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Fußball 2. Liga: Traditionsspiel : Vor dem Derby: Was Werder vom HSV lernen will

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Das erste Mal treffen Werder und der HSV in der 2. Liga aufeinander. Die Bremer haben von den Hamburgern gelernt und fordern von ihrer Elf nicht den sofortigen Wiederaufstieg.

Marco Bode
Werders langjähriger Aufsichtsratschef Marco Bode.
Quelle: imago

24 Fußballprofis trugen in ihrer Laufbahn sowohl das HSV- als auch das Werder Bremen-Trikot. Vor Nordderbys sind sie vielgefragte Zeitzeugen. In den letzten Tagen klingelte das Telefon bei Aaron Hunt, Martin Harnik, Frank Rost und Co. besonders oft. Schließlich gibt es Nachholbedarf: Drei Jahre lang mussten Fans, Spieler und Medien in beiden Städten auf den Saisonhöhepunkt verzichten.

Hanseatisches Nervenflattern

Nur die größten Pessimisten unter ihnen rechneten nach dem Abstieg des HSV vor drei Jahren damit, dass das Wiedersehen in der 2. Liga erfolgt. Zu groß schien der HSV immer noch, um länger als eine Saison im Unterhaus zu verbleiben. Zu stabil und geschlossen wirkten die Bremer trotz der sich schon damals häufenden Abstiegssorgen.

Aber dann versagten den Rothosen drei Jahre nacheinander im Saisonendspurt die Nerven. Und bei den Grün-Weißen führte der tiefe Absturz aus dem scheinbar sicheren Mittelfeld in der vergangenen Saison erst zu Unruhe, dann zu einer Trainer-Entlassung vor dem letzten Spieltag und schließlich zum ersten Abstieg seit 1980.

Traditionsklubs mit hohem Erwartungsdruck

"Beide Vereine stehen vor der Herausforderung, als Traditionsklub eine hohe Erwartungshaltung bei den Fans zu haben, aber die Erfolge der Vergangenheit waren unter den veränderten Bedingungen in der Bundesliga kaum noch zu realisieren", sagt Werders scheidender Aufsichtsratschef Marco Bode gegenüber ZDFsport zu den Gemeinsamkeiten auf dem Weg nach unten.

Aber es wurden auf beiden Seiten bestimmt auch Fehler gemacht.
Werder-Aufsichtsratschef Marco Bode

Bei der Aussprache über diese Fehler und der Neuwahl des Aufsichtsrats war vor vierzehn Tagen erstmals auf einer Mitgliederversammlung bei Werder mit heftigem Krach gerechnet worden. Im Vorfeld wurden Forderungen nach personellen Konsequenzen im Vorstand für Bremer Verhältnisse ungewöhnlich laut. Die Geschäftsführer Klaus Filbry, Frank Baumann und Hubertus Hess-Grunewald waren nach dem Abstieg im Amt geblieben.

Der große Krach blieb aus

Trotz Rekordbeteiligung, Rekorddefizit und wenig transparenter Vorauswahl der Kandidaten, verlief die Versammlung weitgehend harmonisch. Wohl auch, weil sich die Verantwortlichen selbstkritisch zeigten. Finanziell sieht sich die Geschäftsführung nach einem Konsolidierungskurs aktuell wieder "runter von der Intensivstation".

Hamburger SV - SV Sandhausen 2:1 (0:0)

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6 min
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Der radikale Umbau mit Abgängen von Leistungsträgern wie Milot Rashica, Josh Sargent, Maximilian Eggestein und Ludwig Augustinsson hat nicht nur einen Transferüberschuss von knapp 30 Millionen Euro eingebracht. Nach zwei überzeugenden Siegen gegen die Aufsteiger aus Rostock und Ingolstadt sehen sich die Bremer mit ihren Neuzugängen auch sportlich auf einem guten Weg. Vor allem der neue Torjäger Marvin Ducksch schlug mit drei Treffern sofort ein.

Wiederaufbau statt Wiederaufstieg

Auch der Blick auf den HSV schützt die Bremer allerdings davor, die Mannschaft jetzt zu sehr unter Druck zu setzen. "Wenn wir den Wiederaufstieg vor den Wiederaufbau stellen, haben wir etwas verpasst", sagte der neue Trainer Markus Anfang schon bei Amtsantritt.

Niemand sollte von diesem neuen Team den direkten Wiederaufstieg verlangen! Aber wir alle sollten sie darin unterstützen, darum mit aller Leidenschaft zu kämpfen
Marco Bode, Werder Bremen

"Es kommt auf die Balance zwischen Druck und Chance an." Für Bode, der selbst mit 27 die zweitmeisten Nordderbys auf Bremer Seite bestritten hat, ist es nach seinem Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender das letzte in offizieller Funktion. "Ich gehe mit einem ähnlichen Gefühl rein wie sonst auch", sagt er. "Ich hoffe auf einen Sieg und darauf, dass es drum herum friedlich bleibt."

Im Stadion werden 21.000 Zuschauer und Zuschauerinnen sein, darunter gut 1.000 Gästefans. Die Ultras beider Seiten lehnen den Stadionbesuch unter den eingeschränkten Bedingungen zwar weiter ab, die Bremer Polizei ordnet die Begegnung trotzdem als "Hochrisikospiel" ein.

Doppelpack in 2 Minuten.

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5 min
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Der FC Bayern hat sich im Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen keine Blöße gegeben. Beim 4:0 der Münchner war Jamal Musiala der überragende Spieler auf dem Feld.

03.10.2022
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Mit nur 15 einsatzfähigen Profis spielt Fortuna Düsseldorf Hansa Rostock phasenweise an die Wand und siegt 3:1. Den Anfang für die Fortuna macht Dawid Kownackis Traumtor.

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