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DFB-Elf für WM qualifiziert : Optimistisch in die Wüste

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Die deutsche Nationalmannschaft löst im Schnelldurchgang das Ticket für die WM 2022 in Katar. Nicht nur bei Hansi Flick wächst die Zuversicht auf ein gutes Abschneiden.

Hansi Flick, aufgenommen am 11.10.2021 in Skopje (Nordmazedonien)
Erstes Etappenziel erreicht: Hansi Flicks Team hat das WM-Ticket gelöst.
Quelle: epa

Hansi Flick schien es extrem wichtig, sich nach Spielschluss im Nationalstadion von Nordmazedonien direkt an den Kabinentrakt zu stellen. So ging der Bundestrainer auf Nummer sicher, auch jeden einzelnen Akteur beim Abklatschen zu erwischen.

Nicht mal die leichte Erkältung und die angeschlagenen Stimmbänder drückten auf die Stimmung des 56-Jährigen, der nach dem 4:0 (0:0) im WM-Qualifikationsspiel in Nordmazedonien und dem fünften Sieg im fünften Spiel unter seiner Anleitung zufrieden Zwischenbilanz zog.

Wir haben unser Ziel erreicht, uns so schnell wie möglich zu qualifizieren. Als erste Nation haben wir uns für Katar qualifiziert.
Bundestrainer Hansi Flick
Doppeltorschütze Timo Werner (zweiter von links) feiert mit Karim Adeyemi, Thomas Müller und Florian Wirtz den 4:0-Sieg über Nordmazedonien

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von Chr. Nürnberger

Auf der digitalen Pressekonferenz in Anschluss fasste sich der Bundestrainer wegen der Übersetzungen des Dolmetschers kurz und knapp. Denn der überzeugende Auftritt im zweiten Durchgang Auftritt in der Toše-Proeski-Arena war Statement genug: Wo die DFB-Auswahl im Frühjahr gegen Nordmazedonien unter Anleitung von Joachim Löw in Duisburg eine der nicht seltenen Bruchlandungen erlebte, erledigte das Team die Aufgabe in dem Balkanstaat nun pflichtgemäß.

Mutige Vorgabe für die WM

Somit löste der vierfache Weltmeister tatsächlich als erster Teilnehmer hinter dem umstrittenen Ausrichter die Teilnahmeberechtigung an der WM-Endrunde. "Wir haben in kürzester Zeit die WM erreicht. Das war die Vorgabe", fasste Manuel Neuer zusammen.

Der 35-jährige Keeper und Kapitän will in der Wüste "eine große Rolle" spielen, träumt vom Gewinn des Goldpokals und findet bei dieser - eingedenk des Abschneidens bei der WM 2018 (Vorrunden-Aus) und diesjährigen EM (Achtelfinal-Aus) - mutigen Aussage auch in der jüngeren Generation offenbar Gesinnungsgenossen.

Wenn man für Deutschland spielt, ist das Ziel immer, Titel zu gewinnen. Deswegen werden wir nächstes Jahr auch so anreisen.
Kai Havertz

Der 22-jährige Champions-League-Sieger Kai Havertz hatte mit seinem Führungstor (50.) den Bann im nasskalten Skopje gebrochen. Ermunternd allemal, wie danach ausgerechnet der vielgescholtene Timo Werner mit zwei sehenswerten Treffern (70. und 73.) aufwartete, wie Freigeist Thomas Müller zweimal mustergültig auflegte und letztlich der eingewechselte Jamal Musiala den Schlusspunkt setzte (83.).

"Müssen noch viele Dinge besser machen"

Leon Goretzka empfahl trotzdem, "weiter kleine Brötchen zu backen", denn: "Wir müssen noch viele Dinge besser machen." Aber auch der Antreiber ist optimistisch, dass das gelingt. Seine Begründung: "Das kann kaum jemand besser als Hansi."  

Flick scheint wie gemacht für die rasche Revitalisierung einer Topmannschaft; egal, ob es sich um den FC Bayern oder die Nationalelf handelt. Obwohl dem Heidelberger jeder Überschwang abgeht, sieht er Deutschland von der Weltspitze nicht mehr weit weg.

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Vor den Nations-League-Halbfinalisten, die gerade in Italien tollen Fußball zeigen, müsse sich seine Auswahl doch nicht verstecken, sagte Flick: "Von der Qualität unserer Spieler, wenn man mal anschaut, wo sie spielen, muss man einfach sagen, haben sie auch die Qualität, gegen Italien, Spanien, Frankreich, Belgien zu bestehen. Ich bin da sehr zuversichtlich." Sein fester Glaube:

Mit dieser Mentalität ist einiges machbar.
Hansi Flick

Zeit für Experimente im November

Weil es in 13 Monaten im Grunde gar keine Vorbereitungszeit für die WM gibt, kommt den nächsten Länderspielterminen große Bedeutung zu. Im November können die bedeutungslosen Qualifikationsspiele gegen Liechtenstein und in Armenien zum Experimentieren genutzt, im März 2022 kann sich der DFB zwei Gegner aussuchen.

Weiteren Aufschluss werden dann im Juni 2022 gleich vier Partien für die nächste Nations-League-Runde bringen. Definitiv braucht es Vergleichsmöglichkeiten auf hohem Niveau: Denn Deutschland wird wohl, wenn die FIFA die WM-Endrunde auf Basis ihrer Weltrangliste auslost, nur im zweiten Lostopf landen und mindestens einen Topfavoriten bereits in der Gruppenphase antreffen.

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