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Fußball - Spanien : Ära Messi beim FC Barcelona beendet

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Die Ära von Lionel Messi beim FC Barcelona ist beendet. Der 34-Jährige konnte sich mit dem spanischen Top-Klub nicht auf einen neuen Vertrag einigen, wie die Katalanen mitteilten.

Ein Plakat des Barcelona-Fußballspielers Lionel Messi spiegelt sich im Schaufenster eines FC Barcelona-Geschäfts am 01.09.2020.
Die Ära Messi beim FC Barcelona ist beendet
Quelle: dpa

Seit dem 1. Juli ist der sechsmalige Weltfußballer nun bereits ohne Vertrag, nachdem er sich mit den Katalanen nicht auf eine Verlängerung hatte einigen können. 2000 war er aus seiner Heimat Rosario in Argentinien mit seinem Vater nach Spanien gezogen und in Barcelona zum Superstar gereift. Nach 35 gemeinsamen Titeln endete die Zusammenarbeit nun mit einer kargen Presseerklärung.

Erklärung enthält keine Details

"Auch wenn der FC Barcelona und Lionel Messi eine Einigung erzielt haben und die klare Absicht beider Parteien vorlagen, einen neuen Vertrag heute zu unterzeichnen, kann das wegen finanzieller und struktureller Hindernisse (Regelwerk Spanische Liga) nicht geschehen", hieß es in der Mitteilung.

Beide Seiten bedauern zutiefst, dass die Wünsche des Spielers und des Vereins letztlich nicht erfüllt werden.
Presemitteilung FC Barcelona

Details, warum es nicht möglich war, die Zusammenarbeit fortzusetzen, nannte der Verein zunächst noch nicht. Es könnte sich um die Regeln des Financial Fairplay in Messis Wahlheimat handeln. Dabei legt die Liga die Obergrenzen der zulässigen Gesamtsumme bei Gehaltszahlungen der Klubs fest. Die Obergrenze soll sich aus der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben ergeben.

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Fakt ist nun aber: Es ist vorbei, was seinesgleichen im Sport sucht. Neben den vielen Titeln mit dem FC Barcelona trug sich Messi als bester Torschütze mit 672 Treffern in der 121-jährigen Geschichte des Klubs ein. 778 Spiele bestritt er für den FC Barcelona.

Wo wird Messi hingehen?

Die große Frage ist nun: Wo geht der sechsmalige Weltfußballer hin? Pep Guardiola, sein einstiger Erfolgscoach beim FC Barcelona, und Manchester City wurden und werden immer wieder gehandelt.

Paris Saint-Germain könnte sich den sechsmaligen Weltfußballer, der jüngst mit der Nationalmannschaft den so ersehnten ersten Titeltriumph feierte und die Copa América gewann, sicher auch leisten.

Messi, der mit seinen drei Söhnen und seiner Frau rund 20 Kilometer von Barcelona lebt, hat sich bisher noch nicht geäußert. Sein Weggang aus Barcelona hatte sich eine Zeit lang angedeutet. Vor einem Jahr drängte er massiv, den Klub verlassen zu können

Kein Vertrauen mehr in den Klub

Indiskretionen von Seiten von Verantwortlichen sowie die demütigende 2:8-Klatsche im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern hatten Messis Vertrauen in den Klub erschüttert. Messi wollte weg, die festgeschriebenen wahnwitzigen 700 Millionen als Ablösesumme und das Veto des damaligen Vereinspräsidenten Josep Bartomeu hinderten ihn aber.

Dass später Sturmpartner Luis Suárez verkauft wurde und mit Atlético Madrid den Meistertitel feierte, wirkte auch nicht gerade lindernd auf Messis Missmut. Im März dieses Jahres kehrte Joan Laporte auf den Posten des Klub-Chefs zurück, die Hoffnung wuchs wieder, dass Messi besänftigt und sich für einen weiteren Vertrag entscheiden würde.

Neuer Barca-Boss nährte Hoffnungen auf Verbleib

Laporte war schon mal Präsident gewesen, als Messis Profi-Karriere bei Barça mit 17 Jahren begann. Ende Mai gab der FC Barcelona dann auch noch bekannt, dass Sergio Agüero kommen würde.

Die Sache schien dann auch eigentlich klar, Messi wollte Medienberichten zufolge sogar auf die Hälfte des bisherigen Gehalts verzichten und für weitere fünf Jahre unterschreiben. Nach seinem Familienurlaub in Miami und auf Ibiza sollte alles klar gemacht werden. Dann aber kam alles anders.

Präsident Joan Laporta (FC Barcelona)

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von Florian Haupt, Barcelona
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