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Fußball-Bundesliga - Bundesliga-Neustart: Nachteil Werder

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Sportlich wird es für den Tabellenvorletzten Werder Bremen ohnehin schwer, den Abstieg zu vermeiden. Nun sieht sich der Traditionsklub zusätzlich am grünen Tisch benachteiligt.

Archiv: Frank Baumann am 16.03.2020 in Frankfurt
Werder-Geschäftsführer Frank Baumann
Quelle: dpa

"Werders Seuche" titelte der "kicker" Mitte Januar, als Covid-19 hierzulande noch für ein chinesisches Problem gehalten wurde. Gemeint war die Verletzungsserie, die den mit großen Ambitionen gestarteten Klub auf den vorletzten Tabellenplatz gebracht hatte.

Größere Trainingsbeschränkungen in Bremen

Nun, da das Lazarett sich gelichtet hat, geht die Pechsträhne auf anderem Terrain weiter. Durch den vom DFL-Präsidium beschlossenen Termin für den Neustart der Liga am 16. Mai sieht sich Werder benachteiligt. Bei der Videokonferenz der 36 Profiklubs am Donnerstag hatte Geschäftsführer Frank Baumann vergeblich für einen Start am 23. Mai geworben. Der nun verabschiedete Spielplan sieht einen Einstieg von Werder mit einem Montagsspiel am 18. Mai gegen Bayer Leverkusen vor.

"Es ging uns nicht um drei, vier Tage, sondern um den Wettbewerbsnachteil innerhalb der letzten Wochen", sagte Baumann am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz. "Es ist ein Unterschied, ob an manchen Standorten in Vierergruppen oder mit zehn, elf Personen samt Zweikämpfen trainiert wird."

Am 16. Mai soll der Ball in der Bundesliga wieder rollen:

Nach rund neunwöchiger Pause kehrt die Fußball-Bundesliga am 16.Mai aus der Corona-Pause zurück. Auch in anderen Ländern weckt dies Hoffnung auf einen baldigen Neustart.

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Ein Spiel mehr als die Konkurrenz

Zwar konnte Werder am Mittwoch das komplette Mannschaftstraining aufnehmen, zuvor durfte das Team aufgrund der Vorgaben der Bremer Innenbehörde anders als die meisten anderen Klubs lediglich in Vierergruppen trainieren.

Zusätzlich argumentierte Baumann damit, dass "ein Einstieg nach acht Wochen ohne reguläres Training innerhalb von acht Tagen" mit Blick auf die Verletzungsprävention mit Risiken verbunden sei. Dennoch trage man die Entscheidung des DFL-Präsidiums voll mit. Benachteiligt sah sich Werder von der DFL auch schon Ende Februar, als das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt kurzfristig abgesagt wurde, weil die Frankfurter zwei Tage  zuvor in der Europa League antreten mussten.

Erstmals Schulden für den Spielbetrieb

Abgesehen vom frühen Termin sind auch die Werder-Funktionäre froh darüber, dass die ausstehenden TV-Gelder nun gesichert sind. In bemerkenswerter Offenheit hatte Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung, zuvor die Kasse offengelegt.

DFL-Chef Seifert im Interview:

Für den schlimmsten Fall rechnete Filbry ein Minus von 45 Millionen Euro vor. Dieses Szenario ist nun zwar abgewendet, die Werder Bremen GmbH und Co. KG wird durch den Ausfall von Sponsoren- und Zuschauereinnahmen dennoch erstmals gezwungen sein, für den Spielbetrieb einen Kredit aufzunehmen.

Innensenator ist gelassen

Keine Nachteile muss Werder vorerst durch die Bremer Politik befürchten. Innensenator Ulrich Mäurer hatte schon vor dem Abbruch der Saison das geplante Geisterspiel gegen Bayer Leverkusen aufgrund von zu erwartenden  Menschenansammlungen abgesagt. Er steht der Wiederaufnahme des Betriebes zwar kritisch gegenüber, will sich das aber "mit aller Gelassenheit" anschauen. "Und wenn das hier vernünftig läuft, dann habe ich auch keinen Grund, da einzuschreiten."

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