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Werder gewinnt Krisengipfel auf Schalke

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Bundesliga | 2. Spieltag - Werder gewinnt Krisengipfel auf Schalke

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Werder Bremen hat den Krisengipfel des zweiten Spieltags für sich entschieden. Die Bremer gewannen beim FC Schalke 04 verdient mit 3:1 (2:0).

Bundesliga: Schalke 04 gegen Werder Bremen
Erwischte keinen schlechten Abend: Niclas Füllkrug
Quelle: ap

Mann des Abends war Niclas Füllkrug, der mit drei Toren den Erfolg sicherte (22./37./59.). Seinen dritten Treffer erzielte der 27-Jährige per Elfmeter. Mark Uth verkürzte in der Nachspielzeit für Schalke auf 1:3.

Schalke 04 hat mit der demütigenden Niederlage einen traurigen Rekord errungen. Noch nie stand eine Mannschaft nach zwei Spieltagen schlechter da als die Königsblauen. Kein Sieg, kein Punkt - und wahrscheinlich auch keine Zukunft für Trainer David Wagner.

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Schalke mit erschreckend wenig Gegenwehr

Nach dem 0:8 zum Auftakt beim FC Bayern München zeigten die Schalker im eigenen Stadion wie schon in der Vorwoche auch gegen Bremen erschreckend wenig Gegenwehr. Seit 18 Spielen und acht Monaten wartet der Tabellenletzte nun schon auf einen Sieg.

Bremen, das auf dem Weg zum Last-Minute-Klassenerhalt in der Vorsaison im Mai schon mit 1:0 auf Schalke gewann, und Trainer Florian Kohfeldt dürfen nach dem 1:4-Fehlstart gegen Hertha BSC dagegen aufatmen. "Es war ein verdienter Sieg. Jeder hat gesehen, wie wir Bundesligaspiele gewinnen können. Und daran müssen wir jetzt anknüpfen", sagte ein erleichterter Florian Kohfeldt.

Keine Zuschauer in Gelsenkirchen

Das Spiel musste wegen der Corona-Zahlen kurzfristig ohne Zuschauer ausgetragen werden, Schalke hatte mit etwa 11.000 Besuchern geplant. Im Endeffekt blieb den Königsblauen zumindest der Frust und die Wut der Anhänger erspart. Für Diskussionen sorgte Schalkes Abwehrspieler Ozan Kabak, der - von den Fernseh-Kameras eingefangen - in Richtung des am Boden liegenden Ludwig Augustinsson spuckte.

David Wagner, Trainer des FC Schalke 04, nach dem Spiel gegen Werder Bremen im sportstudio-Interview.

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3 min
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"Das ist nicht schön, das hat nichts mit Fußball zu tun. Das ist nicht Fairplay", sagte Augustinsson. Die Situation in der 27. Minute habe er gar nicht bemerkt, sagte der 26 Jahre alte Schwede beim Betrachten der Fernsehbilder. In der 84. Minute sah Kabak wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot und sorgte damit für die negative Schlusspointe unter einen Abend zum Vergessen.

"Es war keine Absicht, die Sicht von außen täuscht. Ich habe so etwas noch nie gemacht und werde es auch niemals tun, da es einfach unsportlich ist. In jedem Fall, Entschuldigung an Ludwig."
Ozan Kabak

Verunsicherung und Nervosität auf beiden Seiten

Wagner konnte erstmals seit mehr als sieben Monaten wieder auf Kapitän Omar Mascarell zurückgreifen. Zudem brachte er Benito Raman und Nassim Boujellab. Kohfeldt ersetzte gleich vier Spieler. Die Verunsicherung und Nervosität war auf beiden Seiten von Beginn an greifbar. Bezeichnend, dass das 0:1 durch eine aus Schalker Sicht völlig unnötige Standard-Situation fiel: Keeper Ralf Fährmann ging mit der Hand an einen Schuss von Augustinsson, der weit vorbeigegangen wäre.

Die Ecke brachte Augustinsson rein, Sargent verlängerte per Kopf und Füllkrug schob völlig ungedeckt ein. Der auf der Linie stehende Mark Uth hob den Arm, obwohl für jeden erkennbar er das Abseits aufgelöst hatte.

Ibisevic gibt Debüt für Schalke

Die Schalker agierten nun noch verunsicherter, Werder wurde stabiler. Auffällig war vor allem Linksverteidiger Augustinsson. Wie schon die Bayern in der Vorwoche nutzte Schalkes Gegner die Unsicherheit des zum Rechtsverteidiger umgeschulten Nationalspielers Sebastian Rudy. Doch auch die Innenverteidiger Stambouli und Kabak waren nicht auf der Höhe. Bremens zweites Tor fiel leichter als im Training: Ein einfacher Freistoß - und Füllkrug durfte einköpfen.

Zur Pause wechselte Wagner doppelt, unter anderem kam Routinier Vedad Ibisevic (36) zu seinem Debüt im Schalke-Trikot. Schalke schien nun mental zurück im Spiel, kam zu Chancen, vergab sie aber kläglich. Ibisevic köpfte fast so freistehend wie zuvor Füllkrug vorbei (53.), Nassim Boujellab schoss in bester Position daneben (55.). Kabaks völlig unnötiges Foul gegen Füllkrug, der den Elfmeter selbst verwandelte, machte die leise Hoffnung kaputt.

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