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Italien im EM-Halbfinale - "Bella figura" auch gegen Spanien

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Selten war eine Squadra Azzurra so gut anzusehen wie unter Trainer Roberto Mancini. Das weckt die Vorfreude auf den EM-Klassiker Italien - Spanien.

Roberto Mancini steht am Spielfeldrand.
Italiens Nationalstrainer Roberto Mancini: "In einem EM-Halbfinale wird man kaum ein leichtes Spiel finden"
Quelle: ap

Die Sonnenbrille steckte am Vortag des Halbfinals lässig im dunkelblauen Polo-Shirt, der Reißverschluss der azurblauen Trainingsjacke war ein Stückchen heruntergezogen. Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini legt auf ein gepflegtes Erscheinungsbild seit jeher großen Wert.

Die ausgestellte Ästhetik des Trainers passt bestens zum schicken Erscheinungsbild der Squadra Azzurra vor dem EM-Halbfinale zwischen Italien und Spanien in Wembley (Dienstag, 21 Uhr/ARD). Ein Klassiker, der mit hohen Erwartungen verknüpft ist, weil, große Überraschung, die Italiener wie die Spanier spielen: offensiv, aggressiv, dominant. Gierig aufs Gewinnen. Nur nicht ganz so gepolt auf Ballbesitz, weshalb Mancini sagte:

Der Tiki-Taka-Fußball hat die Spanier zu außergewöhnlichen Erfolgen gebracht, sie spielen das immer noch sehr gut. Unser Fußball ist anders, wir werden versuchen, unseren Stil durchzubringen.

Auf der virtuellen Pressekonferenz in London hatte der 56-Jährige fortwährend die Hände gefaltet, obwohl er sicherlich nicht um himmlischen Beistand bat. Ihm geht es darum, dass sein Kollektiv in München beim Schlagabtausch gegen Belgien (2:1) bis an die Leistungsgrenze geht: "Wir sind in einem EM-Halbfinale, da wird man kaum ein leichtes Spiel finden."  Er erwartet eine "großartige" Begegnung.

Italien: Seit 32 Länderspielen keine Niederlage

Nach 32 Länderspielen ohne Niederlage soll die Serie nicht ausgerechnet in der heiligen Kathedrale des englischen Fußballs enden. Das würde nicht zu Mancinis Mission passen.

Dass so gut wie keine Zuschauer aus Italien oder Spanien dabei sein könnten, empfindet Mancini übrigens als "sehr ungerecht".  Ganz Italien ist verblüfft über "bella figura" seines Ensembles, das auf dem Platz ein Füllhorn an Fantasie ausspuckt.

Fußball-EM 2020 - Italien - Spanien 

Halbfinale

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Kollektiver Rausch in Rom

Die Anhänger können es kaum glauben: Ein fast schon kollektiver Rausch hatte am Freitagabend die Fanzone von Rom ergriffen, die Via dei Fori Imperiali, die sonst die Touristenströme von der Piazza Venezia zum Piazza Colosseo lenkt, als Hort überbordender Fußball-Träume. Auf einmal bietet der vierfache Weltmeister nicht nur Ergebnis, sondern auch noch Erlebnis.

Neue Namen sind aufgetaucht: Torwart Gianluigi Donnarumma, 22 Jahre jung, der alle Anlagen mitbringt, um in den Status eines Dino Zoff oder Gianluigi Buffon zu gelangen, und die Abwehrfestung mit den Altmeistern Giorgio Chiellini, 36, und Leonardo Bonucci, 34, nehmen Schlüsselrollen, um die Grundtugenden abzusichern. Aber was der Offensivliebhaber Mancini, der nur 34 Länderspiele für Italien absolvierte, obwohl er nicht wenig Talent am Ball besaß, davor gebaut hat, verdient Beachtung.

Die Viertelfinal-Tore von Italien und Spanien

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Gut ausgebildete Fußballer aus der Serie A  

Welcher Experte hatte denn wirklich einen Nicolo Barella (Inter Mailand), Manuel Locatelli und Domenico Berardi (beide Sassuolo Calcio) oder Federico Chiesa (Juventus Turin) auf der Rechnung? Wer glaubte noch an das ewig unerfüllte Versprechen Lorenzo Insigne (SSC Neapel)? Die "Mancio"-Boys beweisen gerade, dass die Serie A doch noch immer ein reiches Reservoir gut ausgebildeter Fußballer hat.  

Keine Weltstars wie Kylian Mbappé oder Paul Pogba, aber dafür lassen sie ihre Eitelkeiten in der Kabine. Kein Team wirkt besser abgestimmt als Italien, auch Spanien überzeugte ja bislang nur punktuell.

Schiedsrichter Felix Brych

Fußball-EM: Italien - Spanien - "Extrem fit": Brych pfeift Halbfinale 

Am Dienstag schlägt in Wembley die große Stunde für Felix Brych. Der Schiedsrichter aus München leitet das EM-Halbfinale Italien - Spanien.

Italien - Spanien: Schwelgen in Erinnerungen

Die Geschichte der beiden Nationen ist voll von Kreuzungspunkten. Als sich bei der EM 2008 in Wien die Spanier gegen Italien im Elfmeterschießen im Viertelfinale durchsetzen, sollte dies das Schlüsselerlebnis sein, um drei große Titel (Europameister 2008 und 2012, Weltmeister 2010) zu gewinnen. Das rauschhafte 4:0 im EM-Finale 2012 eben gegen Italien gilt als die Vollendung des Tiki-Taka-Stils.

Doch dann war es eben Italien, dass vor fünf Jahren den Titelverteidiger aus dem Turnier katapultierte. Spanien musste sich an eine Neuausrichtung machen. Spannend, wer jetzt die Deutungshoheit gewinnt.


UEFA EM 2020 - Alle Spiele, alle Tore

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