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Fußball | Spanien - Kein Favorit im Clásico

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Der Clásico als Verfolgerduell: Real Madrid und der FC Barcelona kämpfen am Samstag darum, wer Tabellenführer Atlético Madrid mehr unter Druck setzen kann.

Lionel Messi (l) und Toni Kroos beim Clásico im März letzten Jahres.
Lionel Messi (l) und Toni Kroos beim Clásico im März letzten Jahres.
Quelle: imago

Mehr Expertentum geht eigentlich nicht, doch einen klaren Favoriten für den Clásico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona am Samstag (21 Uhr) kann Bernd Schuster nicht ausmachen. "Aber es wird ein hochklassiges Spiel werden, beide Teams sind in guter Verfassung", prognostizierte der Europameister von 1980, der als einziger deutscher Profi das Trikot beider Topklubs trug.

Beide Teams sind in guter Verfassung.
Bernd Schuster

Die aktuellen Zahlen belegen die Einschätzung des mittlerweile 61-Jährigen. Seit neun Spielen sind die "Königlichen" ungeschlagen, die letzte Barca-Niederlage stammt noch aus dem vergangenen Jahr (5. Dezember). Dennoch ist es ein Verfolgerduell, denn in der Primera Division grüßt seit Monaten Atlético Madrid von der Tabellenspitze.

Schuster wünscht Atlético den Titel

Der Sieger des 279. Clásicos seit 1902 würde indes den Druck auf Atlético verstärken, deshalb käme Schuster ein Remis sehr gelegen, denn: "Ich würde mich freuen, wenn Atlético nach so langer Zeit wieder einmal spanischer Meister würde. Sie hätten es verdient." Sein Herz schlägt auch für die "Colchoneros", weil er als einziger Nicht-Spanier bei Real, Barca, aber eben auch bei Atlético unter Vertrag stand. Und der letzte Meistertitel ging vor sieben Jahren an den Hauptstadtklub.

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Aktuell allerdings zeigt die Formkurve des Spitzenreiters nach unten, nur drei der letzten zehn Pflichtspiele wurden gewonnen. Daher sieht Barca-Trainer Ronald Koeman eine gute Chance, nach den letzten neun Ligaspielen doch noch an Atlético vorbeizuziehen. "Wir sind stark genug, alle restlichen Partien zu gewinnen", sagte der Niederländer.

Messi: "Einen Gang höher schalten"

Das würde tatsächlich zum Titel reichen, doch es gibt noch genügend Stolperfallen. Erst am Ostermontag quälten sich die Katalanen zu einem Last-Minute-Heimsieg gegen den Abstiegskandidaten Real Valladolid. Nach seinem 768. Pflichtspiel für Barcelona, ein neuer Vereinsrekord, forderte Lionel Messi als Reaktion auf diesen schwachen Auftritt für den Clásico eine deutliche Leistungssteigerung.

"Wir müssen mit mehr Rhythmus spielen und einen Gang höher schalten", sagte der Argentinier. Ein weitere Bestmarke, unabhängig vom Ergebnis, ist dem Südamerikaner schon sicher. Mit seinem 45. Clásico-Einsatz wird Messi mit Sergio Ramos gleichziehen. Reals Mannschaftskapitän fällt für das Prestigeduell wegen einer Muskelverletzung in der linken Wade aus.

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