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Fußballverbände beraten: Wie geht es weiter?

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Geisterspiele und Co. - Fußballverbände beraten: Wie geht es weiter?

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Wie geht es mit dem Fußball in der Corona-Krise weiter? Welche Szenarien sind möglich? In dieser Woche stehen einige wichtige Entscheidungen an - national wie international.

Einwurf-Typical im Hinspiel der Saison 2019 2020, FC Bayern München - Hertha BSC Berlin (2:2) in München, 16 08 2019.
Die Fußball-Branche steht vor einer ungewissen Zukunft. Entscheidungen sollen bald fallen.
Quelle: imago images / Schreyer

Der Fußball erlebt eine spannende Sitzungswoche: UEFA, DFL und DFB tauschen sich über den aktuellen Stand aus und erörtern die Möglichkeiten, wie die ausgesetzte Saison beendet werden könnte.

Wichtige Beratungen in dieser Woche

Am Dienstag gibt es eine Videoschalte der UEFA mit den Generalsekretären der 55 nationalen Landesverbände. Dabei geht es um die mögliche Fortführung der internationalen Wettbewerbe. Ebenfalls am Dienstag hat der DFB wegen der Uneinigkeit in der 3. Liga mit Blick auf Geisterspiele eine Sondersitzung angesetzt. Dabei handelt es sich um eine Informationsveranstaltung, auf der diversen Szenarien vorgestellt werden sollen.

Zu einer Abstimmung soll es im Anschluss an die Videoschalte nicht kommen. Das könnte frühestens in der kommenden Woche der Fall sein, wenn sich die 20 Klubs erneut zusammenschalten sollen. Dazwischen befasst sich am Freitag noch das DFB-Präsidium mit der 3. Liga.

Am Donnerstag beraten die 36 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga bei der DFL-Mitgliederversammlung über Szenarien, wie die bis zum 30. April ausgesetzte Saison zu Ende gespielt werden könnte.

Geisterspiele ab 9. Mai möglich

Mit einer Entscheidung der DFL, wann in der Bundesliga weitergespielt wird, ist vorerst nicht zu rechnen. Entscheidungen können nur auf Grundlage der aktuellen Vorgaben aus der Politik getroffen werden.

Immerhin stellten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet am Montag in Aussicht, Geisterspiele ab 9. Mai stattfinden zu lassen. Voraussetzung müsse ein "durchdachtes Konzept" sein, betonte Laschet. Die Sportminister der Länder wollten soweit noch nicht gehen und hatten Mitte Mai als möglichen Wiederbeginn in Betracht gezogen.

Vereine sind in Corona-Krise auf Medienpartner angewiesen

Ein wichtiger Punkt sind die Finanzen. Die DFL wird die Vereine über den Stand der Gespräche mit den Medienpartnern informieren, auf deren Geld die Klubs in der Corona-Krise ganz besonders angewiesen sind.

Es geht um insgesamt gut 300 Millionen Euro aus der letzten fälligen Tranche für die Saison 2019/20. Dabei muss auch erörtert werden, wie die TV-Stationen im Falle eines Saisonabbruchs ihr Geld zurückholen oder verrechnen könnten.

Was wird aus Europapokal und Länderspielen?

Bei der als Informationssitzung titulierten Videokonferenz der UEFA soll es um Termine gehen. So ist nach wie vor offen, wann es in Champions League und Europa League weitergehen soll und ob die für September geplanten Länderspiele stattfinden werden.

Am Donnerstag wird das UEFA-Exekutivkomitee die aktuelle Lage erörtern. Die Regierung des Kontinentalverbands kann auch Entscheidungen über mögliche neue Termine für die Fortsetzung des Europapokals treffen.

Für die UEFA haben nationale Ligen Vorrang

Die UEFA hat den nationalen Ligen Vorrang für die Beendigung der unterbrochenen Saison eingeräumt. Alle Spiele der Champions League und Europa League sind bis auf weiteres verschoben. Die Hoffnung und das Ziel des Kontinentalverbands sind, die Sieger der Europapokalwettbewerbe bis Ende August zu küren.

Die Gedankenspiele reichen von verkürzten Viertelfinals über ein Final-8-Turnier an nur einem Ort bis zu einem Endspiel in Istanbul am 29. August. Dies ist aber nur machbar, wenn die nationalen Ligen spätestens im Juli oder August wieder loslegen.

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