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Nach Beleidigungen - Rashford: "Komme stärker zurück"

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Er verschoss den Elfmeter im EM-Finale, dann hagelte es rassistische Beleidigungen: Der englische Fußballer Rashford hat sich nun mit einer emotionalen Botschaft zu Wort gemeldet.

Kinder legen Botschaften der Unterstützung auf der Oberseite der Müllbeutel, die über rassistische Äußerungen auf dem Wandbild von Manchester United Stürmer und England-Spieler Marcus Rashford an der Wand geklebt wurden 12.07.2021
Nach der EM-Niederlage im Wembley-Stadion sind Spieler der englischen Nationalmannschaft im Netz rassistisch beleidigt worden.
Quelle: AP

"Ich kann mir Kritik an meiner Leistung den ganzen Tag lang anhören, mein Elfmeter war nicht gut genug, er hätte reingehen sollen, aber ich werde mich niemals dafür entschuldigen, wer ich bin und wo ich herkomme", schrieb der englische Nationalspieler Marcus Rashford am Montagabend in den sozialen Netzwerken.

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Der 23-Jährige hatte beim 2:3 im Elfmeterschießen gegen Italien im Endspiel der Fußball-Europameisterschaft seinen Versuch an den Pfosten geschossen. Anschließend wurde er wie seine Teamkollegen Bukayo Saka und Jadon Sancho, die ebenfalls nicht getroffen hatten, im Internet rassistisch beleidigt.

Ein Wandgemälde in Withington in der Nähe von Manchester, das Rashford zeigt, wurde zunächst mit Schimpfworten beschmiert. Dies wurde anschließend von vielen Fans mit unterstützenden Botschaften und Herzen überdeckt.

Nach dem EM-Finalspiel England gegen Italien kam es zu zahlreichen Ausschreitungen in Wembley. Auch wurden die drei Fehlschützen via Social-Media rassistisch beschimpft.

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Selbstzweifel ausräumen

"Die Botschaften, die ich heute erhalten habe, waren geradezu überwältigend, die Antwort in Withington hat mich den Tränen nahe gebracht", schrieb Rashford weiter. Wegen seines Fehlschusses fühle er sich, als habe er seine Teamkollegen im Stich gelassen und frage sich seitdem immer wieder, warum er nicht getroffen habe.

Sein Statement schloss er mit den Worten: "Ich bin Marcus Rashford, 23 Jahre alt, schwarzer Mann aus Withington und Wythenshawe, South Manchester. Wenn ich nichts anderes habe, habe ich dies. Für alle freundlichen Nachrichten, danke. Ich werde stärker zurückkommen. Wir werden stärker zurückkommen. MR10."

Pogba: "Seid stolz auf euch"

Der französische Fußballstar Paul Pogba hat sich bei Facebook mit aufmunternden Worten an die drei englischen Nationalspieler gewandt: "Ich bin stolz auf euch", schrieb Pogba am Montagabend. "Mal gewinnt man, mal verliert man. Ihr habt den Mut gehabt, zum Elfmeter anzutreten, und ihr habt euren Wert gezeigt, indem ihr eurem Land geholfen habt, das Endspiel zu erreichen."

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Tyrone Mings kritisiert Inneministerin

Der englische Fußball-Nationalspieler Tyrone Mings hat unterdessen die britische Innenministerin Priti Patel für ihr Verhalten in der Debatte um Rassismus und kniende Profis kritisiert. Patel hatte sich zwar am Montag "angeekelt" über rassistische Beleidigungen gegen englische Spieler nach dem verlorenen EM-Finale gegen Italien gezeigt.

Zuvor hatte die konservative Politikerin jedoch wie Premierminister Boris Johnson immer wieder Verständnis für Menschen gezeigt, die ihren Unmut über das Knien der Spieler gegen Rassismus sowie die Bewegung "Black Lives Matter" äußerten.

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Nach der Kritik an Patel hat sich die Regierung hinter Patel gestellt. "Sie hat rassistische Beleidigungen im Internet durchgehend verurteilt", sagte Finanz-Staatssekretär Steven Barclay am Dienstag dem Nachrichtensender Sky News. Außerdem sei sie selbst bereits Opfer rassistischer Beleidigungen geworden.

Patel selbst hat indisch-ugandische Wurzeln, sie hat ihre politische Karriere auf dem Ruf aufgebaut, eine harte Linie gegen illegale Einwanderung zu fahren.

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