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Historische Reds, enttäuschende Gunners

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Fußball | Premier League - Historische Reds, enttäuschende Gunners

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In England geht eine denkwürdige Premier-League-Saison zu Ende. Dabei haben Jürgen Klopp und der FC Liverpool dank der Corona-Pause für einen historischen Treppenwitz gesorgt.

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp und Torwart Alisson umarmen sich
Liverpool-Trainer Jürgen Klopp und Torwart Alisson
Quelle: imago images/Sportimage

Vielleicht ist ja der Aufstieg von Leeds United ein gutes Omen. Als Leeds zuletzt in der Premier League spielte, holte der FC Arsenal ungeschlagen den Titel. Das war allerdings 2004.

Arsenal mit verkorkster Saison

2019/2020 haben die stolzen Gunners die schlechteste Saison seit 25 Jahren gespielt, mit nur 14 Siegen, einem lausigen achten Tabellenrang und Mesut Özil auf der Tribüne. Gibt es eine große Enttäuschung der Saison, es sind wohl die Gunners. 

Was einst Arsenal war, ist aktuell der FC Liverpool. Jürgen Klopps Team raste zur ersten Meisterschaft seit 30 Jahren, schon im März hatten die Reds 25 Punkte Vorsprung.

30 Jahre hat es gedauert, bis der FC Liverpool jubeln konnte. Das Team von Jürgen Klopp gewann gestern die englische Meisterschaft - sieben Spieltage vor Ende der Saison. Nicht nur in der fußballverrückten Stadt sorgt das für Ekstase.

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Klopp zu Tränen gerührt

Die Mannschaft verfolgte den entscheidenden Ausrutscher Manchester Citys gemeinsam auf einer Dachterrasse, Jürgen Klopp brach tränenreich ein TV-Interview ab und die Fans vergaßen für eine rauschende Nacht die Corona-Pandemie. Sie werden Klopp eines Tages, darauf sollte man wetten, eine Statue bauen.

In der Vorsaison waren die Reds nur um einen Punkt an City gescheitert, und man will sich gar nicht Klopps Gemütslage vorstellen, wenn die diesjährige Saison wegen der Corona-Pandemie abgebrochen worden wäre. Die Infektionszahlen waren hoch, die Politik, namentlich Premier Boris Johnson, träge, auch in der Liga gab es Covid-Fälle, etwa Chelseas Callum Hudson-Odoi oder Arsenal-Coach Mikel Arteta.

Corona-Pause ab Mitte März

Mitte März unterbrach die FA die Saison, mit denselben Begleiterscheinungen wie hierzulande. Gehaltsverzicht und Kurzarbeit, Spieler, die um ihre Gesundheit fürchteten, schließlich ein Hygienekonzept, mit dem es ab Mitte Juni weitergehen konnte, mit Geisterspielen, regelmäßigen Tests und trotz dreier positiver nach dem Restart.

Und mit einem historischen Treppenwitz: Durch die Unterbrechung wurde Liverpool der früheste und gleichzeitig späteste Meister jemals: Sieben Spieltage vor Schluss, und doch weit im Sommer.

Farke steigt ab

Der andere deutschen Trainer, Daniel Farke, stieg mit Norwich als Tabellenletzter ab. Ihm folgten Watford und Bournemouth. Überraschend zu kämpfen hatte West Ham, trotz Investitionen von 120 Millionen. Im Gegensatz zu Überraschungsteam Sheffield United. Der Aufsteiger wurde mit bescheidenen Mitteln neunter und durfte zeitweise vom Europacup träumen, bevor sich die Arrivierten dann als zu stark erwiesen.

Etwa Manchester United, deren 55 Millionen Euro für Spielmacher Bruno Fernandes gut investiert waren. Im Winter noch Achter, führte der Portugiese den Rekordmeister noch auf Rang drei. Einen Platz vor Chelsea. Beide Klubs rüsten auf, um bald wieder in die Phalanx Liverpool / City einzubrechen.

Kurt Zouma (FC Chelsea/links) im Zweikampf mit Mohamed Salah (FC Liverpool) am 22. Juli 2020

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Chelseas Projekt "Wiederangriff"
 

Im Schatten von Liverpool und ManCity entwickelt der FC Chelsea ein Top-Team. Der geplante Transfer von Kai Havertz zeigt, was das Ziel ist: der Titel in der Premier League.

von Stephan Reich

Arsenals Chance auf Wiedergutmachung

Das wird der FC Arsenal so schnell wohl nicht mehr. Immerhin: Am 1. August steigt das FA-Cup-Finale gegen Chelsea. Und was würde besser für eine bescheidene Saison entschädigen als ein Pokalsieg?

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