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Hülkenberg gibt Comeback auf Zeit

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Formel 1 - GP in Silverstone - Hülkenberg gibt Comeback auf Zeit

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Nico Hülkenberg wird bei Racing Point den positiv auf Corona getesteten Sergio Perez vertreten. Das Formel-1-Team mit den rosa Autos steht aber aus noch einem Grund im Blickpunkt.

31.07.2020, Formel 1, Training zum Großen Preis von Großbritannien in Silverstone: Nico Hülkenberg im Racing-Point-Wagen
Nico Hülkenberg beim ersten Freien Training von Silverstone im Racing-Point-Wagen
Quelle: Bryn Lennon/pool getty/ap/dpa

Am Freitagmittag war's offiziell: Nico Hülkenberg übernimmt in Silverstone das Racing-Point-Cockpit von Sergio Perez. Der 33-Jährige wird an diesem und am nächsten Wochenende neben dem Teameigner-Sohn Lance Stroll (Kanada) in Silverstone starten. "Hulk" fuhr schon von 2014 bis 2016 für den Racing-Point-Vorgänger Force India.

Noch keine Entscheidung über Protest gegen Racing Point

Racing Point hat aber noch eine andere Baustelle: Gibt die FIA dem Protest von Renault gegen den Rennstall statt - oder erklärt man das sehr, sehr umfangreiche Kopieren des Mercedes-Vorjahresautos für legal? Dazu will sich der Weltverband wohl doch erst nach dem britischen Grand Prix äußern.

Einer, der sehr gespannt auf diese Entscheidung wartet, ist Sebastian Vettel. Denn der hat ja ein Angebot von Racing Point (das im nächsten Jahr zu Aston Martin werden wird) vorliegen. Ewig kann Vettel aber nicht mit einer Unterschrift warten.

Kopieren in Zukunft erlaubt?

Vettel möchte natürlich gern wissen: Wie sieht die zukünftige Linie der Formel 1 aus? Bleibt es bei der gegenwärtigen Auffassung, dass jedes Team sein Auto in entscheidenden Punkten selbst konstruieren muss - oder öffnet man den Weg für Kundenautos? Im Moment spricht einiges dafür, dass letzterer Weg eingeschlagen wird; Äußerungen aus FIA-Kreisen aber auch von F1-Sportchef Ross Brawn deuten darauf hin.

Den Oberen könnte zu pass kommen, dass Kundenautos den kleinen Teams durchaus helfen könnte - womit eine größere Leistungsdichte die Folge wäre.

Chance für Aston Martin

Für Vettel würde eine "Freigabe" bedeuten: Sein Aston Martin 2021 könnte dann praktisch dem in diesem Jahr hoch überlegenen Mercedes entsprechen - plus einiger noch möglicher eigenständiger Verbesserungen. Ein Auto, das mit Sicherheit für Podiumsplätze gut wäre.

Dazu kommt, dass durch die Budgetobergrenze von 145 Millionen Euro ab 2021 die mittleren Teams sowieso etwas näher an die ganz Großen heranrücken dürften.

Vettel: Neuer Weg zurück in die Red-Bull-Familie?

Andererseits könnte eine solche Freigabe eventuell auch noch eine andere Tür für Vettel aufmachen. Denn Mercedes mit seinen Kundenteams wären dann ja mit Sicherheit nicht die Einzigen, die diese Chance nutzen.

Auch Ferrari (mit den Kunden Haas und Alfa Romeo) und Red Bull (mit Alpha Tauri) sind Kandidaten, die praktisch gleichwertige Autos an den Start bringen könnten. Das könnte dann heißen: Vettel hätte vielleicht doch noch eine Chance, in die Red-Bull-Familie zurückzukehren.

Selbst wenn es bei Red Bull selbst für ihn keinen Platz gibt, da Alex Albon dank seiner Thai-Connection weiter gesetzt ist. Aber Alpha Tauri? Dort etwa Daniil Kwjat loszuwerden, wäre wohl kein so großes Problem.

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