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Ein Pariser in München - Kingsley Comans kuriose Krönung

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Der in Paris geborene und bei PSG ausgebildete Kingsley Coman köpft den FC Bayern zum zweiten Triple. Dabei hatte er zuletzt eine Nebenrolle gespielt und sogar an Abschied gedacht.

Kingsley Coman jubelt über seinen Treffer zum 1:0 im Champions-League Finale
Schütze des entscheidenden Tores: Kingsley Coman - in Paris geboren, in München daheim.
Quelle: AP

Als Hansi Flick später Kingsley Coman herzte und zum Tor zum Triple beglückwünschte, waren die beiden Hauptprotagonisten einer unglaublichen Geschichte in Lissabons Estádio da Luz vereint.

Von Flick, 55, seit November Trainer des FC Bayern, hatte zu Saisonbeginn niemand gedacht, dass er die Münchner zum zweiten Dreifach-Triumph der Klubgeschichte nach 2013 anleiten würde. Und von Coman, 24, genannt King, hatte noch kurz vorm Finale der Champions League gegen Paris Saint-Germain kaum jemand erwartet, dass er dem Kitsch die Krone aufsetzen könnte.

Über Juve nach München

Doch der Franzose wurde beim 1:0 des FC Bayern gegen PSG zum Mann des Sonntagabends. Mit seinem Kopfballtor (59.) nach Joshua Kimmichs Flanke.

Gelungen war ihm das gegen jenen Gegner aus seiner Geburtsstadt Paris, bei dem er als Kind und Jugendlicher ausgebildet wurde, ehe er nach seinen ersten Profispielen für PSG über Juventus Turin 2015 nach München kam. Zunächst für zwei Jahre als Leihspieler, bevor ihn der FC Bayern für 21 Millionen Euro fest verpflichtete. Inzwischen hat Coman einen Vertrag bis 2023.

Coman erzielt Bayerns 500. Champions-League-Tor

Ich bin sehr glücklich, ein unglaublicher Abend.
Kingsley Coman

Sein Tor zum Triple sei nichts gegen PSG gewesen, "aber ich bin jetzt 100 Prozent Bayern." Dennoch fühle er mit den Parisern, "weil ich aus der Stadt komme".

Dass er überhaupt die Gelegenheit bekommen hatte, dieses ganz besondere 500. Tor des FC Bayern in der Champions League zu erzielen, lag an Flicks einziger Umstellung. Drei Mal hintereinander hatte Ivan Perisic zuletzt vorne links begonnen.

Flicks Riecher

Doch nun hatte sich der Trainer für Coman entschieden. Wegen dessen Verbindung zu Paris und PSG. "Das ist sein Heimatverein", hatte Flick seine Entscheidung für den französischen Nationalspieler begründet, "wir versprechen uns davon, dass er noch ein bisschen mehr motiviert ist." Später befand er mit einem Lächeln, man könne wenig gegen seinen Entschluss pro Coman sagen. Laut Flick sollte dieser "seinen Speed" einbringen. Nun war es seine bisher weniger bekannte Kopfballstärke.

Eine weitere Pointe erhielt die Geschichte, weil Coman nach Bayerns Königstransfer Leroy Sané, ebenfalls ein Linksaußen, dem Vernehmen nach an einen Abschied gedacht hatte, auch wenn er sich öffentlich anders äußerte. Manchester United galt als interessiert.

Teil der Generation 1995/96

Doch die Münchner werden Coman nun erst recht nicht ziehen lassen. Vielmehr ist er als Teil der neuen Generation der Jahrgänge 1995/96 eingeplant. Von Kimmich, Sané, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Niklas Süle, Benjamin Pavard, Lucas Hernández und später Alexander Nübel versprechen sie sich beim FC Bayern eine Ära. Comans Tor zum Triple war aus Münchner Sicht kein schlechter Anfang.

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