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Fußball - Champions League - Philipp Lahm: "Bayern ein Tick mehr Favorit"

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Philipp Lahm weiß, wie Champions League geht! Im Insta-Live mit ZDFsport erzählt der Triple-Gewinner 2013, worauf es für die Bayern gegen PSG ankommen wird.

Philipp Lahm im Facetime-Interview.
Bayern-Ikone Philipp Lahm (rechts) äußert sich im Gespräch mit Jochen Breyer für das Finale der Bayern gegen PSG sehr optimistisch.
Quelle: ZDF

Jochen Breyer: Gibt es für Dich einen Favoriten?

Philipp Lahm: Schwierig, weil sich die Mannschaften so ein bisschen ähneln. Die Bayern haben eine hervorragende Rückrunde gespielt und jedes Champions-League-Spiel bisher gewonnen. Im Viertelfinale gegen Barcelona (Redaktion: 8:2-Sieg) haben sie ein grandioses Spiel abgeliefert. Deswegen: vielleicht sind sie ein Tick der größere Favorit.

Breyer: Was macht die aktuelle Bayern-Mannschaft so gut?

Lahm: Sie hat sich als Mannschaft absolut gefunden mit erfahrenen Spielern, die am Sonntag die Möglichkeit haben, das zweite Mal das Tripple zu gewinnen. Denken wir an Manuel Neuer, Thomas Müller, Jerome Boateng und David Alaba, die sich nochmal die Krone aufsetzen könnten. Dazu kommen dann auch junge, hungrige Spieler, die sich anlehnen können an diese gestandenen Spieler und im niedrigen Alter schon das Triple gewinnen können. Ich glaube, der Mix macht es wirklich aus.

Breyer: Junge Spieler wie Kimmich, Gnabry, auch Goretzka, Süle sind ja schon erstaunlich weit. Gibt es bei dieser Mannschaft sowas wie die größte Überraschung der Saison für dich? Ist es Davies oder vielleicht Goretzka in seiner Rolle in den letzten Wochen?

Lahm: Schwer zu sagen. Ich finde, man sieht eine Mannschaft, die will. Deshalb ist es schwer, da Einzelne rauszuheben. Aber klar, mit Davies hätte man nicht so gerechnet, dass er so konstant auf diesem Niveau spielen kann.

Breyer: Wie war es für Dich 2013, am Tag vor dem Finale? Du kannst Dir sicher vorstellen, wie es den Jungs gerade geht?

Lahm: Wenn ich zurückdenke: Vorfreude und man möchte, dass es losgeht, dass das Spiel endlich beginnt. Wir hatten 2010 und 2012 das CL-Finale verloren. Für uns war der Druck enorm hoch. Das hat man am Anfang gegen Dortmund auch angesehen, würde ich behaupten.

Breyer: Wie seid Ihr damals mit dem Druck umgegangen?

Lahm: Es war sehr schwer. Es war eines der wenigen Spiele, bei dem ich den Druck auf meinen Schultern gespürt habe - vor allem in den ersten 15 - 20 Minuten. Aber dann kann man sich darauf verlassen, was man trainiert und gelernt hat. Und dann sind wir viel besser ins Spiel gekommen.

Breyer: Was macht das mit einer Karriere bei einem jungen Spieler, wenn man so früh die Champions League gewinnt?

Lahm: Weiß ich nicht, ich habe es nicht erlebt. Bei mir war das etwas später. Je älter man wird, umso weniger Chancen hat man, einen großen Titel zu gewinnen.

Breyer: Fanfrage: Was hat Jupp Heynckes vor dem Finale zu Euch gesagt?

Lahm: Jupp Heynckes war immer einer, der sehr ruhig war. Er gab dann noch einige taktische Anweisungen, hat immer Ruhe versprüht und uns auch die Sicherheit gegeben, dass wir die Champions League gewinnen können.

Breyer: Hansi Flick ist auch einer, der eher Ruhe ausstrahlt. Du kennst ihn gut. Überrascht es Dich, dass er in einem im CL-Finale steht?

Lahm: Was heißt überraschen...? Mit Bayern gehört man immer zu den fünf bis acht Favoriten auf den Titel. Was er geschafft hat: er hat eine Mannschaft gefunden. Er hat gesehen, wem er wirklich vertrauen kann, wer wichtig für die Mannschaft ist. Denken wir an Thomas oder Jerome. Sie sind Säulen dieser Mannschaft und das hat Hansi Flick genau richtig gemacht. Und er ist einer, der für die Spieler arbeitet, versucht ihnen vieles mitzugeben, ohne dass er im Vordergrund steht.

Breyer: Ein Blick auf den Champions League-Modus in diesem Jahr: Wäre es für Dich reizvoll, diesen Charakter einer Mini-EM beizubehalten?

Lahm: Also ich finde, wenn die Champions League über eine ganze Saison geht, dann sollte wirklich der Beste gewinnen. Beim derzeitigen Modus ist die Chance für einen Aueßenseiter größer. Das ist auch attraktiv. Aber es geht immer noch um den größten Pokal, den man im Vereinsfußball international gewinnen kann. Deswegen finde ich das Altbewährte mit Hin- und Rückspiel sehr gut, meistens setzt sich bei mehr Spielen die bessere Mannschaft durch.

Breyer: Dein Tipp für morgen?

Lahm: 3:1 für Bayern.

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