der ließ Tyler Adams mit einem Haken aussteigen und sah im Rückraum Goretzka. Für den Nationalspieler war es der dritte Treffer in den vergangenen vier Spielen. Für die Bayern das 62. Pflichtspiel nacheinander mit einem Tor. Der Treffer zeigte auch im Spiel sofort Wirkung. Leroy Sané zog wenig später von der Strafraumgrenze ab (42.), Leipzig-Keeper Peter Gulacsi hielt die Gastgeber mit einer Parade im Spiel.

Für Rudi Völler wären Startplätze in der Champions League ohne sportliche Qualifikation über die Liga "das Schlimmste, was dem Fußball passieren kann".

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24 min
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Die Taktik von RB-Coach Nagelsmann, ohne echten Stürmer in das Gipfeltreffen zu gehen, ging im ersten Durchgang nicht auf. Der Trainer reagierte in der Halbzeit und brachte mit Außenstürmer Justin Kluivert mehr Tempo. Nach der Umstellung wurden die Gastgeber direkt gefährlicher. Nach einer Flanke von Kluivert kam Kapitän Marcel Sabitzer zu einem Abschluss per Seitfallzieher (50.) - es war die bislang gefährlichste Aktion der Leipziger.

Leipzig am Drücker, aber ohne Abschluss-Glück

Zwei Minuten später passte wieder Kluivert quer, Dani Olmo stand völlig frei am Elfmeterpunkt - und verzog seinen Schuss. Leipzig war nun am Drücker, presste aggressiver, aber die von Ausfällen geplagte Abwehr der Bayern um David Alaba hielt stand. Auch Sabitzers Schuss aus gut 20 Metern war kein großes Problem für Neuer (59.).

Für Alaba war es ohnehin eine besondere Partie. Der Österreicher, der die Bayern im Sommer verlassen wird, bestritt sein 274. Bundesligaspiel für den Rekordmeister und überholte damit Franck Ribery als ausländischer Profi mit den meisten FCB-Einsätzen.

Offizieller Ball der Fußball Bunesliga 2021/2022.

Bundesliga in Zahlen - Spielplan 2021/22 

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