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Handball-WM | Hauptrunde - DHB-Team: Spaniern soll Puste ausgehen

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Im ersten WM-Hauptrundenspiel gegen Spanien heute Abend brauchen die deutschen Handballer einen Sieg. Bundestrainer Alfred Gislason dürfte auf Tempo setzen.

Spaniens Rückraum-Ass Maqueda in Aktion
Spaniens Rückraum-Ass Maqueda in Aktion
Quelle: dpa

Wenn es um den spanischen Handball geht, weiß Alfred Gislason sehr genau, wovon er redet. Der Isländer spielte einst in der spanischen Liga als Profi, zwei Jahre im baskischen Irún. Seitdem er als Trainer arbeitet, gilt er als Verfechter des effektiven spanischen Stils. Der fokussiert sich sehr auf das Spiel in der Kleingruppe, auf die Duelle zwei gegen zwei.

Nun tritt Gislason das erste Mal als Bundestrainer auf die Spanier, und das in einem Schlüsselspiel bei der WM in Ägypten (Spanien – Deutschland ab 20.15 Uhr, live im ZDF, Anwurf 20:30 Uhr). Nach der knappen Niederlage gegen Ungarn ist die DHB-Auswahl zum Siegen verdammt, wenn sie nicht auf Schützenhilfe angewiesen sein will.

Spanien ist ein noch besserer Gegner als Ungarn, normalerweise.
Bundestrainer Alfred Gislason

Auf jeden Fall hat der 61-Jährige großen Respekt vor der Cleverness des amtierenden Europameisters. "Sie sind extrem routiniert und haben alle Titel geholt", sagt Gislason. In der Tat besteht die Gefahr, dass die beiden sehr ausgekochten Regisseure Raúl Entrerríos Rodriguez und Daniel Sarmiento den wenig abgestimmten Mittelblock um Johannes Golla und Sebastian Firnhaber ähnlich vorführen wie der Ungar Mate Lekai.

Auf die deutschen Handballer wartet mit Spanien als erster Gegner in der WM-Hauptrunde eine "ganz abgezockte Mannschaft".

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Routiniers sind die Trümpfe

Nervös werden die beiden Spielmacher garantiert nicht werden. Entrerríos gewann vor 16 Jahren, 2005 in Tunesien, den WM-Titel mit Spanien. Inzwischen kommt er auf 266 Länderspiele und über 600 Tore für Spanien. Zum Vergleich: Alle neun Rückraumakteure im deutschen Kader kommen zusammen auf 400 Einsätze.

Auch Sarmiento, der wie Entrerríos zweimal mit Barcelona die Champions League gewann, zählt zu den coolsten Typen im zentralen Rückraum. Die drei Abwehrheroen Viran Morros, Gedeon Guardiola und Jorge Maqueda sind ebenso erfahren. Sie zählten ebenfalls schon zu jenem Team, das im WM-Finale 2013 den hohen Favoriten Dänemark mit 35:19-Toren zerlegte.

Spaniern liegt die deutsche Spielweise

Obwohl sie erst seit Beginn der 1990er Jahre zur Weltklasse zählen, sind sie einer von nur vier Verbänden, gegen die der DHB eine negative Bilanz hat. Unvergessen ist jene Schmach vor zwölf Monaten in Trondheim, als das DHB-Team bei der EM mit der 26:33-Niederlage noch gut bedient war.

Damals prallten die deutschen Angreifer am spanischen Abwehrverbund ab wie von einer Gummiwand, die Spanier bedankten sich für die technischen Fehler mit Gegenstoßtoren. Insofern wird Gislason seinem Rückraum vor allem Disziplin und Ballsicherheit einbläuen. Gelingt das, hat die Auswahl trotz ihrer Außenseiterrolle eine Siegchance.

Nächste Spiele gegen Spanien, Brasilien und Polen

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Spanier fürchten zu viel Laufarbeit

Denn wenn die Spanier in das Positionsspiel und zu viel Laufarbeit gezwungen werden, geraten sie in Schwierigkeiten, wie ihre Vorrundenpartien gegen Brasilien (31:31) und Polen (27.26) bewiesen. Dann könnten ihren Oldtimern Entrerríos, der im Februar 40 Jahre alt wird, und auch Sarmiento (37) die Puste ausgehen.

Insofern wird Alfred Gislason sicherlich nach Ballgewinn auf Tempo setzten, auf schnelles Umschaltspiel, um auch die Defensiv-Routiniers ins Schwitzen geraten zu lassen. Dort stehen Viran Morros (37) und Gedeon Guardiola (36) im Herbst ihrer Laufbahnen. Mit Rasanz und Hochgeschwindigkeit hatte ein junges deutsche Team auch im EM-Finale 2016 den Topfavoriten in die Knie gezwungen.

DHB-Torhüter im Blickpunkt

Damals hatte freilich auch Keeper Andreas Wolff mit überragender Form einen großen Anteil am Triumph. Da die Spanier mit dem Gespann Perez de Vargas/Corrales über zwei Torleute auf hohem Champions-League-Niveau verfügen, müssen auch die deutschen Torhüter einen besseren Tag erwischen als gegen Ungarn.

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