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Fußball - WM-Qualifikation - Holland zittert, Kuntz' Türken lauern

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Aus drei mach‘ zwei: Am Dienstag erlebt die Gruppe G der WM-Qualifikation ihren Showdown. Die Niederlande könnte es dabei ganz bös‘ erwischen.

Fußball, World Cup 2022, Montenegro - Niederlande: Denzen Dumfries (Niederlande) sitzt auf dem Rasen.
Matchball vergeben: Am vergangenen Samstag hätten die Niederlande mit einem Sieg in Montenegro das WM-Ticket sicher gehabt, doch nach dem 2:2 beginnt nun das Zittern - auch bei Denzen Dumfries (Niederlande).
Quelle: ap

Das spannende Finale in der Qualigruppe G elektrisiert sogar Königshäuser und Staatschefs. Und so mancher deutsche Fan dürfte am Dienstag (Anpfiff 20.45 Uhr) auf eine Neuauflage des Klassikers: "Ohne Holland fahrn wir zur WM!" hoffen. Wie zuletzt 2018.

So ist die Lage vor dem letzten Spieltag

Norwegen ohne Haaland

Vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Norwegen mit dem verletzten Tribünengast Erling Haaland ist Holland in Not. "Wir müssen den Kater runterspülen", forderte Trainer Louis van Gaal fast kleinlaut nach dem peinlichen 2:2 in Montenegro, das nicht nur Stürmerstar Memphis Depay "super dumm" fand.

Im Training machte van Gaal ungewohnt auf gute Laune, warf die "positiviteitsorgel" ("De Telegraaf") an - und attackierte die Politik. Dass Oranje in Rotterdam wegen der angespannten Corona-Lage vor leeren Rängen spielen muss, sei ein Unding, polterte er. Die Regierung von Mark Rutte habe "nicht logisch darüber nachgedacht".

Niederlande bei Sieg sicher durch

Dennoch: Die Niederlande haben in dem Dreikampf die beste Ausgangslage und: Die Elftal führt die Gruppe mit 20 Punkten an. Norwegen und die Türkei, die nach Montenegro muss, liegen gleichauf mit je 18 Punkten dahinter. Mit einem Sieg über Norwegen wären die Niederlande sicher bei der WM in Katar dabei.

Die spannende Lage war sogar Thema beim Treffen der Monarchen vergangene Woche. Norwegens König Harald V. witzelte sehr zum Vergnügen der niederländischen Königin Maxima über die Parallelen bei der Aussprache von Holland und Haaland ("Holan") und wünschte Oranje "viel Glück - aber nicht zu viel".

Seit September ist Stefan Kuntz Nationaltrainer der Türkei. Den Fanatismus, aber auch den Druck kennt er aus seiner Zeit als Spieler. Trotzdem will er sich nicht verbiegen lassen.

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In Montenegro hat sich der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan als Zuschauer angekündigt. Trainer Stefan Kuntz schielt noch auf Platz eins und das damit verbundene Direkt-Ticket nach Katar. "Wir sind bereit, wenn sich die Tür öffnet", sagte er.

Presse-Kritik an van Gaals Team

Gilt das auch für die Niederlande? Auch unter van Gaal spiele Oranje "extrem unreif und verletzlich", kritisierte das "Algemeen Dagblad", der TV-Sender "NOS" sieht die Lage sogar als "hoffnungslos" an. Zumal in Stefan de Vrij ein wichtiger Verteidiger ausfällt.

Und so wittert Norwegen seine Chance. "Alles ist möglich", sagte Mittelfeldspieler Martin Ödegaard. Oranje-Legende Rafael van der Vaart hält dagegen. Ja, seine Erben hatten in Montenegro "einen wirklich schlechten Tag, aber sie sind Topspieler - das wird ihnen in vier Tagen nicht zweimal passieren."

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