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Fußball : Wer wird die Starspielerin der Frauen-EM?

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Wer hat das Zeug, die 13. Frauen-Europameisterschaft zu prägen? Vier Spielerinnen könnten in den Fokus kommen. Wer sie sind: ein Überblick.

Lucy Bronze
Englands Lucy Bronze hat alle Voraussetzungen um bei dieser EM als Starspielerin zu glänzen.
Quelle: imago

Wie England die Frauen-EM inszenieren will - groß und mächtig - war am Kreidefelsen von Dover zu besichtigen, als das Konterfei von Ellen White erschien. Die Projektion der Torjägerin der englischen Nationalmannschaft war über 60 Meter hoch, was als ordentliches Maß an Wertschätzung durchgeht. Wer sind weitere Persönlichkeiten, deren Stern bei diesem Turnier strahlen könnte?

Der Weg der DFB-Frauen zur Weltspitze

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44 min
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Die englische Anschieberin: Lucy Bronze

Es war nach der WM 2019, als Ralf Kellermann, der Sportliche Leiter des VfL Wolfsburg und profunder Kenner des internationalen Frauenfußballs, betonte, wer ihm abseits des Hypes um US-Vorkämpferin Megan Rapinoe als Fußballerin am besten gefallen hatte: Lucy Bronze, die rechte Außenverteidigerin von England.

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Die Wahl von Bronze zur Weltfußballerin 2020 gab Kellermann verspätet recht. Es gibt niemand, der von dieser Position so viel Einfluss ausübt wie die 30-Jährige. Bronze sammelte mit Olympique Lyon viele Titel, spielte zuletzt für Manchester City, wird nun aber zum FC Barcelona wechselt, wo sie eine der am besten bezahlten Fußballerinnen der Welt werden soll.

Die französische Königin: Marie-Antoinette Katoto

Was ist das für ein Wandel? Noch bei der Heim-WM 2019 war Marie-Antoinette Katoto nicht gut genug für die französische Nationalelf. Nicht nominiert von der bis heute nicht unumstrittenen Trainerin Corinne Diacre, die die damals 20-jährige Stürmerin für zu unerfahren, zu unauffällig in großen Spielen hielt.

Frankreichs Marie Antoniette am Ball während das Spiels Frankreich gegen Vietnam am 01.07.2022
Marie-Antoinette Katoto.
Quelle: IMAGO

Jetzt ist Katoto gesetzt. Wettbewerbsübergreifend 46 Tore hat sie für Paris St. Germain erzielt, davon jeweils zwei in den Champions-League-Begegnungen gegen den FC Bayern und Olympique Lyon. Mit ihren 1,77 Metern zählt sie zu den besten Kopfballspielerinnen. Die 23-Jährige kann jederzeit den Unterschied ausmachen. Ihr Limit hat sie längst noch nicht erreicht.

Die niederländische Tormaschine: Vivianne Miedema

Bei der gewonnenen Heim-EM 2017 haben sich die Niederlande katapultartig ins Rampenlicht geschossen. Doch der Titel war keine Eintagsfliege, wie der Einzug ins WM-Finale zwei Jahre später bewies. Diese Entwicklung hängt eng mit Vivianne Miedema zusammen, die für die "Oranje Leuwinnen" in 108 Länderspielen 92 Tore erzielt hat.

Vivianne Miedema während der WM Qualifizerungsrunde Niederlande gegen Weißrussland am 28.06.2022
Vivianne Miedema.
Quelle: IMAGO

Erstaunlich, wie oft die 25-Jährige betont, dass sie lieber etwas zurückgezogener eingesetzt werden möchte: "Ich liebe es wirklich, den Ball im Mittelfeld aufzunehmen und Dinge für andere zu kreieren." Miedema hat beim Turnier England ein Heimspiel, ihren Vertrag beim FC Arsenal hat sie verlängert.

Der schwedische Favoritenschreck: Stina Blackstenius

Die Schwedin Stina Blackstenius entschied sich erst mit 15 Jahren, auf die Karte Fußball zu setzen - bis dahin war sie auch eine sehr gute Handballerin. Ihre Stärke ist der Abschluss, in vorderer Linie macht sie zudem viele Bälle fest. Groß auf spielte sie beim Olympischen Fußballturnier im vergangenen Jahr, als ihr gegen die USA zwei Treffer gelangen. Erst im Finale unterlagen "Tre Kronor" unglücklich nach Elfmeterschießen gegen Kanada.

Stina Blackstenius aus Schweden und Tainara aus Brasilien während des internationalen Freundschaftsspiels der Frauen Schweden gegen Brasilien am 28.06.2022
Stina Blackstenius.
Quelle: IMAGO

Auch am Viertelfinalaus der deutschen Elf bei der WM 2019 war die 26-Jährige beteiligt - als Favoritenschreck funktioniert sie besonders.  Mit 19 hat sie mal im Finale der U19-EM den heutigen spanischen Nationaltrainer Jorge Vilda derart beeindruckt, dass dieser sie danach mit Cristiano Ronaldo verglich.

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