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Nach Rücktritt : Flick bedauert Bierhoff-Aus beim DFB

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Hansi Flick hat mit großem Bedauern auf den Abschied von Oliver Bierhoff vom DFB reagiert - eine passende Nachfolgeregelung erkennt der Bundestrainer derzeit nicht.

Bundestrainer Hansi Flick ist sauer
Bundestrainer Hansi Flick ist sauer
Quelle: EPA/FILIP SINGER

Das unerwartet frühe Scheitern der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Katar hat mit dem gestrigen Rücktritt von DFB-Direktor Oliver Bierhoff zu ersten personellen Konsequenzen beim Deutschen Fußballbund geführt.

Bundestrainer Hansi Flick zeigte sich betroffen:

Meinem Trainerteam und mir fällt im Moment die Vorstellung schwer, wie die durch Olivers Ausscheiden entstehende Lücke fachlich und menschlich geschlossen werden kann.
Hansi Flick

Aus den Worten sprach große Wertschätzung für Bierhoff: "Unsere Zusammenarbeit war immer von Loyalität, Teamgeist, Vertrauen und Zuverlässigkeit geprägt. Zusammenhalt war die DNA unseres Teams", wurde Flick am Dienstag in einer Mitteilung auf der DFB-Homepage zitiert.

Bierhoffs Vertrag vorzeitig aufgelöst

Am Vorabend hatten Bierhoff und der DFB den noch bis zur Heim-EM 2024 laufenden Vertrag des DFB-Direktors aufgelöst. Zu seiner eigenen Zukunft äußerte sich Flick in der Stellungnahme nicht, wohl aber zur Bedeutung der Zusammenarbeit mit Bierhoff.

Dieser lenkte seit 2004 die Geschicke die Nationalmannschaft zuerst als Teammanager und später als Direktor.

Mit der Vertragsauflösung habe heute noch keiner gerechnet, sagt ZDF-Fußballexperte Boris Büchler. Unklar ist, wer auf Oliver Bierhoff als DFB-Direktor folgen wird.

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"Für mich persönlich war Oliver innerhalb des Teams mein erster Ansprechpartner und Freund. Wir hatten als gemeinsames Ziel das Projekt EM 2024 in Deutschland. Dabei stand für Oliver immer und ausschließlich das Wohl der Nationalmannschaft, des DFB und des deutschen Fußballs im Mittelpunkt. Ich danke ihm persönlich und als Bundestrainer für diese lange Zusammenarbeit und das dabei entstandene unschätzbar hohe Vertrauen. Dieses Vertrauen ist und bleibt im Fußball das höchste Gut", sagte Flick.

Bierhoff "will Weg frei machen"

Oliver Bierhoff sagte zu seinem Rücktritt: "Ich mache damit den Weg frei für neue Weichenstellungen. Es war eine intensive, spannende und lehrreiche Zeit, in der wir gemeinsam große Erfolge feiern konnten, Rückschläge verarbeiten mussten und außergewöhnliche Projekte umsetzen durften. Ich danke all den Menschen von Herzen, die mir in dieser Zeit mit ihrem Einsatz, ihren Ideen und ihrer Leidenschaft zur Seite gestanden haben."

Am Mittwoch soll es zu einem Treffen von Flick mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke kommen, bei dem das WM-Scheitern in der Gruppenphase analysiert werden soll. Flick hatte bislang betont, seinen Posten nicht räumen und die Nationalmannschaft in die Heim-EM führen zu wollen.

Weitere Reaktionen

Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf würdigte Bierhoff: "Oliver Bierhoff hat sich große Verdienste um den DFB erworben. Auch wenn die letzten Turniere hinter den sportlichen Zielen zurückblieben, steht er für große Momente. Sein Wirken wird für immer mit dem WM-Erfolg in Brasilien verbunden bleiben. Er verfolgte auch in unruhigen Zeiten stets seine Ziele und Visionen und hat den DFB nachhaltig geprägt."

Hans-Joachim Watzke (DFB-Vize): "Oliver Bierhoff hat sich in den 18 Jahren seines Wirkens erhebliche Verdienste um den deutschen Fußball erworben. Ihm gebühren Respekt, Anerkennung und Dank." Christoph Kramer (ZDF-Experte Weltmeister 2014): "Ich hoffe, dass er es selber entscheiden durfte, was für ihn das Richtige ist. Ich persönlich habe ihm unheimlich viel zu verdanken. Ich finde, er ist ein ganz toller Mensch, der mich mit zum Nationalspieler gemacht hat, mich mit zum Weltmeister gemacht hat."

Per Mertesacker (ZDF-Experte und Weltmeister 2014): "Er war einer, der immer versucht hat, alle Spieler zu integrieren, zu helfen, dabei zu sein. Oliver Bierhoff hat viel vorangetrieben, auch mit der neuen Akademie. Ich finde es sehr traurig."

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