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EM: Laserpointer und Pfiffe - UEFA verhängt Geldstrafe gegen England

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Der englische Verband FA muss nach dem Fehlverhalten einiger Fans im EM-Halbfinale wie erwartet eine Strafe zahlen. Die UEFA verhängte eine Geldbuße in Höhe von 30.000 Euro.

Fußball-Fans feiern im Stadion
Englands Fans vergaßen bei der EM oft das Fairplay
Quelle: dpa

Nachdem es beim EM-Halbfinale gegen Dänemark zu Ausschreitungen gekommen war, reagierte der europäische Fußballverband UEFA wie erwartet. Bestraft wurde die Verwendung eines Laserpointers durch Zuschauer, die Störungen durch Fans während des Abspielens der dänischen Nationalhymne und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern.

England spielt an diesem Sonntag (21.00 Uhr/ZDF) wieder im Wembley-Stadion im Finale gegen Italien.

Britische Polizei ermittelt noch

Offen war noch, zu welchem Ergebnis die Ermittlungen der britischen Polizei kommen. Diese hatte die britische Staatssekretärin Susan Williams am Donnerstag im Parlament in London angekündigt.

Den Vorfall, bei dem Dänemarks Torhüter Kasper Schmeichel im Halbfinale am vergangenen Mittwoch während eines Elfmeters mit einem grünen Laserpointer ins Gesicht geleuchtet wurde, bezeichnete sie als "abscheulich".

Buhrufe im Achtelfinale gegen Deutschland

Zwischenfälle bei den Hymnen hatte es auch in vorherigen Spielen bereits gegeben. So waren vor dem Achtelfinale Englands gegen Deutschland (2:0) Pfiffe und Buhrufe während der Hymnen zu hören gewesen.

Ungarns Außenminister beschwert sich

Bereits am Freitag hatte die UEFA den ungarischen Fußballverband bestraft. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto hat die Europäische Fußball-Union daraufhin am Samstag scharf angegriffen. Die UEFA hatte die ungarische Mannschaft wegen diskriminierenden Verhaltens seiner Fans bei den EM-Spielen gegen Portugal, Frankreich und Deutschland unter anderem mit zwei Heimspielen ohne Fans bestraft. 

"Wie es scheint, beschäftigt die UEFA wohlbekannte Zuseher-Spitzel nach Vorbild der (kommunistischen) Betriebskampfgruppen", schrieb Szijjarto am Samstag auf seiner Facebook-Seite. 

Sie haben nichts anderes zu tun, als Berichte darüber zu schreiben, wer was im Publikum gesagt oder nicht gesagt hat.
Ungarns Außenminister Peter Szijjarto

So wie im Kommunismus seien "keine Beweise, sondern nur ein Spitzelbericht" nötig, fügte er hinzu. Die Disziplinarkammer des Kontinentalverbands hatte am Freitag entschieden, dass Ungarns Fußball-Nationalteam seine nächsten zwei UEFA-Heimpflichtspiele ohne Zuschauer austragen muss.

Homophobe Sprechchöre von den Rängen

Für eine dritte Partie gilt eine Bewährung von zwei Jahren. Dazu muss der ungarische Verband eine Geldstrafe von 100.000 Euro zahlen. Die Disziplinarkammer begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass ungarische Fans vor Spielbeginn in München nach Angaben der Polizei homophobe Sprechchöre skandiert hätten.

Bei den Spielen in der Budapester Puskas-Arena hätten Fans mehrere französische Spieler rassistisch beschimpft und den portugiesischen Star Cristiano Ronaldo übel angefeindet. 

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