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DFB-Team gegen Ungarn - Löws Gunst der Vielfalt

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Im abschließenden Gruppenspiel gegen Ungarn (21 Uhr/live im ZDF) wird der Bundestrainer seine Startelf verändern. Er denkt dabei ans Etappenziel Achtelfinale – und darüber hinaus.

Das DFB-Team will im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn nichts mehr anbrennen lassen. Bundestrainer Joachim Löw muss wohl auf Thomas Müller verzichten.

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Joachim Löw hatte es zuletzt bereits angekündigt. Es sei "so sicher wie das Amen in der Kirche", dass sich seine Startelf im Verlaufe der EM verändern werde, hatte der Bundestrainer gesagt.

Im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn (21 Uhr/ ZDF) wird es nach den identischen Formationen gegen Weltmeister Frankreich (0:1) und Europameister Portugal (4:2) nun so weit sein.

Müller guckt zu  

Jedenfalls ist damit zu rechnen, dass Löw punktuell Spielern der zweiten Reihe mehr Einsatzzeit gibt. Teils gezwungenermaßen und von Anfang an, teils im Laufe des Spiels. Zumal der Einzug ins Achtelfinale schon mit einem Remis erreicht wäre.

Änderungen sind allein schon wegen Thomas Müllers Kapselverletzung im rechten Knie zu erwarten. Zusammen mit Lukas Klostermann (Muskelfaserriss) joggte Müller am Dienstag und schaute den Kollegen beim Abschlusstraining zu.

Bundestrainer Joachim Löw vor dem Spiel Deutschland gegen Ungarn im sportstudio-Interview.

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Löws Erwägungen

Doch auch abgesehen von aktuellen Blessuren dürfte Löw erwägen, die Belastung im 26 Spieler umfassenden Kader zu verteilen.

Sinnvoll erscheint das, weil Ergänzungskräfte so besser eingebunden werden und spüren, dass sie wichtig sind und gebraucht werden. Auch im Hinblick auf jene vier Spiele, die im Idealfall nach Ungarn noch folgen sollen bei dieser EM.

Infografik: So kommt Deutschland ins Achtelfinale
Infografik: So kommt Deutschland ins Achtelfinale
Quelle: instagram.com/sportstudio

Debatte übers Regenbogen-Verbot

Löw muss schon von Amts wegen vorausdenken, und in seinen Personal-Planungen dürfte er sogar bereits über das Achtelfinale hinaus mögliche Szenarien entwerfen, um für alle Fälle vorbereitet zu sein.

Um die Aufstellung der deutschen Nationalmannschaft ging es allerdings sogar bei den Fans zunächst nur am Rande. Die Debatte ums Verbot der UEFA, die Münchner Arena in Regenbogen-Farben zu beleuchten, überlagerte die sportlichen Fragen.

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Münchens Antrag

Die Stadt München hatte die bunte Illuminierung beantragt, um ein Zeichen gegen die Einschränkungen der "Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender (LGBTIQ)" in Ungarn zu setzen, wie Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in einem Brief an UEFA-Präsident Aleksander Čeferin und an Rainer Koch, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), geschrieben hatte.

Nun sollen von München aus auch ohne Regenbogen-Beleuchtung der Arena andere Signale der Toleranz für jedwede sexuelle Orientierung gesendet werden.

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Goretzka erster Kandidat

Sportlich will sich Löw derweil die Gunst der Vielfalt in seinem Kader zu Nutze machen.

Mittelfeldspieler Leon Goretzka, der nach seinem Muskelfaserriss gegen Portugal für eine gute Viertelstunde eingewechselt worden war, gilt als erster Ersatzkandidat für Müller im zentralen offensiven Mittelfeld.

Ich fühle mich wieder topfit. Für mich kann das Turnier jetzt auch richtig losgehen.
Leon Goretka

Und zum Einsatz auf der Zehner-Position hat Goretzka auch eine klare Meinung: "Ich traue mir die Rolle grundsätzlich zu." Es gäbe weitere Kandidaten für eine Pause neben Müller, zumal sich leichte Beschwerden auch bei Mats Hummels (chronische Reizung der Patellasehne) und Ilkay Gündogan (Wadenprobleme) eingestellt hatten.

Hummels, Gündogan und Kroos im Abschlusstraining

Am Montag hatte Toni Kroos zur Schonung ebenfalls auf eine Teilnahme am Teamtraining verzichtet. Serge Gnabry trug dabei weiterhin ein Tape am Knie.

Auch Robin Gosens klagte zuletzt über schmerzende Adduktoren, trainierte aber ebenfalls mit. Beim Abschlusstraining waren auch Hummels, Gündogan und Kroos wieder dabei.

Mehr Minuten für Reservisten?

Ob sie alle wieder von Beginn an spielen, ist offen. Möglich erscheint auch, dass Löw Ergänzungsspielern wie Niklas Süle, Marcel Halstenberg, Emre Can oder Leroy Sané zumindest im Laufe des Spiels mehr Minuten gibt.

Wie wichtig die Reservisten im Turnierverlauf sein können, hatte der Bundestrainer ja schon in der EM-Vorbereitung erklärt.

Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der Fußball-EM angekommen. Beim 4:2-Sieg über Portugal überzeugte vor allem die Offensive.

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