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DFB-Chef Keller für Corona-Massentests

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Zuschauer zurück in Stadien - DFB-Chef Keller für Corona-Massentests

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DFB-Präsident Fritz Keller will möglichst schnell wieder Zuschauer in die Fußball-Stadien lassen. Möglich machen sollen es Corona-Massentests.

Sollte das Unterfangen "Zuschauer-Rückkehr" gelingen, könnte das schon beim Länderspiel Deutschland gegen Spanien in Stuttgart der Fall sein.

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Der Deutsche Fußball-Bund will mithilfe von massenhaften Präventivtests schon beim Länderspiel gegen Spanien Anfang September wieder Zuschauer in Stuttgart zulassen.

Weg zurück in die Normalität

"Es muss einen Weg geben, über Tests wieder eine gewisse Normalität zu erlangen", sagte DFB-Präsident Fritz Keller der "Badischen Zeitung". Der Verband arbeite mit Experten und Wissenschaftlern aus vielen Bereichen an einem System, das Stadionbesuche trotz der Coronavirus-Pandemie wieder ermöglichen soll.

Mögliche Kritik an einer Sonderrolle des Fußballs wies Keller zurück. "Die Präventivtests kommen nicht dem Fußball zugute, sondern allen", sagte der DFB-Chef. Mit der Infrastruktur seiner 25.000 Vereine könne der DFB der Gesellschaft helfen. "Wenn von 7,1 Millionen Mitgliedern im Idealfall jedes Mitglied fünf bis zehn Menschen aus seinem Verein zum Testen bewegt, kann man sich ausrechnen, wie viel wir erreichen könnten."

Corona-Tests in den Vereinen

In jedem Verein gebe es jemanden mit medizinischer Erfahrung, der die Selbsttests anleiten könne. Schon am Morgen nach dem Test könne man das Ergebnis auf dem Handy haben. Bei einem negativen Testresultat sei Keller zufolge ein Stadionbesuch unbedenklich. "Da Wissenschaftler davon ausgehen, dass man bis zu 48 Stunden nach einem Test mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit niemand anderen anstecken kann, ist es möglich, innerhalb dieses Zeitraums ein Höchstmaß an Sicherheit für andere zu gewährleisten", erklärte der 63-Jährige.

Die Bundesliga rüstet sich für die Rückkehr der Zuschauer. Die DFL hat nun einen Leitfaden veröffentlicht, den die Vereine umsetzen sollen.

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Mit welchen Wissenschaftlern er sich da beraten hat, verriet Keller nicht - der Pharmakologe Fritz Sörgel wird es nicht gewesen sein. Der 69-Jährige hatte am Samstag der "Badischen Zeitung" gesagt, dass Tests im direkten Vorfeld einer Partie "keine absolute Sicherheit" gäben, vielmehr könnten sich Stadien zu Hotspots für Infektionen entwickeln.

Widerspruch aus der Wissenschaft

Selbst bei einem negativen Test binnen 24 Stunden vor einer Partie könne es sein, dass die Zuschauer "bis zum Spiel positiv werden, also eine Menge an Virus im Körper haben, die den Test überhaupt erst positiv macht - und dann kann ich ansteckend sein", erklärte Sörgel.

Sie haben also immer das Risiko, dass Superspreader das Spiel besuchen.
Fritz Sörgel

DFB und Deutsche Fußball Liga (DFL) hatten zuletzt einen Leitfaden für die Rückkehr von Zuschauern vorgelegt. Dieser soll bei der Erarbeitung standort-individueller Konzepte für Profiklubs und auch Länderspiele helfen. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte, grundsätzlich müssten die einzelnen Fußballklubs eigenständige Hygienekonzepte vorlegen, die von den örtlichen Gesundheitsämtern abgenommen werden müssten.

Der Sprecher verwies außerdem auf den Leitfaden der DFL. Unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes seien eine deutliche Reduktion der Zuschauerzahl und die Einhaltung eines Mindestabstands wichtig. "Für uns ist eigentlich klar, dass es Fußballspiele in ausverkauften Fußballstadien derzeit nicht geben kann."

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