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Nach Rassismus-Vorfall in Paris - Solidarität von allen Seiten

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Das Spiel PSG gegen Basaksehir ist am Dienstag abgebrochen worden. Der Vierte Offizielle soll sich rassistisch geäußert haben. Die Aufregung und die Solidarität sind groß.

Champions-League-Spiel: Paris St. Germain - Istanbul Basaksehir am 08.12.2020
Solidarische Aktion am Dienstag in Paris: Die Spieler beider Teams verlassen den Rasen.
Quelle: AP

Neymar, Kylian Mbappé, Thilo Kehrer - in den Stunden nach dem abgebrochenen Champions-League-Spiel gegen Basaksehir aus Istanbul zeigten sich die Profis von Paris Saint-Germain auch im Internet solidarisch. "Diskriminierung hat keinen Platz. Nicht im Fußball, nicht auf der Welt", schrieb Nationalspieler Kehrer auf Instagram, Neymar veröffentlichte ein "BLACK LIVES MATTER" (Schwarze Leben zählen) und von Mbappé hieß es: "Say no to Racism. M. Webo we are with you» (Wir sind bei dir).

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Nachdem das Team von Trainer Thomas Tuchel wie die Gegner das Feld verlassen und ein deutliches Signal gegen Rassismus gesetzt hatten, bewiesen die Pariser auch danach Haltung.

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Auch das "Fare"-Netzwerk gegen Diskriminierung sieht in den Ereignissen ein wichtiges Signal im Kampf gegen Rassismus. "Dass Basaksehir und PSG zusammen das Spielfeld verlassen haben, setzt ein Zeichen in Europa", sagte der Fare-Geschäftsführer Piara Powar der Nachrichtenagentur AP. Viele Fußballprofis seien halbherzige Maßnahmen gegen Rassismus leid und mehr denn je gewillt, bei Vorfällen selbst ein Spiel zu unterbrechen.

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Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu hatte das Verhalten der Profis noch am Dienstagabend ausdrücklich befürwortet und gelobt. "Heute Abend haben Sportler, Athleten eine historische Entscheidung getroffen gegenüber einer Einstellung, die sie als inakzeptabel beurteilt haben", schrieb die Ministerin bei Twitter. Sie warte die Ergebnisse der Untersuchung ab. "Aber ich kann die starke Symbolik ihrer Geste und ihrer Solidarität nur begrüßen."

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Begegnung mit anderem Schiedsrichter-Gespann

Warum das alles nötig ist? Der Assistenztrainer der Gäste, der frühere kamerunische Nationalspieler Pierre Webo, hatte in der ersten Halbzeit die Rote Karte gesehen, dabei soll es zu einer rassistischen Beleidigung durch den Vierten Offiziellen gekommen sein. Sebastian Coltescu wurde vorgeworfen, eine rassistische Formulierung für Schwarze benutzt zu haben, die im Deutschen inzwischen mit dem Begriff "N-Wort" umschrieben wird. Dieser Ausdruck war im leeren Prinzenpark-Stadion während der TV-Übertragung deutlich zu hören. Die Partie wurde schließlich beim Stand von 0:0 abgebrochen.

Die Begegnung wird heute (18:55 Uhr) unter anderer Leitung fortgesetzt. Der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie pfeift das Spiel in Paris. An der Linie assistieren ihm Mario Diks (Niederlande) und Marcin Boniek (Polen) sowie der Vierte Offizielle Bartosz Frankowski (ebenfalls Polen). Der Italiener Marco Di Bello bleibt als Videoassistent eingesetzt.

Auch die Bundesliga-Klubs melden sich zu Wort

Wie zudem zu hören war, soll das Schiedsrichter-Team aus Rumänien versucht haben, sich damit zu verteidigen, dass der Vierte Offizielle das rumänische Wort für Schwarzer (negru) benutzt habe und nicht das "N-Wort". Webo, der frühere Hoffenheimer Demba Ba und andere waren anschließend zu hören, wie sie lautstark darauf hinwiesen, dass die Schiedsrichter bei einem weißen Spieler auch nicht "der Weiße" gesagt hätten, um diesen zu identifizieren. Basaksehir twitterte sofort nach dem Vorfall das Logo der UEFA-Kampagne "No to Racism - Respect". In den sozialen Netzwerken bekundeten Tausende ihre Solidarität, auch Vereine aus der Bundesliga positionierten sich gegen Rassismus.

Weitere Reaktionen

RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann bekam die Vorfälle im Parallelspiel zunächst nur am Rande mit. Er habe während der Partie gegen Manchester United (3:2) zunächst nur gehört, dass es "um Beleidigungen geht", sagte er. "Das verurteile ich aufs Schärfste. Wir leben in einer bunten Gesellschaft, das ist auch gut so, so etwas sollte nicht passieren, nicht auf dem Fußballplatz und auch sonst nirgendwo."

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