Sie sind hier:

Fußball | Nationalmannschaft - DFB geht mit Löw ins EM-Jahr

Datum:

Joachim Löw bleibt Bundestrainer und wird die Nationalmannschaft im EM-Jahr 2021 betreuen. Das teilte der DFB nach Gesprächen am Montag in Frankfurt mit.

Joachim Löw
Bundestrainer Joachim Löw genießt weiterhin das Vertrauen der DFB-Spitze.
Quelle: dpa

Joachim Löw darf weitermachen. Der Bundestrainer erhält vom Deutschen Fußball-Bund auch nach der geschichtsträchtigen 0:6-Niederlage in Spanien das Vertrauen und soll die Nationalmannschaft ins EM-Jahr 2021 führen. Die höchste Länderspielpleite seit 89 Jahren hat somit keine Konsequenzen.

Treffen zwischen DFB-Spitze und Löw in Frankfurt

Das ist das Ergebnis eines Treffens der Verbandsspitze um DFB-Präsident Fritz Keller mit Löw in der Frankfurter Zentrale. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, folgte das Präsidium in einer anschließenden Telefonkonferenz "einvernehmlich" einer entsprechenden Empfehlung des Präsidialausschusses und von DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

Ein einzelnes Spiel kann und darf nicht Gradmesser für die grundsätzliche Leistung der Nationalmannschaft und des Bundestrainers sein.
Mitteilung des DFB

Die Zukunft des seit 2006 amtierenden Bundestrainers stand seit der historischen Schmach in Sevilla in der Nations League vor zwei Wochen auf der Kippe. Das DFB-Präsidium hatte ihn danach zur Analyse und inneren Einkehr aufgefordert. In der von Freitag auf Montag vorgezogenen Sitzung des Präsidialausschuss habe Löw nun "ein klares Konzept für das bisherige und weitere Vorgehen" präsentiert, hieß es.

Nach einem Treffen in Frankfurt hat der DFB Joachim Löw das Vertrauen als Bundestrainer ausgesprochen. ZDF-Reporter Markus Harm ordnet das Ergebnis des Krisengesprächs ein.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

An der Sitzung nahmen neben Keller die beiden Vize-Präsidenten Peter Peters und Rainer Koch sowie Schatzmeister Stephan Osnabrügge teil. Nur Friedrich Curtius fehlte, der Generalsekretär ist zur Zeit krankgeschrieben.

DFB: "Offener und intensiver Austausch"

Der DFB sprach von einem "offenen, konstruktiven und intensiven Austausch" über die aktuelle Lage. "Die Mitglieder des Präsidialausschusses stellten übereinstimmend fest, dass die hochqualitative Arbeit des Trainerstabes, das intakte Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer sowie ein klares Konzept für das bisherige und weitere Vorgehen zählen", hieß es weiter.

Ein einzelnes Spiel "kann und darf nicht Gradmesser für die grundsätzliche Leistung der Nationalmannschaft und des Bundestrainers sein". Der Blick gehe nach vorne: "Es besteht die feste Überzeugung, dass Joachim Löw und sein Trainerteam (...) erfolgreiche Spiele und Ergebnisse liefern werden."

Rücktritt Löws galt stets als unwahrscheinlich

Die Hängepartie um Löw wollte der DFB ursprünglich erst auf der turnusgemäßen Präsidiumssitzung am kommenden Freitag mit einem Votum pro oder contra beenden. Dass der Bundestrainer von sich aus hinwerfen könnte, hielten Personen aus dem direkten Dunstkreis der DFB-Auswahl und im Umfeld von Verbands-Funktionären stets für unwahrscheinlich.

Löw hatte sich vor zwei Wochen in Sevilla nach dem 0:6 mit der Aussage verabschiedet, dass es jetzt darum gehe, "die richtigen Schlüsse" aus dem "rabenschwarzen Abend" zu ziehen.

Er äußerte aber nach seiner höchsten Niederlagen in 189 Länderspielen unter seiner Führung keine Zweifel an sich selbst oder seinem Kurs, den er ganz auf den EM-Sommer ausgerichtet hat. Auch auf die Unterstützung seines langjährigen Weggefährten Bierhoff konnte er sich wieder verlassen. "Das Vertrauen ist da, daran ändert auch dieses Spiel nichts", hatte der 52-Jährige noch in Spanien gesagt.

Nationalteam vor dreimonatiger Winterpause

Die Nationalelf geht jetzt erstmal in eine lange Winterpause. Erst im März folgen drei WM-Qualifikationsspiele. Die Gruppen werden am kommenden Montag ausgelost.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.