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DFB-Pokal | Bremen - Leipzig : Maximaler Druck auf Kohfeldt und Nagelsmann

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Im Pokal-Halbfinale zwischen Bremen und Leipzig stehen die beiden Trainer im Fokus. Julian Nagelsmann will zum Abschied einen Titel, Florian Kohfeldt kämpft um seinen Job.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt im Gespräch mit Leipzigs Coach Julian Nagelsmann
Zwei, die sich schätzen: Trainer Florian Kohfeldt (l.) von Werder Bremen mit seinem Leipziger Kollegen Julian Nagelsmann.
Quelle: Reuters

Als sich Florian Kohfeldt und Julian Nagelsmann vor rund drei Wochen zum Bundesliga-Duell zwischen Werder Bremen und RB Leipzig (1:4) trafen, unterhielten sie sich vor der Partie völlig entspannt eine halbe Stunde lang.

Kohfeldt und Nagelsmann bestimmen Schlagzeilen vor dem Spiel

Die beiden Trainer schätzen sich und bezeichnen sich gegenseitig als "gute Typen". Zum schnellen Wiedersehen am Freitag (20:30 Uhr/ARD) zum Halbfinale im DFB-Pokal gibt es nun wieder jede Menge Gesprächsstoff. Schließlich haben Kohfeldt und Nagelsmann die Fußball-Schlagzeilen der vergangenen Tage wesentlich mitbestimmt.

Fast wäre es allerdings gar nicht zu einem weiteren Zusammentreffen gekommen, denn Kohfeldt stand in Bremen nach insgesamt sieben Liga-Pleiten in Serie kurz vor dem Rauswurf. Erst nach zweitägigen Beratungen sprachen die Bosse ihm noch einmal das Vertrauen aus - erst einmal aber nur für das Spiel gegen Leipzig.

Nagelsmann will sich mit Titel verabschieden

Auf der Gegenseite wird auch Nagelsmann nach seinem verkündeten Wechsel zu Bayern München ganz genau beobachtet. "Wir erwarten jetzt noch eine Rekordsaison und, dass wir unseren ersten Titel holen", gab Vorstandschef Oliver Mintzlaff dem scheidenden Erfolgscoach mit auf den Weg.

Eine "Extra-Motivationsspritze braucht keiner", sagte Nagelsmann zur Aussicht auf den Einzug ins Pokalfinale und den möglichen ersten Titelgewinn für RB. "Wenn man die Chance hat, das Ding zu gewinnen, will man am Ende auch den Pokal in den Händen halten."

Kohfeldt braucht Argumente für Weiterbeschäftigung

Ganz ähnlich formuliert das auch Kohfeldt, der den Werder-Verantwortlichen aber auch ein Argument für eine Weiterbeschäftigung liefern muss. "Wir erwarten eine klare Reaktion der Mannschaft", sagte Geschäftsführer Frank Baumann.

Gewinnen muss Kohfeldt gegen den Tabellenzweiten nicht unbedingt. Aber ein engagierter, bissiger Auftritt mit akzeptablem Ergebnis soll es schon sein - sonst wird der Klub die Rettermission in den drei verbleibenden Bundesliga-Spielen wohl einem "Feuerwehrmann" anvertrauen. Dass sich die Wege von Verein und Trainer nach dieser Saison trennen werden, scheint derweil sicher.

Werder-Trainer gibt sich kämpferisch

"Das ist legitim", sagte Kohfeldt, der sich vor der Partie ebenso gelassen wie kämpferisch gab. Die Partie gegen Leipzig sei natürlich "ein Endspiel - es geht darum, ins Finale nach Berlin zu kommen", so der Coach: "Ich bin ein Wettkämpfer. Ein Halbfinale will ich gewinnen."

Archiv: DFB-Pokal am 25.07.2017

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