Sie sind hier:

Fußball und Corona - Flick-Aussagen sorgen für reichlich Wirbel

Datum:

Kühnert, Kubicki, Effenberg: In der Debatte um die Aussagen von Bayern-Trainer Flick zum Fußball in der Corona-Pandemie melden sich weitere Politiker und Ex-Spieler zu Wort.

Bayern-Trainer Hansi Flick beim Finale der Klub-WM in Katar
Bayern-Trainer Hansi Flick hatte am Sonntag scharfe Kritik an "sogenannten Experten" in der Corona-Pandemie geübt.
Quelle: dpa

Die kritischen Aussagen von Bayern Münchens Trainer Hansi Flick zur angeblichen Sonderrolle des Fußballs in Zeiten der Corona-Pandemie sorgen für mächtig Wirbel und haben nun auch die Berliner Politik erreicht.

Während Kevin Kühnert seinem SPD-Kollegen und Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zur Seite sprang, stellte sich Bundestagsvize Wolfgang Kubicki (FDP) auf die Seite von Flick.

Kühnert spricht von "Klima des Hasses"

Lauterbach und andere Experten seien in diesen Tagen "Morddrohungen" und "Gewaltphantasien" ausgesetzt, sagte Kühnert.

Wenn man dann "einfach unreflektiert draufhaut, sie als sogenannte Experten bezeichnet und in der Sache gar nicht begründet, wo der Widerspruch liegt, dann trägt man auch eine Mitverantwortung, dass so ein Klima des Hasses gesät wird", so der SPD-Politiker weiter.

Die Corona-Mutationen in England sorgen für Verlegungen der Champions-League-Spiele mit deutscher Beteiligung. Dass die Teams deswegen quer durch Europa fliegen, löst Kritik aus.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Flick wegen Kritik an Fußball-Sonderrolle in Rage

Flick war am Sonntag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel der Bayern in der Fußball-Bundesliga gegen Arminia Bielefeld beim Namen Lauterbach an die Decke gegangen.

Statt ewig Kritik an der Sonderrolle des Fußballs zu üben, sollten sich die Politik und "sogenannte Experten" wie der SPD-Mann jetzt doch bitte endlich mal "zusammensetzen und eine Strategie entwickeln, dass man irgendwann Licht am Ende des Tunnels sieht", schimpfte Flick.

Kubicki und Effenberg unterstützen Flick-Kritik

Unterstützung erhielt der Bayern-Trainer am Tag danach von Bundestagsvize Kubicki. "Auch ich halte den Alarmismus von Karl Lauterbach für kontraproduktiv - vor allem, weil er sich nicht damit beschäftigt, wie es gelingen kann, mit dem Virus zu leben", sagte er dem Nachrichtenportal "t-online": "Selbstverständlich brauchen wir bei der Bewältigung der Corona-Krise mehr Licht am Ende des Tunnels."

Auch der ehemalige Nationalspieler Stefan Effenberg schrieb in seiner Kolumne für "t-online", dass ihm Flick "aus der Seele gesprochen" habe und riet Lauterbach bei Fußball-Themen zur Zurückhaltung.

FC Bayern auf Dienstreise

Corona-Privilegien: Profifußball - "Wer soll denn noch zu ihnen hochgucken?" 

Die Corona-Privilegien der Profis bei Training und Spiel nehmen viele Amateure noch hin. Für Forderungen, sie auch bei Impfschutz und Reiseverkehr zu bevorzugen, gilt das nicht.

von Ralf Lorenzen

Effenberg: Fußball hat "vieles richtig gemacht"

Nach Effenbergs Einschätzung hat der Fußball mit seinen Hygienekonzepten "vieles richtig gemacht, was die Politik nicht zu hundert Prozent hinbekommt. Der Fußball muss als Vorbild für die Politik dienen".

Kühnert hingegen ärgerte auch Flicks Kritik an Politikern, dass vielen von ihnen in erster Linie wichtig sei, wie sie bei der nächsten Wahl abschneiden. "Mir fehlt ehrlich gesagt im Profifußball die Demut dafür, dass diese Gruppe zu den Privilegierten in unserer Gesellschaft gehört", meinte Kühnert.

Dieses Privileg würden viele andere Menschen nicht genießen. "Und das auch noch unter hohem Schutz, zum Beispiel über den Verbrauch von enormen Testkapazitäten seit vielen Monaten."

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.