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Suspendierung Infantinos erstmal vom Tisch

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FIFA-Ethikkommission - Suspendierung Infantinos erstmal vom Tisch

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Gianni Infantino muss keine Sanktion durch die FIFA-Ethikkommission befürchten. Laut Chefermittlerin wurde das Verfahren gegen den FIFA-Chef aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Archiv: Gianni Infantino am 03.03.2020 in Amsterdam
"Verschiedene behauptete Verstöße" gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino
Quelle: Reuters

Wie der Fußball-Weltverband mitteilte, hat Chefermittlerin María Claudia Rojas im Mai 2020 zwar eine Voruntersuchung gegen Gianni Infantino eingeleitet. Doch "nach Prüfung der maßgebenden Unterlagen und Beweise" sei beschlossen worden, "das Verfahren wegen mangelnder glaubhafter Beweise" einzustellen. Eine vorsorgliche Suspendierung des 50-jährigen Verbandschefs ist damit vom Tisch.

Infantinos verdächtiger Flug

Die Ethikkommission untersuchte laut FIFA "verschiedene behauptete Verstöße", vor allem aber die Buchung eines Charterfluges von Suriname nach Genf sowie die geheimen Treffen von Infantino mit dem Leiter der Bundesanwaltschaft, Michael Lauber. Wegen der Treffen hatte die Schweizer Staatsanwaltschaft Ende Juli ein Strafverfahren gegen Infantino eröffnet. Der Vorwurf lautet unter anderem auf Anstiftung zum Amtsmissbrauch. Lauber ist in der Schweiz enorm in die Kritik geraten und wird seinen Posten Ende August aufgeben.

Laut "Süddeutsche Zeitung" hat Infantino kurzfristig einen Privatflieger genutzt, um aus Südamerika in die Schweiz zurückzureisen. Gegenüber dem Compliance-Chef des Weltverbandes, Tomaz Vesel, der eine Erklärung einforderte, habe er die dadurch anfallenden höheren Kosten im angeblich sechsstelligen Bereich mit dringenden Terminen am Folgetag gerechtfertigt, die es laut "SZ" zumindest zum Teil nie gegeben haben soll.

Chefermittlerin Rojas: "Eingehend geprüft"

In beiden Fällen hatte die FIFA die Vorwürfe zurückgewiesen. Chefermittlerin Rojas habe die Voruntersuchung zunächst wegen "Informationen, die auf verschiedenen Medienkanälen publiziert wurden" eingeleitet, teilte die FIFA mit. Im weiteren Verlauf habe sie Einsicht in mehrere Unterlagen zu der Lauber-Affäre gehabt und diese "eingehend geprüft". Wann der eingesetzte außerordentliche Staatsanwalt zu einem Ergebnis im Strafverfahren kommt, ist noch nicht abzusehen.

Laut FIFA wurde Infantino am 21. Juni auch bei der Ethikkommission angezeigt. Das Ergebnis der Untersuchung: "Auf der Grundlage der vorliegenden Informationen ist derzeit keine der geprüften Handlungen ein Verstoß gegen das FIFA-Regelwerk - einige betreffen nicht einmal Bestimmungen des FIFA-Ethikreglements - oder würden den Erlass irgendwelcher Maßnahmen wie etwa einer vorsorglichen Suspendierung rechtfertigen."

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