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Keine Sperre gegen ManCity - CAS-Urteil ein Fest für reiche Investoren

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Der Internationale Sportgerichtshof hat die Europapokal-Sperre gegen Manchester City aufgehoben. Zurück bleiben ausschließlich Verlierer - außer den "Citizens" und deren Eigner.

Kommentar: Thomas Wark zu Manchester City
Thomas Wark zur Aufhebung der Sperre für Manchester City durch den CAS.
Quelle: ZDF/dpa

Der Sumpf, in dem Teile des Profisports aus völlig verschiedenen Gründen zu versinken drohen, ist mit dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshof CAS möglicherweise ein paar Fuß tiefer geworden. Die Klubeigner aus Abu Dhabi und ihre Lakaien in Manchester werden sich als Profiteure des Richterspruchs auf die Schultern hauen, ansonsten bleiben nur Verlierer auf der Strecke.

In vorderster Linie die Europäische Fußball-Union (UEFA), die vor fünf Monaten in erster Instanz eine zweijährige Sperre gegen Manchester City für alle europäischen Pokalwettbewerbe verhängt hatte. Die Beweislage war erdrückend, nicht zuletzt durch veröffentlichte Dokumente von "Football Leaks".

Verbotene Zuwendungen von Scheich Mansour

Zwischen 2012 und 2016 hatte Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, dessen Vermögen auf ca. 30 Milliarden Dollar geschätzt wird, eine Finanzspritze von etwa 180 Millionen Euro nach Manchester transferiert, um ein Finanzloch der wenig zimperlichen Geldausgeber auszugleichen.

Diese Zuwendungen waren laut Financial Fairplay (FFP) nicht nur deutlich "überrissen", sondern gar nicht statthaft. Denn die Statuten der Wächter über die Wettbewerbsgleichheit im europäischen Fußball sehen eine Obergrenze von 45 Millionen vor.

Brutale Grätsche von ManCity

Das Foulspiel von Manchester City aber wurde spätestens zu einer brutalen Grätsche, als durch vereinsinterne Dokumente durchsickerte, dass der Scheich seine Gelder durch verschiedene staatliche Firmen der Vereinigten Arabischen Emirate wie Etihad Airways und das Tourismusbüro der VAE durchgeschoben hatte.

Dafür war Manchester City im Februar dieses Jahres gesperrt worden und dieses Urteil hat der Oberste Sportgerichtshof heute revidiert, weil Verstöße entweder nicht festgestellt werden konnten oder inzwischen verjährt sind. Über diese Begründungen der Sportrichter mag man schmunzeln, über die möglichen Auswirkungen dieses spektakulären Urteils nicht.

Brüskierte Fußball-Union

Die UEFA ist brüskiert, Financial Fairplay zu einem Zirkel romantisch verklärter Fußballnostalgiker degradiert und die reichen Fußballklubs und ihre Investoren werden diesen Tag feiern. Das Geschäft Profifußball aber ist dabei, auch seine letzten Reste von Moral und Anstand zu verlieren. Höchste Zeit, mal wieder über die anderen Strafräume dieser Branche nachzudenken.

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