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Leopoldina: Noch Monate ohne Stadionbesuch

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Fußball und Corona - Leopoldina: Noch Monate ohne Stadionbesuch

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Wann können Zuschauer nach der Corona-Krise wieder ins Fußball-Stadion? Für Leopoldina-Präsident Haug sind Spiele mit Fans noch lange nicht in Sicht.

Keine Zuschauer beim Derby Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln
An Spiele ohne Zuschauer werden sich Fußballfans wohl gewöhnen müssen.
Quelle: AP

Der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina erwartet Fußballspiele mit Zuschauern im Stadion im schlimmsten Fall erst im Jahr 2021. Die Corona-Pandemie werde erst enden, wenn ein Impfstoff gefunden sei, erklärte Gerald Haug in den "Tagesthemen" der ARD. Zur Frage, wie lange man sich wohl auf Fußballstadien ohne Zuschauern einzustellen habe, sagte der Wissenschaftler:

Es wird sicherlich viele Monate dauern, es können bis zu eineinhalb Jahre sein.
Leopoldina-Präsident Gerald Haug
Gerald Haug, Präsident der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Leopoldina-Präsident Gerald Haug
Quelle: dpa

Haug betonte, dass die Stellungnahme der Wissenschaftler nur eine Empfehlung sei. "Der Fahrplan muss ganz klar von der Politik kommen", sagte der Klimaforscher. Es gebe auch "optimistischere Prognosen", wann ein Impfstoff bereitstehen könnte.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte am Montag eine Stellungnahme veröffentlicht, die sich mit Schritten zur Lockerung der Beschränkungen beschäftigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Studie als "sehr wichtig" für das weitere Vorgehen bezeichnet.

Ministerpräsidenten und DFL: Wichtige Treffen stehen an

Am Mittwoch wollen die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder über die weiteren Maßnahmen beraten. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte ursprünglich für den Freitag eine außerordentliche Mitgliederversammlung angesetzt, diese dann aber auf den 23. April verschoben.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, Schulen sobald wie möglich zu öffnen. Prof. Lars Feld, Mitglied der Arbeitsgruppe, nennt kein Datum. "Die Politik übernimmt das Risiko, die Politik ist diejenige, die entscheidet", sagt Feld.

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6 min
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Um zumindest große Teil der noch ausstehenden TV-Gelder und Sponsoren-Einkünfte in Höhe von rund 750 Millionen Euro zu retten, hofft die DFL auf Geisterspiele ab Mai. Dafür braucht es nun aber unbedingt ein positives Signal aus der Politik.

Ohne Test-Kapazitäten auch keine Geisterspiele

Mitentscheidend werden wohl die Kapazitäten für die notwendigen Corona-Testverfahren sein, ohne die selbst Partien ohne Zuschauer nicht machbar sind. Zudem würden Geisterspiele monatelange Einschränkungen für die Profis erfordern.

Den Eindruck einer Sonderbehandlung wollen Fußball-Vertreter gleichwohl unbedingt vermeiden. Das Szenario sei "natürlich nur in völliger Übereinstimmung mit den Vorgaben der Gesundheitsbehörden vorstellbar", sagte etwa DFB-Präsident Fritz Keller.

"Wenn die Politik vorgibt, dass es nicht geht, darf es keine Diskussionen geben", betonte derweil Sportvorstand Rouven Schröder vom FSV Mainz 05 in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Und auch DFL-Chef Seifert erklärte: "Natürlich darf nicht der Eindruck entstehen, der Fußball ignoriere in seiner Selbstbezogenheit die Realität."

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