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Wolfsburgs Champions-League-Gegner - Die Hulks von Sevilla

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Der VfL Wolfsburg empfängt in der Königsklasse den FC Sevilla. Das Innenverteidiger-Duo Diego Carlos und Jules Koundé gehört zu Europas Besten - und sorgt vor allem für Elfmeter.

FC Sevilla: Diego Carlos and Jules Koundé
Sevillas Abräumer-Duo Diego Carlos und Jules Koundé
Quelle: imago

Die Champions League eröffnete der FC Sevilla vor zwei Wochen gleich mit einem Rekord. Binnen 25 Minuten verschuldeten die Spanier gegen RB Salzburg drei Elfmeter. Und zwar dreimal am selben Spieler, dem Deutschen Karim Adeyemi.

Nur Manchester City mit weniger Gegentoren

Dabei ist die Abwehr eigentlich die Stärke des heutigen Besuchers beim VfL Wolfsburg (Anpfiff 21 Uhr). Die beiden vierten Plätze in Spanien der letzten zwei Spielzeiten erreichte Sevilla dank eines Schnitts von weniger als einem Gegentor pro Spiel. Diese Saison wurde in Europas großen Ligen nur Manchester City seltener bezwungen.

Begünstigt wird das Bollwerk von einem kontrollbetontem Spielstil und einem kompakten Mittelfeld, zu dem diesen Sommer auch der Däne Thomas Delaney von Borussia Dortmund stieß. Vor allem aber basiert es auf den beiden Stars der Mannschaft: den Innenverteidigern Diego Carlos und Jules Koundé.

Beispiel für exzellentes Scouting

Das Duo ist ein Paradebeispiel für das exzellente Scouting von Sportdirektor Monchi Rodríguez, das dem Klub sechs Titel in der Europa League bescherte.

Im Sommer 2019 wurden die beiden für insgesamt 40 Millionen Euro bei den französischen Vereinen Nantes und Bordeaux ausgelöst. Heute liegt ihr gemeinsamer Marktwert laut dem Branchenportal "Transfermarkt" bei 105 Millionen Euro.

Die wertvollsten Profis im Kader

Damit zählen die beiden Stopper zu den wertvollsten Profis in Sevillas Kader. Für Abwehrspieler ist das eher ungewöhnlich.

Der 1. Spieltag der Gruppen E bis H mit einer dicken Überraschung in Bern, vier Elfmetern in Sevilla und einem Arbeitssieg für Titelverteidiger Chelsea.

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Koundé, 22, ist spielintelligent, schnell und trotzdem auch robust. Im Sommer stand er kurz vor einem Wechsel zum FC Chelsea, er gilt seit langem als ein Wunschspieler von Trainer Thomas Tuchel. Doch Sevilla bestand auf Zahlung seiner Ausstiegsklausel von 80 Millionen Euro, und so weit wollten die Londoner nicht gehen.

Verbot für noch mehr Muskeln

Diego Carlos, 28, ist die pure Kraft. Nach seiner Ankunft in Sevilla verbot ihm der Verein, im Fitnessstudio noch mehr Gewichte zu stemmen, weil weiteres Muskelwachstum seine Agilität beeinträchtigt hätte. "Hulk" nennen sie den Brasilianer in der Mannschaft und gehen Trainingsduellen mit ihm lieber aus dem Weg.

Trotzdem kann man sich auch bei ihm auf eine saubere Spieleröffnung verlassen. Das famose Paar hat nur eine Schwäche: ein fatales Faible für Elfmeter.

16 Elfmeter in gut zwei Jahren

Mit zehn verschuldeten Strafstößen seit Sommer 2019 hat Diego Carlos die Gegner öfter zum Punkt geschickt als jeder andere Profi in Europas großen Ligen. Auf Platz drei folgt laut der Datenbank "BeSoccer Pro" mit sechs verursachten Elfmetern bald Koundé. Den ersten provozierte der Franzose gleich bei seinem Debüt für Sevilla.

Besonders Carlos’ Hang zu folgenreichen Fouls wird im Klub seit langem diskutiert. Selbst den Europa-League-Sieg 2020 beim Turnier in Nordrhein-Westfalen hätte er beinahe torpediert. Obwohl wegen Corona ab dem Viertelfinale nur ein Match pro Runde gespielt wurde, verursachte er je einen Strafstoß – und hatte im Finale gegen Inter Mailand sogar Glück, dass der Schiedsrichter ein weiteres Vergehen übersah.

Autodidaktisches Training

Seine korpulente Erscheinung mag dazu führen, dass manches Einsteigen bei ihm härter aussieht als bei anderen Spielern. Wie Diego Carlos erklärte, arbeite er selbst zuhause in seiner Wohnung daran, weniger die Ellbogen und Arme einzusetzen. Auch für Handspiele ist er nämlich anfällig. Die meisten Elfmeter verschuldet er allerdings durch riskante Tacklings und übermotiviertes Zweikampfverhalten.

So wie vor zwei Wochen gegen Salzburg den ersten Strafstoß. Immerhin, mit den weiteren Elfmetern hatte er dann nichts zu tun, sie gingen auf das Konto von Kapitän Jesús Navas und Torwart Bono. Und sowieso blieb der Schaden begrenzt.

Im Rekordspiel von Salzburg verschont

Denn Salzburg konnte von den drei Chancen nur eine verwandeln. Am Ende trennte man sich mit 1:1, den Ausgleich erzielte Ivan Rakitic. Natürlich per Elfmeter.

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