DFB-Pokal - 2. Hauptrunde: Schalke raus - Kramer auch?

    2. Hauptrunde im DFB-Pokal:Schalke 04 raus - Trainer Kramer auch?

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    Nach einer desolaten Vorstellung gegen die TSG Hoffenheim scheitert Schalke 04 in der 2. Runde des DFB-Pokals. Das Aus für Trainer Frank Kramer?

    Trainer Frank Kramer ist entsetzt
    Frank Kramer. War's das für ihn als Trainer von Schalke?
    Quelle: Reuters

    Das war's dann wohl endgültig für Frank Kramer. Die heftigste Pokalklatsche für Schalke 04 seit 17 Jahren und die zweite Pleite binnen vier Tagen gegen die TSG Hoffenheim dürften das Aus für den erfolglosen Trainer bedeuten. Mit starrer Miene nahm Frank Kramer den Schlusspfiff hin. Der heillos überforderte Aufsteiger verlor 1:5 (0:3) in der 2. Runde des DFB-Pokals bei der TSG, die schon im Bundesligaspiel am Freitag deutlich beim Tabellenvorletzten gewonnen hatte (3:0).
    "Wir haben in keinster Weise die Tugenden und das Gesicht gezeigt, die wir zeigen müssen", sagte Kramer nach der Partie. Und weiter:

    Das macht mich fast sprachlos, wie wir dieses Spiel bestritten haben. Mit welcher Wehrlosigkeit wir heute zu Werke gegangen sind, das ist mir ein Rätsel. Es war unbestritten die schlechteste Saisonleistung, schlechter geht's ja auch nicht.

    Frank Kramer, Trainer Schalke 04

    Sportdirektor Rouven Schröder kündigte bei Sky an: "Wir werden hier bleiben, um zu analysieren und alles auf den Punkt zu bringen - Ausgang offen."
    18.10.2022, Sinsheim: Torjubel nach dem 3:0-Treffer von Munas Dabbur (TSG 1899 Hoffenheim) beim DFB Pokal-Spiel gegen den FC Schalke 04
    Die TSG Hoffenheim gewinnt auch das zweite Kräftemessen mit dem FC Schalke binnen weniger Tage deutlich. Für die Knappen endet die Partie im Debakel.19.10.2022 | 5:44 min
    Der Israeli Munas Dabbur (5./43.), Angelino (16.), der Ex-Schalker Ozan Kabak (51.) und Pavel Kaderabek (63.) trafen für die Hoffenheimer. Die Kraichgauer sind dank des Achtelfinaleinzugs und Platz vier in der Liga unter der Regie des früheren Schalker Trainers Andre Breitenreiter voll im Soll. Für die Schalker traf lediglich Dominick Drexler (69.).

    Schonfrist für Kramer abgelaufen?

    Vor dem Anpfiff drehte sich alles um die Personalie Kramer. Am Samstag hatten die Schalker Verantwortlichen um Sportdirektor Rouven Schröder die Schonfrist für den Trainer nach einer Krisensitzung verlängert - trotz der vierten Niederlage in Folge und enttäuschenden Leistungen. Öffentlich wurde dennoch weiter über mögliche Nachfolger diskutiert. Dabei fiel immer wieder der Name Thomas Reis. Der Ex-Bochumer, der erst kürzlich beim VfL gehen musste, war schon im Sommer ein Thema bei Königsblau.
    14.10.2022, Nordrhein-Westfalen, Gelsenkirchen: Fußball: Bundesliga, FC Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim, 10. Spieltag in der Veltins Arena: Schalkes Marius Bülter (hinten) und Hoffenheims Georginio Rutter versuchen an den Ball zu kommen.
    Für den FC Schalke 04 wird die Lage in der Fußball-Bundesliga immer düsterer. Das 0:3 zuhause gegen die TSG Hoffenheim war die vierte Niederlage in Folge.17.10.2022 | 6:04 min
    Vor 15.633 Zuschauern in Sinsheim hatte Angelino bereits nach 99 Sekunden die Führung für die Hoffenheimer auf dem Fuß, der Außenverteidiger verzog aber knapp. Dabbur machte es kurz darauf besser. Die Schalker Abwehr hatte in beiden Szenen ihren Namen nicht verdient. Auch nach der Führung bestimmten die Gastgeber, die ohne Starstürmer Andrej Kramaric auskommen mussten, das Geschehen. Dabbur scheiterte an S04-Torwart Alexander Schwolow (13.).

    Fans skandieren "Kramer raus"

    In der Folge offenbarte sich über weite Strecken ein Klassenunterschied. Die Schalker waren in allen Belangen unterlegen. Hoffenheim spielte Katz und Maus mit den Gästen, vergaß dabei allerdings das Toreschießen. Erst kurz vor der Pause schraubte Dabbur das Ergebnis in die Höhe.
    Im zweiten Durchgang änderte sich nichts an der Dominanz der Hoffenheimer. Bevor Kabak nach einem Freistoß per Kopf traf, hatte es schon mehrmals lichterloh im Schalker Strafraum gebrannt. Auch vor dem fünften Tor von Kaderabek hätte es schon zwei oder dreimal im S04-Tor einschlagen können. Nach dem Treffer war es mit der Geduld der mitgereisten Schalker Fans zu Ende. "Kramer raus" hallte es durch die Arena. Schröder sah auf der Bank entsprechend bedient aus, daran änderte auch das Tor Drexlers nichts.
    Quelle: dpa/sid

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