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Fußball | Weltmeisterschaften : WM alle zwei Jahre - FIFA prüft

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Fußball-Weltmeisterschaften könnten künftig alle zwei Jahre stattfinden. 166 der 209 Verbände haben beim FIFA-Kongress für die Umsetzung einer Machbarkeitsstudie gestimmt.

Gianni Infantino am 10.01.2017 in Zürich
Der Plan des Zwei-Jahres-Rhythmus' für Weltmeisterschaften gefällt ihm: Gianni Infantino.
Quelle: dpa

Der 71. Kongress des Fußball-Weltverbandes hat seinem Präsidenten Gianni Infantino eine erste Tür für seine nächste große Revolution geöffnet: Den Zwei-Jahres-Rhythmus für Weltmeisterschaften von Frauen und Männern.

Mit Ausnahme einer längeren Pause während des Zweiten Weltkriegs fand die Weltmeisterschaft bislang immer alle vier Jahre statt. Eine Änderung müsste letztlich das FIFA-Council beschließen.

Saudi Arabien schlug neuen Rhythmus vor

Lediglich 22 Mitgliedsnationen votierten gegen den Antrag von Saudi-Arabien. Damit ist ein nächster kleiner Schritt auf Infantinos Mission getan, denn die Schaffung von größeren und auch mehr Wettbewerben unter dem Dach der FIFA hat sich der Verbandschef besonders auf die Fahne geschrieben - natürlich aber auch die Generierung weiterer Einnahmen.

Zwar hielt sich Infantino beim Kongress bezüglich der Neuerung in Sachen  Weltmeisterschaften zurück, bestätigte aber erneut Gedankenspiele über generelle Veränderungen des internationalen Spielkalenders.

Wir haben ein weißes Blatt Papier und sind offen für alle Ansichten und Meinungen, wie wir den Spielkalender besser machen können.Vielleicht können wir es auch nicht, aber wir müssen es versuchen. Wir müssen offen sein.
Gianni Infantino

Infantino: FIFA gegen Super League

Anschuldigungen in Sachen Super League wollte der FIFA-Boss nicht auf sich sitzen lassen - er holte unaufgefordert nochmals zu einem klaren Statement aus. "Ich habe es schon vorher gesagt, ich möchte es noch mal klar und eindeutig sagen: Die FIFA ist gegen ein solches Projekt", betonte er.

Nachdem Europas Fußball-Adel eine eigene Eliteliga ankündigt, kommt es zum öffentlichen Proteststurm. Die "Super League" scheitert.

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Die "New York Times" hatte am Donnerstag berichtet, dass die FIFA im Wissen Infantinos in den vergangenen Monaten an Gesprächen mit den Super-League-Gründern beteiligt gewesen sein und dort sogar Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert haben soll.

Vorwürfe gegen Infantino aus Spanien

Spaniens Ligapräsident Javier Tebas hatte bereits über eine Verwicklung Infantinos in diese Pläne gesprochen: "Er ist es, der hinter der Super League steckt, und ich habe ihm das auch schon persönlich gesagt."

Das wies Infantino ebenso zurück wie neuerliche Diskussionen um den kommenden WM-Gastgeber Katar. "Wir haben einigen Fortschritt erreicht. Wir wissen, dass es Herausforderungen gibt und mehr getan werden kann. Aber jede Diskussion sollte auf verifizierten Fakten beruhen", sagte der Schweizer und reagierte damit auf die Forderung von sechs nordischen Verbänden.

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Infantino: "Fortschritte" beim Thema Menschenrechte

Die Verbände aus Dänemark, Norwegen, Finnland, Island, Schweden und Färöer hatten die FIFA aufgefordert, unabhängige Berichte und Untersuchungen zu Todesfällen und Verletzungen von Gastarbeitern auf den WM-Baustellen zu veröffentlichen.

Infantino betonte erneut, dass das Thema für die FIFA "Toppriorität" habe. Durch unabhängige Menschenrechtsorganisationen seien "bedeutende Fortschritte" nachgewiesen worden.

Man sollte kein Tor aberkennen, weil die Nase im Abseits ist.
Gianni Infantino

Abseitsregel: Bitte nicht so genau nehmen

Auch eine Änderung der Abseitsregel war auf dem Kongress wieder Thema. Demnach soll sich ein Spieler nicht mehr im Abseits befinden, wenn sich noch ein Körperteil zur Torerzielung auf gleicher Höhe mit dem vorletzten Spieler der gegnerischen Mannschaft befindet.

Tests der neuen Abseitsregel in Amerika und China werden ebenso wie die Machbarkeitsstudie in Sachen WM aber noch etwas andauern.

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