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Turbulenzen in England - ManCity sagt Teilnahme an Super League ab

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Manchester City hat als erster der zwölf Mitgründer einen Tag nach Bekanntgabe der Pläne die Teilnahme an der Super League wieder abgesagt. Und es könnte weitere Absagen geben.

Englische Fans protestieren gegen die Super League
Englische Fans protestieren gegen die Super League
Quelle: epa

Der Tabellenführer der englischen Premier League bestätigte seinen Rückzug am Dienstagabend. Auch der FC Chelsea und Atletico Madrid sollen nach Medienberichten vor dem Rückzug stehen. Der FC Barcelona wolle seine Mitglieder befragen, berichteten spanische Medien. Damit dürfte das höchst umstrittene Projekt, das den europäischen Klub-Fußball zu spalten drohte, schon wieder vom Tisch sein.

Super League: Da waren's nur noch ...

Zwölf europäische Spitzenklubs, darunter neben City und Chelsea der FC Liverpool, Real Madrid und Juventus Turin, hatten in der Nacht zum Montag die Gründung einer milliardenschweren Super League angekündigt. Diese stünde in direkter Konkurrenz zur UEFA Champions League.

Auch Liverpool-Kapitän Jordan Henderson positionierte sich gegen die Super League positioniert, die sein Klub mitbegründet hatte.

"Wir mögen es nicht und wir wollen nicht, dass es so kommt,

schrieb der 30-jährige englische Nationalspieler aus der Mannschaft des deutschen Trainers Jürgen Klopp bei Twitter. "Unserer Verpflichtung diesem Fußballverein und seinen Unterstützern gegenüber ist absolut und bedingungslos." Auch Klopp zeigte sich wenig begeistert vom Vorpreschen seines Arbeitgebers.

Aus der Bundesliga hatte sich kein Verein der Super League angeschlossen. Finanziert werden sollte das Milliarden-Projekt durch eine US-Großbank.

Reaktionen auf Super League - FC Bayern sagt nein - Klopp wehrt sich  

Der FC Bayern und der BVB haben sich klar gegen die Super League positioniert. Mitbegründer FC Liverpool und Jürgen Klopp schlägt in England eine heftige Protestwelle entgegen.

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Sogar Premierminister Boris Johnson drohte

In England, der Heimat der Hälfte der zwölf Gründerklubs, drohte Premierminister Boris Johnson mit scharfen Sanktionen. Er kündigte in der "Sun" an, dem "lächerlichen" Milliardenprojekt die Rote Karte zu zeigen. Sein Sportminister Oliver Dowden stellte im Parlament drastische Ideen vor, um die "Big Six", die englischen Spitzenvereine, von einer Teilnahme abzuhalten. Sogar Prinz William - Präsident des nationalen Verbandes FA - mischte sich ein.

Die UEFA um ihren Präsidenten Aleksander Ceferin hatte die Initiatoren der Super League scharf attackiert und mit harten Sanktionen gedroht.

"Die UEFA veranstaltet Säbelrasseln" , so Paul Lambertz (Fachanwalt für Sportrecht) zur Drohung, Spieler der Super League von UEFA-Wettbewerben auszuschließen.

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