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DFB-Team im EM-Achtelfinale - 2:2 gegen Ungarn: Hoffen auf den Lerneffekt

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Nach dem zittrigen Einzug ins EM-Achtelfinale ist die Erleichterung groß beim DFB-Team. Sorgen bereiten die wiederholten Fehler. Löw verspricht Besserung fürs Spiel gegen England.

Bundestrainer Joachim Löw zeigt beim Interview nach dem Spiel einen Daumen nach oben.
Bundestrainer Löw ist zuversichtlich für das Achtelfinale.
Quelle: Federico Gambarini/dpa

Hinterher konnte Joachim Löw schon wieder lächeln nach dem beinahe jähen EM-Aus und dem Ende seiner 15-jährigen Amtszeit.

Das lag auch an jenen Fans, die sich mit Jogi-Perücken als Bundestrainer verkleidet hatten und dem Original zujubelten. Löw winkte zurück und nahm’s mit Humor.

DFB-Team alles andere als konzentriert

Dass seine Doubles ein Plakat hochhielten, auf dem "högschde Konzentration" stand, kam wie eine launige Kritik und ein Appell zugleich daher.

Denn beim wilden 2:2 (0:1) gegen Ungarn und dem zittrigen Einzug ins Achtelfinale gegen England am Dienstag war Löws deutsche Nationalmannschaft alles andere als konzentriert aufgetreten.

Die DFB-Elf hat sich im letzten Gruppenspiel 2:2 von Ungarn getrennt und trifft im Achtelfinale auf England. Das Parallelspiel Portugal gegen Frankreich endete ebenfalls 2:2.

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Löw verspricht Besserung

"Das war nichts für schwache Nerven", räumte Löw im ZDF ein. Zugleich versprach er Besserung für den Vergleich mit den Three Lions.

"Das ist jetzt ein absolutes Highlight, wenn man gegen England in Wembley spielen kann", sagte Löw. Und weiter:

Wir werden gut vorbereitet sein und anders auftreten, das kann ich versprechen.
Joachim Löw

Es war eine Zuversicht, die sich unter dem Eindruck des wenig verheißungsvollen Auftritts gegen Ungarn nur bedingt teilen ließ.

Die besten Szenen des Spiels Deutschland gegen Ungarn mit Original-Kommentar von Oliver Schmidt.

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Übertölpelt direkt nach dem 1:1

Viel hatte ja nicht gefehlt, und das EM-Turnier wäre fürs DFB-Team nach zweimaligem Rückstand durch Treffer von Adam Szalai (11.) und Andras Schäfer (68.) schon nach der Gruppenphase beendet gewesen. Wie bereits bei der WM 2018.

Erschwerend hinzu kam, dass Ungarn die deutsche Mannschaft beim 1:2 direkt nach dem Ausgleich von Kai Havertz (66.) übertölpelt hatte.

Der eingewechselte Leon Goretzka wendete das drohende Aus nach der Gruppenphase mit seinem Rechtsschuss zum 2:2 zwar noch ab (84.). Doch auch der Bayern-Profi übte trotz großer Erleichterung deutliche Kritik. Über die kollektive Unaufmerksamkeit, als Ungarn direkt nach dem Anstoß zur erneuten Führung kam, sagte er:

Das darf natürlich niemals passieren, wenn du bei so einem Turnier etwas erreichen willst.
Leon Goretzka

Die Stimmen nach dem Spiel Deutschland gegen Ungarn.

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Kimmich sieht "viele Fehler"

Auch Joshua Kimmich, zum Spieler des Spiels gekürt, monierte: "Wir machen einfach zu viele Fehler, standen auch bei Ballbesitz nicht gut genug." Zudem habe man sich "brutal schwer getan", Chancen herauszuspielen.

Das zog sich in der Tat durch die gesamte Partie, wie schon beim 0:1 gegen Frankreich im ersten Gruppenspiel. Auch diesmal fehlte es an Durchschlagskraft und auch diesmal wurde die deutsche Elf beim 0:1 ausgekontert.

Drittes 0:1 in Serie

Es war das dritte 0:1 in Deutschlands drittem Spiel bei dieser EM. Nur gegen Portugal hatte es danach noch zu einem Sieg gereicht (4:2), der manche Defizite überdeckte. Kimmich sagte:

Ich hoffe, dass wir jetzt endlich im Turnier angekommen sind.
Joshua Kimmich

Er erkannte - wenig überraschend - noch "Luft nach oben" bei der deutschen Mannschaft.

Der Klassiker gegen England in Wembley könnte den erhofften Lerneffekt vielleicht beschleunigen, allein schon wegen der besonderen Motivation. Ein konzentrierter Auftritt käme Löw sehr gelegen, zumal ja jedes Spiel nun sein letztes als Bundestrainer sein kann.

Neuers Optimismus und Vorfreude auf Wembley

Gegen England, glaubt aber auch Manuel Neuer, werde es "ein ganz anderes Spiel" als gegen Ungarn. Der Torwart bezieht seinen Optimismus aus der Qualität des Gegners und daraus, dass dieser wohl mehr mitspielen wird als Ungarn.

Man habe ja gesehen, wozu die deutsche Mannschaft gegen spielstarke Teams in der Lage sei, erinnerte Neuer an das 4:2 gegen Portugal. Und man habe "trotzdem Selbstvertrauen, auch wenn wir 2:2 gegen Ungarn gespielt haben", versicherte er.

Auch Kimmich blickte schon vorfreudig gen Achtelfinale, auf England in Wembley. Er sagte: "Ein schöneres Spiel gibt es fast nicht." Aus deutscher Sicht stimmt das zumindest dann, wenn es nicht das letzte ist bei dieser EM - und in der Ära Löw.

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