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Winter-Wechsel in der Bundesliga : Das große Zaudern auf dem Transfermarkt

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Die Aktivitäten der Bundesligisten auf dem Transfermarkt sind bislang überschaubar. Das liegt an der Corona-Pandemie, aber auch am schwieriger werdenden Geschäft mit Toptalenten.

Ricardo Pepi im Heimspiel des FC Augsburg gegen Eintracht Frankfurt
Ricardo Pepi vom FC Augsburg ist bislang der teuerste Transfer der aktuellen Wechselperiode.
Quelle: AP

Für viele Bundesligisten kommt die ungewöhnliche Unterbrechung am letzten Januar-Wochenende wie gerufen. Es können Trainingsinhalte gepaukt, Testspiele bestritten werden. Zugleich fällt das Ende der Winter-Transferperiode am 31. Januar in diese Phase.

FC Augsburg tätigt den Rekordtransfer

Markus Weinzierl als Trainer vom FC Augsburg schließt allerdings aus, dass sein Klub noch aktiv wird. "Ich gehe davon aus, dass nichts mehr passiert und wir die Qualität haben, in der Liga zu bleiben", sagte der 47-Jährige. Schließlich hat der FCA nicht nur einen Rekordtransfer ihrer Vereinsgeschichte getätigt, sondern auch den bislang mit Abstand teuersten Spieler des Winters verpflichtet.

Für den US-Amerikaner Ricardo Pepi flossen 16 Millionen Euro Basisablöse an den FC Dallas, mit dem übrigens auch der FC Bayern kooperiert. Viel Geld für einen 18 Jahre alten Hoffnungsträger, der bislang nur in der Major League Soccer spielte.

Ricardo Pepi ist bislang nur Teilzeitkraft

"Ich habe noch harte Arbeit vor mir", sagte Pepi, der bei seinen drei Teilzeiteinsätzen der Rückrunde noch nicht überzeugen konnte. Der Texaner hat mehr als die Hälfte der Gesamtsumme verschlungen, die alle 18 Bundesligisten bis zum Donnerstag (27.01.2022) für Wintertransfers ausgegeben haben: nämlich laut dem Portal transfermarkt.de knapp 29 Millionen Euro für bislang 24 Zugänge.

Die Topvereine haben noch gar keine Transfers getätigt. Die Zurückhaltung hängt mit der Corona-Pandemie zusammen: Die Zuschauerbeschränkungen reißen das nächste Loch in die Kasse der meisten Bundesligisten. Augsburg hingegen hatte zum einen gut gewirtschaftet, sich zum anderen mit dem US-Investor David Blitzer einen Finanzier beschafft, der am Pepi-Deal allerdings nicht beteiligt sein soll.

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Das Geschäftsmodell mit Toptalenten wackelt

Früher haben Klubs wie Borussia Dortmund im Sommer wie Winter teils enorme Summen in die Verpflichtung junger Talente gesteckt. Für Jude Bellingham gab der BVB beispielsweise 23 Millionen Euro aus, da war der Mittelfeldspieler gerade 17 geworden. Doch genau wie bei Ousmane Dembélé, Jadon Sancho oder Erling Haaland lohnte sich die Investition in jeder Hinsicht.

Inzwischen aber ist das Geschäft mit Toptalenten deutlich schwieriger geworden, erzählen Brancheninsider. Vereine wie Berater wissen um die Wertsteigerung, die mit den Stars von morgen zu erzielen ist. Entsprechend werden immer häufiger nicht marktübliche Transfer- und Gehaltsforderungen aufgerufen.

Leipzig und Moriba - 16 Millionen und nichts als Ärger

Stattliche 16 Millionen Euro zahlte etwas RB Leipzig vergangenen Sommer an den FC Barcelona, um den 18-jährigen Ilaix Moriba zu verpflichten - und hatte eigentlich nichts als Ärger.

Nachdem der beim Afrika-Cup eingesetzte Nationalspieler von Guinea über Kurzeinsätze in der Hinrunde nicht hinaus kam (und sich danach böse beschwerte), steht er nun vor einer Ausleihe zum FC Valencia. Wird Moriba ein teures Missverständnis wie einst der aus Ausnahmetalent gepriesene Renato Sanches beim FC Bayern?

Fabio Blanco bei Eintracht Frankfurt schon wieder weg

Auch bei Eintracht Frankfurt war die Geduld mit Fabio Blanco nach nur einem halben Jahr erschöpft, der noch vor seinem 18. Geburtstag für weniger als eine Million Euro an den FC Barcelona zur zweiten Mannschaft abgeschoben wurde. Für den aus Valencia losgeeisten Spielger war der Sprung zu groß, sagte Manager Markus Krösche und erklärte die enttäuschten Hoffnungen mit der "hohen Intensität" der Bundesliga.

Die Hessen gehen nun wieder einen anderen Weg: Jetzt im Winter wird Ansgar Knauff, 20, von Borussia Dortmund ausgeliehen, zur neuen Saison sollen dann vom FC Nantes Mittelstürmer Randal Kolo Muani, 23, vom Hamburger SV Flügelflitzer Faride Alidou, 20, und von HNK Rijeka der Verteidiger Hrvoje Smolcic, 21 kommen. Alle haben bereits eine gewisse Erfahrung im Erwachsenenbereich gesammelt - das mindert das Risiko.

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