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Fußball - Europäische Superliga: UEFA droht den Klubs

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Der Ton im Streit um eine europäische Fußball-Superliga wird schärfer. Die UEFA droht den an den Gedankenspielen beteiligten Klubs mit empfindlichen Maßnahmen.

UEFA Präsident Aleksander Ceferin während einer Pressekonferenz in Amsterdam.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ist nicht glücklich über die Superliga-Pläne.
Quelle: reuters

Kurz vor dem Beschluss einer tiefgreifenden Reform für die Champions League kommt es erneut zum großen Machtkampf um eine mögliche Superliga. Klubs aus Italien, Spanien und England bauen zum wiederholten Male die Drohkulisse einer internationalen Abspaltung auf, die Europäische Fußball-Union UEFA und die nationalen Ligen reagierten wenig später mit einer scharfen Drohung. 

UEFA droht Klubs mit Ausschluss

Die Vereine würden von allen weiteren Wettbewerben ausgeschlossen, ihre Spieler dürften nicht mehr für Nationalteams auflaufen, teilte die UEFA mit. Dies hatten in der Vergangenheit bereits auch der Weltverband FIFA und die weiteren Kontinentalverbände angekündigt.

Nach Informationen des ZDF gehören Manchester United, Manchester City, Real Madrid und der FC Barcelona zu den Klubs, die an den Planspielen beteiligt sind. Nach weiteren Medienberichten sollen auch der FC Liverpool, Tottenham Hotspur, der FC Arsenal und der FC Chelsea dabei sein, dazu Juventus Turin und der AC Mailand.

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Der FC Bayern und Borussia Dortmund sind hingegen nicht an den Plänen beteiligt - wie auch der französische Champion Paris Saint-Germain. "Wir danken den Klubs in anderen Ländern, insbesondere den französischen und deutschen Klubs, die sich geweigert haben, sich dem anzuschließen", hieß es in einer UEFA-Mitteilung am Sonntagabend.

Auch DFL übt scharfe Kritik

Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, sagte der UEFA Unterstützung zu. "Wirtschaftliche Interessen einiger weniger Top-Klubs in England, Italien und Spanien dürfen nicht die Abschaffung gewachsener Strukturen im gesamten europäischen Fußball zur Folge haben", so Seifert.

Es wäre insbesondere unverantwortlich, die nationalen Ligen als Basis des europäischen Profifußballs auf die Weise irreparabel zu beschädigen.
DFL-Geschäftsführer Christian Seifert

Die englische Premier League warnte ihre Klubs vor dem Beitritt in eine Superliga und verwies auf die Statuten, die genau das verhindern sollen. Die Führungsspitze der italienischen Serie A soll am Sonntag zu einer Notfallsitzung zusammengekommen sein.

UEFA plant Reform der Champions League

Das UEFA-Exekutivkomitee will während seiner Sitzung am Montag die Aufstockung der Königsklasse von 32 auf 36 Teilnehmer und die Einführung eines neuen Modus beschließen. Dieser soll von der Saison 2024/25 an gelten.

Zwei der vier neuen Plätze sollen dabei nicht mehr wie bislang üblich auf der Basis von Leistungen aus der vorigen Saison vergeben werden. Stattdessen sollen die Platzierungen der Vereine in der UEFA-Fünfjahreswertung ausschlaggebend sein. Dies war ein Wunsch der mächtigen Club-Vereinigung ECA gewesen, die mit zwei Vertretern in der Exekutive des Kontinentalverbands sitzt.

In den Plänen für die Superliga sollen der Nachrichtenagentur AP zufolge 15 permanente Mitglieder vorgesehen sein, dazu sollen fünf weitere Teams kommen. Insgesamt sollen für die 15 Gründungsvereine zunächst 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, die Top Sechs sollen davon jeweils 350 Millionen Euro erhalten.

Sportstudio-Gast Rudi Völler - Flammender Appell für das Leistungsprinzip 

Am 19. April will die UEFA über die Reform der Champions League entscheiden. Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler bezieht dazu im "aktuellen sportstudio" klar Position.

Videolänge
24 min
von Andreas Morbach
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