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0:2-Niederlage gegen England : EM-Aus für DFB-Elf im Achtelfinale

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Die deutsche Nationalmannschaft ist im Achtelfinale der EM ausgeschieden. Die DFB-Elf unterlag dem englischen Team im Londoner Wembley-Stadion mit 0:2 (0:0).

Die Ära Joachim Löw als Bundestrainer ist beendet. Das DFB-Team scheiterte am Abend im EM-Achtelfinale an England mit 0:2 (0:0). Raheem Sterling (75. Minute) und Harry Kane (86.) trafen im Londoner Wembley-Stadion für die "Three Lions", die damit ins Viertelfinale einziehen und dort auf die Ukraine treffen, die sich mit am Abend mit 2:1 n.V. gegen Schweden durchsetzte.

Löws Zeit endet nach 198 Länderspielen

Vor 45.000 euphorisierten Fans gewannen die Engländer gegen eine in der spannungsgeladenen Stimmung viel zu harmlose DFB-Elf. Für Rekordcoach Löw endet die DFB-Zeit nach fast 15 Jahren und 198 Länderspielen als Bundestrainer mit einer herben Enttäuschung.

Im September startet Hansi Flick als neuer Bundestrainer mit der Fortsetzung der WM-Qualifikation für Katar 2022 ein neues Kapitel - viel Arbeit wartet nach der EM-Enttäuschung auf den einstigen Löw-Assistenten und Bayern-Erfolgscoach. 

Unmittelbar vor der Partie hatte Löw noch ein Anliegen geäußert. "Kein Trainer wünscht sich ein Elfmeterschießen, das ist immer ein Vabanque-Spiel", sagte der Bundestrainer - doch diesen Ausgang hat er sich nicht gewünscht.

Starkes Zeichen durch Kniefall beider Teams

Die Deutschen traten nur zu Beginn engagiert auf, nachdem beide Teams schon vor dem Anpfiff ein starkes Zeichen gesetzt hatten. Dem gemeinsamen Kniefall der Spieler schloss sich Löw an. Der 61-Jährige ging wenige Sekunden vor dem Anstoß wie auch sein englischer Kollege Gareth Southgate als Zeichen gegen Rassismus mit einem Knie auf den Boden.

Wieder gab es vereinzelte Buhrufe während der Geste, die überwiegende Mehrheit der bis Zuschauer und Zuschauerinnen im Wembley-Stadion klatschte jedoch lautstark Beifall.

England übersteht starke Anfangsphase der DFB-Elf

In der Anfangsphase sahen die Fans eine starke DFB-Elf. Leon Goretzka, der bei seinem ersten Startelf-Einsatz bei diesem Turnier wie erwartet Ilkay Gündogan (Schädelprellung) ersetzte, war nach einem feinen Pass von Thomas Müller kurz vor der Strafraumgrenze nur durch ein Foul zu stoppen (8.). Den Freistoß aus zentraler Position schoss Kai Havertz aber in die englische Mauer.

Kommentar: Boris Büchler - Joachim Löw
Kommentar

EM-Aus der DFB-Elf - Löw und sein Sommeralbtraum in Wembley 

Die EM sollte ein würdiger Abschied für Bundestrainer Joachim Löw werden. Daraus wurde nichts, das Aus im Achtelfinale ist die logische Folge einer Abwärtsspirale, die 2016 begann.

von Boris Büchler

Die Engländer überstanden diese erste Drangphase und beschlossen fortan, selbst am Spiel teilzunehmen. Ein erster Warnschuss kam von Sterling (16.), der Manuel Neuer mit einem Schuss aus 25 Metern zu einer Glanzparade zwang.

Hummels' Grätsche verhindert Rückstand

Danach hatten die "Three Lions" in der Tat mehr vom Spiel, sie wirkten entschlossener, zudem stellten sie geschickt Toni Kroos, Goretzka und Müller im Mittelfeld zu. Der Plan mit langen Bällen auf Werner ging in dieser Phase erkennbar nicht auf, erst nach einer halben Stunde ergaben sich wieder Chancen: Robin Gosens flog nur knapp an einer Flanke von Joshua Kimmich vorbei (31.), Werner scheiterte nach einem Pass von Kai Havertz an Pickford (32.).

Kurz vor der Pause jedoch rettete Mats Hummels nach einem Fehlpass von Müller mit einer Grätsche in letzter Sekunde gegen den einschussbereiten Kane (45.+2).

Pickford pariert glänzend gegen Harvertz

Die zweite Halbzeit begann wie die erste - mit einer Chance für Deutschland: Pickford parierte den Schuss von Havertz brillant (48.). Was dann folgte, war ein Spiel der Nerven: nicht hochklassig, aber immerhin spannend. Ins Risiko wollte keiner gehen, das deutsche Aufbauspiel war ohnehin viel zu statisch.

Und so plätscherte das Spiel dahin, bis Luke Shaw von rechts scharf in den Strafraum passte: Sterling musste nur noch den Fuß hinhalten. Sechs Minuten später vergab Müller dann nach einem Spurt über das halbe Feld allein vor Torhüter Jordan Pickford die Riesenchance zum Ausgleich, es fehlten nur Zentimeter.

Thomas Müller auf dem Platz.
Thomas Müller nach seiner Chance zum 1:1.
Quelle: ap

Kanes erstes Turniertor machte danach alle Hoffnung zunichte. Das englische 2:0 entstand nach gleichem Muster mit Jack Grealish als Vorlagengeber.

Alle Spiele, alle Tore

Englands Torschützin Beth Mead jubelt nach ihrem Treffer zum 1:0.

Fußball-EM 2022 - England nach Tore-Gala im Endspiel 

Die Gastgeberinnen aus England sind nach einem 4:0-Sieg erstmals seit 2009 wieder in ein EM-Endspiel eingezogen. Schweden war anfangs gefährlich - dann dominierten die "Lionesses".

26.07.2022
von Marcel Bergmann
Videolänge
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