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Fußball | Champions League - Showdown um Messi

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Der hochverschuldete FC Barcelona trifft heute, 21 Uhr, mit Lionel Messi auf Paris St. Germain. Die Franzosen buhlen um den sechsfachen Weltfußballer. Können sie ihn sich leisten?

Leo Messi
Noch in Barcelona - bald in Paris? Lionel Messi.
Quelle: epa

Für Barcelonas Trainer Ronald Koeman ist die Sache völlig klar. "Messi ist ein Riese", sagt er: "Mit ihm in der Mannschaft ist alles leichter."

Barcelona gegen Paris: Erinnerungen an legendäres Duell

Heute um 21 Uhr trifft sein Klub im Champions-League-Achtelfinale auf Paris St. Germain. Erinnerungen werden wach an die legendäre Auseinandersetzung vor vier Jahren, als Barça das Hinspiel 0:4 verlor, aber mit einem 6:1 noch ins Viertelfinale einzog.

Ein Trauma für den PSG, der sich auf dem Spielermarkt rächte. Für die unvorstellbare Summe von 222 Millionen Euro kaufte man Barça-Star Neymar aus seinem Vertrag.

Neymar verpasst das Wiedersehen im Achtelfinale

Leipzigs Christopher Nkunku (li.) gegen Neymar von Paris St. Germain
Neymar im Duell mit Leipzigs Christopher Nkunku.
Quelle: ap

Neymar wird die Rückkehr ins Camp Nou heute wegen einer Adduktorenverletzung verpassen. Umso mehr richten sich die Blicke auf Messi. Der sechsfache Weltfußballer agiert derzeit in starker Form. Und nun hat es Paris offenbar auf ihn abgesehen.

Entnehmen ließ sich das den Worten von Spielern wie Neymar ("Wir müssen wieder zusammen spielen") oder dem heute ebenfalls unpässlichen Ángel di María. "Große Chancen" beschwor Messis Kumpel aus der argentinischen Nationalelf. Auch PSG-Sportdirektor Leonardo will das Interesse nicht dementieren: "Wir sitzen mit am Tisch."

Barcelonas Koeman findet die Avancen respektlos

Die Avancen aus Paris kamen in Barcelona gar nicht gut an. "Respektlos", nannte sie Koeman. Beim mit 1,17 Milliarden Euro verschuldeten und derzeit führungslosen Verein fühlt man sich verwundbar. Und Messi ist die sensibelste Flanke.

Der kürzlich enthüllte Rekordvertrag des Superstars - Bruttoverdienst: rund 130 Millionen Euro pro Saison - läuft Ende Juni aus. Ein Verlust der Ikone würde ein großes Loch reißen, sportlich, aber auch finanziell: Denn so viel Messi die Spanier auch kostet, über Merchandising, Gagen und Sponsorenzulagen spielt er angeblich noch mehr wieder ein: zwischen 20 und 30 Prozent des Umsatzes von zuletzt 855 Millionen Euro jährlich, heißt es.

Messi: Entscheidung erst am Saisonende

Nach Saisonende will Messi seine Entscheidung bekannt geben, sagt er. Eine große Rolle wird spielen, welches Projekt ihm der Gewinner von Barças Präsidentschaftswahl am 7. März präsentiert. Aber natürlich auch, welche Alternativen er hat.

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Barça und PSG stehen für gegensätzliche Modelle. Erstere für den 122 Jahre alte Traditionsklub, geführt von seinen rund 150.000 Mitgliedern. Letztere für das 1970 gegründete Hauptstadtprojekt, seit 2011 im Besitz des staatlichen Investmentfonds von Katar.

Verstöße gegen Financial Fairplay?

Die Unterschiede betreffen auch die Transparenz. Detailliert legte Barças Jahresbericht die Milliardenschulden offen. Die PSG-Finanzen bleiben dagegen zu großen Teilen im Dunklen.

Kritiker vermuten Quersubventionen aus Katar über aufgeblasene Sponsorenverträge oder eine Bezahlung der Spieler über staatliche Stiftungen. Sie fordern schon lange eine Bestrafung durch die UEFA für den Pariser Verein im Rahmen des Financial Fairplay.

PSG erwartet über 200 Millionen Verlust

Nun beschert die Corona-Krise offenbar auch dem PSG massive Verluste. Mit 204 Millionen Euro kalkuliert sie der Verein laut der Sportzeitung "L’Équipe" für die laufende Saison. Zuletzt musste man, wie alle Vereine der Ligue 1, nach dem Absprung des ursprünglichen TV-Partners massive Einbrüche bei den Fernseheinnahmen hinnehmen.

Joan Laporta, Ex-Präsident und Wahlfavorit beim FC Barcelona, sieht daher nur einen Weg, wie sich der PSG auch noch Messi leisten könnte:

Wenn sie wieder die Regeln des Financial Fairplay missachten.

Laporta sagte, er hoffe, dass "UEFA und FIFA diesmal entschlossen reagieren würden, und sich auch der Internationale Sportgerichtshof CAS nicht erweichen ließe".

Auch Manchester City mischt noch mit

Voriges Jahr hatte der CAS einen Champions-League-Ausschluss von Manchester City wieder aufgehoben. Die Engländer gelten als zweiter großer Anwärter auf Messi.

Den Argentinier stimuliert Im Vereinsfußball nichts so sehr wie die Champions League. Heute und beim Rückspiel in drei Wochen noch sicher im Trikot des FC Barcelona.

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