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Fußball | Champions League - Havertz schießt Chelsea zum Titel

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Der FC Chelsea gewinnt im Finale der Champions League mit 1:0 gegen Manchester City. Das Goldene Tor erzielt der deutsche Nationalspieler Kai Havertz.

Spieler des FC Chelsea mit dem Champions-League-Pokal
Gruppenbild mit Henkelpott: Der FC Chelsea präsentiert zum zweiten Mal nach 2012 den Champions-League-Pokal.
Quelle: Reuters

Der FC Chelsea hat zum zweiten Mal die Champions League gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel entschied das Endspiel gegen Manchester City mit 1:0 (1:0) für sich und erklomm wie 2012 Europas Fußball-Thron. Den entscheidenden Treffer in Porto erzielte Nationalspieler Kai Havertz kurz vor dem Halbzeitpfiff (42.).

Duell der Taktikmeister

Neben Havertz und Tuchel dürfen sich auch Timo Werner und Antonio Rüdiger mit dem wichtigsten Titel im europäischen Klub-Fußball schmücken. City-Profi Ilkay Gündogan blieb wie schon 2013 mit Borussia Dortmund nur der zweite Platz. Tuchel hatte im vergangenen Jahr im Endspiel mit Paris Saint-Germain gegen den FC Bayern verloren - und gewann nun das Duell der Taktikmeister gegen City-Trainer Pep Guardiola.

Ich laufe wie durch einen Film.
Thomas Tuchel

"Zweimal nacheinander im Endspiel zu stehen, ist sensationell", schwärmte der Coach vor dem Anpfiff. In der laufenden Saison hatte er seinen Konkurrenten Guardiola als Außenseiter bereits zweimal matt gesetzt. Der Spanier wollte derweil nach zwei Triumphen mit dem FC Barcelona unbedingt den ersten Königsklassen-Coup mit City einfahren und schleuderte Tuchel fast alles an Offensivspielern vor die Füße, was er zu bieten hatte.

Echte Final-Atmosphäre vor 14.000 Fans

14.110 Zuschauer im Drachenstadion von Porto sorgten nach monatelanger Corona-Tristesse von Beginn an für echte Final-Atmosphäre. Schon weit vor dem Spiel hatten sich englische Fans in den Gassen der Hafenstadt auf das Endspiel eingestimmt, Corona-Regel wurden dabei längst nicht immer eingehalten. In der Arena galten strenge Regeln, die Fans wurden so gut es ging mit Abstand auf den Rängen verteilt.

Citys Aufstellung war atemberaubend: Mit Riyad Mahrez und Raheem Sterling in vorderster Front, Eröffner Kevin De Bruyne dahinter, Phil Foden und Bernardo Silva auf den Flügeln und dem zuletzt so torgefährlichen Metronom Gündogan im Zentrum.

Chelseas Kai Havertz feiert das 0:1
Chelseas Matchwinner: Kai Havertz erzielte kurz vor der Pause das 1:0.
Quelle: DPA

City mit Ballbesitz, Chelsea mit Chancen

Tuchel setzte dem englischen Meister ein lauf- und kampfstarkes Mittelfeld entgegen, das seine Stärken im Umschalten hat. Tatsächlich hatte City zunächst mehr, aber häufig fruchtlosen Ballbesitz - gefährlicher wurde Chelsea.

Werner trat nach Vorarbeit des starken Havertz in bester Position über den Ball (10.), drei Minuten später schob der Nationalstürmer Ederson aus sieben Metern den Ball in die Arme. Auf der Gegenseite klärte Rüdiger im Strafraum gerade noch rechtzeitig vor Phil Foden (27.). Dann kam Havertz: Der Nationalspieler wurde perfekt von Mason Mount eingesetzt, legte den Ball mit etwas Glück an Ederson vorbei und schob ins leere Tor ein.

De Bruyne muss verletzt raus, Pulisic verpasst Vorentscheidung

Im zweiten Durchgang musste City auch noch die verletzungsbedingte Auswechslung von De Bruyne verkraften. Der Kapitän ging nach einem Zusammenprall mit Rüdiger unter Tränen vom Feld auf die Bank und verfolgte von dort das verzweifelte Anrennen seiner Teamkollegen.

Bevor Manchester den Gegner in der Schlussphase regelrecht belagerte, hatte aber Christian Pulisic die große Chance zum 2:0 (73.). Der frühere Dortmunder vergab und so musste Chelsea bis zum Ende der siebenminütigen Nachspielzeit zittern.

Chelseas Reece James im Zweikampf mit Phil Foden (r.) von Manchester City

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