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Löw: "Stehen an deiner Seite" - DFB solidarisch mit Gislason nach Drohung

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Die rassistische Drohung gegen Handball-Bundestrainer Alfred Gislason stößt auch bei der DFB-Elf auf Abscheu. Gislasons Kollege Joachim Löw verurteilt den Vorfall scharf.

Alfred Gislason, Handball-Bundestrainer, am 25.09.2020 bei einer Pressekonferenz in Solingen.
Alfred Gislason hat am Dienstag den Drohbrief bei Instagram öffentlich gemacht.
Quelle: Federico Gambarini/dpa

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat die rassistischen Beleidigungen und massiven Drohungen gegen Alfred Gislason scharf verurteilt und dem Handball-Nationaltrainer seine Unterstützung zugesichert.

Ich kann mir kaum vorstellen, was so eine Drohung in einem Menschen auslöst. Alfred, ich und viele Menschen stehen an Deiner Seite!
Joachim Löw bei Twitter

Drohbrief an Gislason: "Deutscher Trainer für Handballmannschaft"

Der Isländer Gislason hatte am Dienstag einen anonymen Drohbrief erhalten. Sollte Gislason, so steht es in dem Brief mit vielen Rechtschreibfehlern, sein Amt nicht niederlegen, werde man ihn auf seinem Grundstück aufsuchen. "Mal sehen was aus ihren Anwesen dann wird. Wir warten ab", heißt es. Man wünsche sich "einen deutschen Trainer für die Handballmannschaft".

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Er hoffe, "dass der Verfasser oder die Verfasserin ausfindig gemacht wird und sich verantworten muss", so Löw. Die Nationalmannschaft twitterte: "Du bist ein grandioser Bundestrainer, und wir sind stolz auf Dich und Deine Mannschaft. In Deutschland müssen wir für Solidarität und Schutz stehen, nicht für Ausgrenzung."

Ein Vorfall im Handball sorgt für Empörung. Bundestrainer Gislason hat rassistische Drohung erhalten. DHB-Präsident Michelmann hofft, dass der Fall aufgeklärt wird.

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Voss-Tecklenburg: "Feiger Angriff"

Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg forderte "volle Solidarität mit Alfred Gislason" nach dem "feigen Angriff". Sie habe großen Respekt vor "Deiner Offenheit und Deinem Mut, mit den Anfeindungen in die Öffentlichkeit zu gehen". Die Unterstützung so vieler Menschen zeige, "dass die große Mehrheit der Gesellschaft für Werte wie Fairplay, Zusammenhalt und Toleranz eintritt."

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) steht Gislason bei. "Der Drohbrief ist nicht hinnehmbar und erfüllt mich mit großer Abscheu", so Haseloff: "Wir sind stolz, dass Alfred Gislason seit vielen Jahren in Sachsen-Anhalt lebt und möchten, dass das so bleibt."

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