Fenerbahce: Keine Entschuldigung nach Putin-Rufen

    Nach Putin-Rufen beim Fußball:Fenerbahce: Keine Entschuldigung bei Ukraine

    30.07.2022 | 22:41
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    Bei einem Spiel gegen Dynamo Kiew skandierten Fans von Fenerbahce Istanbul Putins Namen. Der Verein distanziert sich - entschuldigen will sich der Club-Präsident aber nicht.

    Nach "Wladimir Putin"-Rufen durch Fans von Fenerbahce Istanbul beim Spiel gegen Dynamo Kiew hat sich der Club vom Verhalten der Fans distanziert - bei der Ukraine entschuldigen will sich Vereinspräsident Ali Koc aber nicht. "Meiner Meinung nach waren es unangebrachte, unnötige Rufe. Sie waren weit entfernt von der Identität und den Werten von Fenerbahce. Aber was sollen wir machen, den Menschen den Mund mit einem Reißverschluss verschließen?", sagte Koc am Samstag nach Angaben der Sportzeitung "Fanatik".

    Wir werden uns nicht bei der Ukraine entschuldigen.

    Ali Koc, Präsident Fenerbahce Istanbul

    Fenerbahce-Fans mit Putin-Rufen

    Koc betonte zudem, dass die ukrainischen Spieler die Fans mehrmals provoziert hätten. Die Haltung von Fenerbahce sei klar, sagte Koc weiter: "Wir stehen auf der Seite von niemanden, wir sind gegen den Krieg, wir sind auf der Seite der Menschlichkeit. So klar ist unsere Haltung."
    Zahlreiche Fenerbahce-Anhänger hatten in der zweiten Halbzeit der Partie der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde am Mittwochabend in Istanbul den Namen des russischen Präsidenten Wladimir Putin skandiert. Witalij Bujalskyj (57. Minute) hatte Kiew in Führung gebracht, anschließend gab es die "Wladimir Putin"-Rufe von der Tribüne. 

    UEFA will disziplinarische Untersuchung einleiten

    Die Fußball-Union UEFA will wegen des Vorfalls eine disziplinarische Untersuchung einleiten. Der ukrainische Rekordmeister setzte sich am Mittwochabend im Rückspiel in Istanbul mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung durch.
    Der knappe Auswärtssieg reichte nach dem 0:0 im Hinspiel, um die dritte Qualifikationsrunde für die Königsklasse zu erreichen. Dabei trifft Kiew auf den österreichischen Vertreter Sturm Graz.
    Quelle: dpa
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